Politik | 15.12.2014

Landkreis Neuwied

Rheinland-Pfalz unterstützt Inklusion im Landkreis

500.000 Euro für die Umsetzung inklusiver Maßnahmen

Neuwied. Der Landkreis Neuwied erhält künftig freiwillige Mittel des Landes bei der weiteren schrittweisen Umsetzung der Inklusion. Darauf weist der Landtagsabgeordnete Fredi Winter hin. Das Land hat sich mit den kommunalen Spitzenverbänden darauf geeinigt, künftig jährlich 10 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen für inklusive oder sozialintegrative Maßnahmen. Die 10 Millionen Euro stehen dem Land zur Verfügung, da sich der Bund bereit erklärt hat, die Kosten für das BAföG künftig vollständig zu übernehmen. Nach ersten Berechnungen der kommunalen Spitzenverbände und der Landesregierung bedeutet dies für den Landkreis Neuwied eine Zuwendung in Höhe von 463.000 Euro. Darüber hinaus gehen in die Stadt Neuwied 19.400 Euro, Verbandsgemeinde Asbach 7.850 Euro, Verbandsgemeinde Dierdorf 4.150 Euro, Verbandsgemeinde Puderbach 4.970 Euro, Verbandsgemeinde Rengsdorf 4.900 Euro und Verbandsgemeinde Unkel 1.740 Euro.

„Die Umsetzung der vom Bund ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Fredi Winter. Sie stellt Bund, Land und Kommunen vor Herausforderungen - aber vor allem die Schulen, die sich auf den Weg dorthin machen. Dass das Land die Kommunen bei der Umsetzung unterstützt, ist eine gute Nachricht für diese Schulen und den Landkreis Neuwied“, so der Abgeordnete.

Kernstück der Neuerungen im Schulgesetz sei die Wahlfreiheit der Eltern behinderter Kinder. „Sie kennen ihr Kind am besten und können entscheiden, ob die Förderschule oder eine Schwerpunktschule der bessere Förderort ist“, so Fredi Winter. Daher ist der Erhalt von Förderschulen genauso notwendig wie der Ausbau des Angebots an Schwerpunktschulen und eine notwendige Qualifizierung der Lehrkräfte. Die Zusage der Mittel in Höhe von zehn Millionen Euro jährlich für die Schulträger stellt sicher, dass der erwartete Ausbau des Angebots an gemeinsamem Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen entsprechend der Nachfrage abgedeckt wird.

Pressemitteilung des

Landkreises Neuwied

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