Oberhonnefeld-Gierend: Prozess gegen 26 Jahre alten Angeklagten beginnt
Schwere Brandstiftung
Oberhonnefeld-Gierend. Vor dem Landgericht in Koblenz muss sich ab Freitag der 26 Jahre alte Angeklagte Philipp R. wegen des Vorwurfs der schweren Brandstiftung verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 09.02.2012 ein vom ihm zu Wohnzwecken angemietetes Einfamilienhaus in Brand gesetzt zu haben, um hierdurch zu erreichen, von seinem Vermieter vorzeitig aus dem aus seiner Sicht unvorteilhaften Mietvertrag entlassen zu werden. Der Mietvertrag sah eine zeitliche Befristung bis zum Jahr 2021 vor. Kurz nach Abschluss des Mietvertrages soll sich jedoch für den Angeklagten und seine Familie eine günstigere Wohnmöglichkeit ergeben haben. Da der Angeklagte eine zivilrechtliche Auseinandersetzung mit seinem Vermieter um eine kurzfristige Beendigung des Mietverhältnisses gescheut habe soll, habe er ohne Kenntnis seiner Ehefrau den Entschluss gefasst, das Haus in Brand zu setzen und dadurch unbewohnbar zu machen.
In Ausführung seines Plan habe er sich zu dem Gebäude begeben, in dem sich zur Tatzeit keine Personen aufhielten, zwei Flachbildfernseher, eine Stereoanlage, eine Playstation sowie persönliche Unterlagen und andere persönliche Gegenstände aus dem Haus herausgeholt und sodann in dem im Untergeschoss befindlichen Schlafzimmer Brandbeschleuniger entzündet.
Durch den anschließenden Brand wurden sämtliche Räume des Hauses beschädigt. Der Gebäudeschaden belief sich auf ca. 100.000 Euro.
Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.UW
