Politik | 26.10.2013

SPD-Landtagsabgeordnete sind auch für ein autofreies „Tal total“

„Neues Konzept des Veranstalters ist nicht durchdacht“

Neuwied. In den vergangenen Tagen schreckte die Ankündigung der Touristikgemeinschaft „Romantischer Rhein“, das Event „Tal total“ fortan ohne ein Sperren der Bundesstraßen auszurichten, die Bevölkerung sowie die politischen Mandatsträger der Region regelrecht auf. Dieses Großevent lässt sich wahrlich schwer ohne die Sperrung der Straßen und demzufolge einem Ausweichen der Fahrradfahrer und Skater auf die bestehenden Radwege vorstellen. Der Veranstaltung würde der Sinn sowie der Ursprungsgedanke beraubt werden - ein autofreies Mittelrheintal. Auch eine Erweiterung des Events über die Grenze von Koblenz hinweg verspricht keinen Ausgleich, sondern vielmehr der dürftige Versuch der Kompensation.

„Wenn ich mir vorstelle, dass Tausende Radfahrer auf dem verfallenen Radweg zwischen Kaub und St. Goarshausen fahren sollen, kommt mir das Grauen. Das neue Konzept des Veranstalters ist nicht durchdacht, da die Sicherheit der Radfahrer nicht gewährleistet werden kann“, ist sich Alexander Klein, Sprecher des SPD-Gemeindeverbands Loreley, sicher.

Über neues Konzept diskutiert

Aufgrund der Abwehrhaltung aus breiten Kreisen der Bevölkerung hat sich der SPD-Gemeindeverband mit der Geschäftsführerin der Touristikgemeinschaft, Claudia Schwarz, getroffen, um über das neue Konzept zu diskutieren und die Beweggründe näher zu beleuchten. „Es hat sich gezeigt, dass einige Mitglieder des Romantischen Rheins aus dem Hotel- und Gastgewerbe nicht mehr mit dem bisherigen Konzept zufrieden waren und ein Freihalten der Zufahrtswege zu ihrem Gewerbe forderten“, fasst Thorsten Lachmann, Sprecher des Gemeindeverbands, zusammen. Überaus erfreulich zeigten sich die Genossinnen und Genossen von dem Vorschlag von Claudia Schwarz, dass mit den Bürgermeistern des Mittelrheintals nochmals in einen Dialog getreten werden soll. Auch die Landtagsabgeordneten des AK Tourismus der SPD um deren Sprecher Fredi Winter sowie Frank Puchtler, Michael Hüttner und Ulla Brede-Hoffmann, die bei dem klärenden Gespräch dabei waren, sind sich sicher, dass ein „Runder Tisch“ mit Vertretern aus der Gastronomie wie aus der Politik die Gemüter beruhigen und zur Lösungsfindung, welche für alle Seiten tragbar ist, beitragen würde.

Vereine einbeziehen

„Auch die Vereine müssen in die Planungen mit einbezogen werden. Durch die Gewinne, die sie bei „Tal total“ durch Stände erwirtschaften, gehen sie gestärkt hervor und können sich weiter für die Menschen in ihren jeweiligen Städten und Orten einsetzen“, forderte zudem Dieter Roß, Sprecher des SPD-Ortsvereins St. Goarshausen-Patersberg. Es gilt außerdem, bei einer zukünftigen Gestaltung von „Tal total“ das Rahmenprogramm zu verbessern, um das Event noch attraktiver für Einheimische und Gäste zu machen. „Um die nötigen finanziellen Mittel aufzutreiben, könnten beispielsweise ‚Solidaranhänger‘, ähnlich wie einer Zugplakette bei Fastnacht, verkauft werden“, schlug Ulla Brede-Hoffmann vor.

Kein „Tal total light“

Den Vorschlägen nach einem „Tal total light“, autofrei, aber nur auf einer Rheinseite stattfindend, wurde dagegen eine Absage erteilt. Auch nach Meinung von Claudia Schwarz sollte „Tal total“ weiterhin beidseitig stattfinden, da ein Event auf nur einer Rheinseite seiner Attraktivität beraubt werde.

„In dem Gespräch wurde deutlich, dass sich Frau Schwarz intensiv um einen Dialog zwischen den einzelnen Interessensvertretern bemüht. Die bisherige Entscheidung der Touristikgemeinschaft ‚Romantischer Rhein‘ ist noch nicht fest“, befand Alexander Klein abschließend.

Pressemitteilung

Büro Fredi Winter, MdL (SPD)

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Monatliche Anzeige
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Haus
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige KW 14
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Besuch der Leubsdorfer Schützen im Bundestag.
30

Leubsdorf. Auf Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth unternahm die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Leubsdorf eine viertägige politische Bildungsreise in die Bundeshauptstadt Berlin. Die Teilnehmer erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Bundespolitik und besuchten zentrale Orte des politischen Geschehens.

Weiterlesen

Ellen Demuth, MdB.  Foto: Tjark Thönßen
31

Kreis Neuwied. Ellen Demuth, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen, begrüßt die Pläne der Bundesregierung, das Kindergeld künftig ohne Antrag auszuzahlen. Familien sollen dadurch spürbar entlastet und Verwaltungsverfahren deutlich vereinfacht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Container Anzeige
Rund ums Haus
SB Standesamt
Osteraktion
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Kita