VHS Neuwied: Eindrucksvolle Gespräche über ein schwieriges Thema
Sterben, Tod und Abschied
Neuwied. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um in der VHS Neuwied über das Thema „Wenn die Seele traurig ist“ zu sprechen. In der Neuwieder Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“, die gemeinsam vom Selbsthilfenetzwerk Gemeindenahe Psychiatrie e.V., der Volkshochschule der Stadt Neuwied sowie der Psychiatriekoordinationsstelle des Landkreises Neuwied seit vielen Jahren organisiert wird, stand dieses Mal ein besonders schwieriges Thema im Mittelpunkt. Sehr offen berichteten die Anwesenden über ihre Erfahrungen und Umgangsformen mit dem Sterben und Tod von nahen Angehörigen und guten Freunden. Gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten der Veranstaltung wurden Themen wie Abschied nehmen, unterschiedliche Bestattungsrituale, Formen der Trauerbewältigung und vor allem Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung bei der Trauerarbeit gesprochen.
Angebote und Unterstützung
Deutlich wurde, dass es verschiedene Angebote für Trauernde, beispielsweise über den Neuwieder Hospizverein gibt. Hierzu zählen die Trauercafés Neuwied und Linz, begleitete Gesprächskreise für Trauernde oder auch Einzelgespräche und gemeinsame Aktivitäten. Wichtig ist auch der soziale Zusammenhalt, ein Betroffener sagte, dass er ohne die Unterstützung seiner Familie und Verwandten sowie seiner Freunde die Trauer nicht so gut verkraftet hätte. Deutlich wurde auch, dass die Bestattungsrituale sich wandeln, wichtige Botschaft war hier, gemeinsam in der Familie rechtzeitig über Vorstellungen und Werte zu sprechen. Und es wurde deutlich, dass es kein Patentrezept für Trauerarbeit gibt und auch, dass die Dauer der Trauer unterschiedlich lang sein kann. Am Rande der Veranstaltung bestand die Gelegenheit, sich an den verschiedenen Informationstischen wie beispielsweise des Sozialdienstes katholischer Männer und Frauen, des Ambulanten Hospizes Neuwied, der Neuwieder Selbsthilfekontaktstelle NEKIS sowie des Selbsthilfenetzwerkes gemeindenahe Psychiatrie e.V. zu informieren.
Der nächste Termin
Die Veranstaltungsreihe „IRRwege verstehen“ wird am 14. Oktober fortgesetzt, nähere Informationen gibt es im Internet unter: www.psychiatrie-neuwied.de
Pressemitteilung der
vhs Neuwied und
der Kreisverwaltung Neuwied
Die Mitwirkenden der Veranstaltung Sabine Birkenbach, Ambulantes Hospiz Neuwied e.V., Dr. Ulrich Kettler, Psychiatriekoordinator, Jutta Golinski, Leiterin VHS Neuwied, Melitta Hofer, Moderatorin, Philip Horn, Pfarrer und Notseelsorger, Gerhard Flatt, Selbsthilfenetzwerk e.V., Dr. Ulrike Kirchhof, Krankenhausseelsorgerin und Trauerbegleiterin, Hildegard Schanz, Trainerin für Kommunikation und Ernst Neumann, ehrenamtlicher Trauerbegleiter. Foto: privat
