Politik | 04.06.2013

Bildung ist wichtigste Ressource: Schulen weiterentwickeln

Schulisches Angebot muss stimmen

Sitzenbleiben abschaffen - nein! Sitzenbleiben vermeiden - Ja!

Kreis Neuwied. „In Rheinland-Pfalz wird das Sitzenbleiben nicht abgeschafft, auch wenn das die CDU im Land bedauerlicherweise immer wieder unterstellt!“ Das betont der Neuwieder SPD-Kreisvorsitzende und Mitglied des Landtags Fredi Winter. Es gehe stattdessen um eine bessere individuelle Förderung, damit alle Schüler das jeweilige Klassenziel erreichen. Die PISA-Studie des Jahres 2001 hatte ergeben, dass der Anteil der 15-Jährigen, die schon mal eine Klasse wiederholt hatten, in Deutschland bei fast einem Viertel der befragten Schüler lag. In den meisten OECD-Staaten lag dieser Anteil bei unter zehn Prozent. Das bedeutete Deutschland hat dringenden Handlungsbedarf. Rheinland-Pfalz hat die individuelle Förderung aller Schüler mit einer Reihe von Maßnahmen verbessert: Ausbau von Ganztagsschulen und zusätzliche Förderstunden, Förderstundenpool für Realschulen plus, Schwerpunktsetzungen in der Lehrerausbildung und zusätzliche Lehrerfortbildungsangebote sowie Verkleinerung der Schulklassen. Durch diese Maßnahmen konnte in RLP der Anteil der Klassenwiederholungen zehn Jahre nach PISA von 2,7 auf 1,7 Prozent verringert werden. Bundesweit ging der Anteil von 3.0 auf 1.9 Prozent zurück. „Uns Sozialdemokraten geht es um gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen in einem sozial gerechten und leistungsfähigen Bildungssystem. An diesem Ziel gilt es auf allen Ebenen in Bund, Land und Kommune zu arbeiten“, so Fredi Winter. „Die SPD-Bundestagsfraktion hat einen Vorschlag vorgelegt, wie Bund und Länder gemeinsam den weiteren Ausbau guter, qualitativer Ganztagsschulen im ganzen Land auf den Weg bringen können“, betont in diesem Zusammenhang die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Bedauerlich sei jedoch, dass die Koalition in Berlin die Potenziale guter Ganztagsschulen wieder grundsätzlich infrage stelle und darauf beharre, dass der Ausbau allein Länderaufgabe sei. Die Bundesregierung ziehe es stattdessen vor, Bundesmittel nur für wenige universitäre Leuchttürme auszugeben, statt für bessere Schulen. „Damit ist klar,“ so Bätzing-Lichtenthäler, „dass ein Fortschritt in unserem Schulwesen mit dieser Berliner Regierungskoalition nicht möglich ist.“ Dennoch wollen sich die Sozialdemokraten im Kreis nicht in ihrem Bemühen beirren lassen, auch vor Ort ein möglichst optimales Angebot an Schulen und verschiedenen Schultypen im Kreis zu gewährleisten. Der Schulentwicklungsplan bietet hierfür eine gute Grundlage. „Doch auch hier gilt“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende im Neuwieder Kreistag, Petra Jonas, „dass die weiteren Entwicklungen im Interesse einer möglichst optimalen individuellen Förderung unserer Schüler eng mit den Schulen, Schulträgern und kommunalen Gebietskörperschaften abgestimmt werden.“

Pressemitteilung des

SPD-Kreisverbandes Neuwied

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