FDP-Kreisverband Neuwied
Verbot für Windkraft gefordert
Neue Gefahren für das Landschaftsbild durch Windkraftparks im Rheintal
Rheintal/Kreis Neuwied. Das Rheintal zwischen Mainz und dem Siebengebirge gilt als eines der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands und genießt weltweite Anerkennung. Doch während der Abschnitt zwischen Bingen und Koblenz als Weltkulturerbe durch die UNESCO geschützt ist, ist der nicht minder bedeutsame Teil zwischen Koblenz und dem Siebengebirge neuen Gefahren für das Landschaftsbild durch mehrere geplante Windkraftparks ausgesetzt. Für die FDP ist das Baugebot der Windräder auf beiden Seiten entlang des Rheins ein völlig unsensibler Eingriff in die Region und ein großer Fehler im politischen Handwerk der Landesregierung. Darum folgten auf Antrag der freien Demokraten aus dem Kreis Neuwied und dem Ahrkreis die Delegierten beim jüngsten Bezirksparteitag mit einem klaren und eindeutigen Beschluss: „Keine Windräder im Rheintal und auf den Rheinhöhen“
„Wir sind nicht gegen Windenergie, wollen aber eine sinnvolle Nutzung und Ausgestaltung erreichen. Die derzeitige Politik der Landesregierung führt allerdings nur zu einer Verspargelung der Landschaft“, erläuterten die FDP-Kreisvorsitzenden Jochen Koop aus Neuwied und Ulrich van Bebber aus Ahrweiler das Ziel des Antrags, der vom Bezirksparteitag ohne Gegenstimme beschlossen wurde.
Daher seien dringend Veränderungen im Landesentwicklungsplan erforderlich, erklärte der stellvertretende Kreisvorsitzende aus Neuwied, Alexander Buda. Ein wesentlicher Punkt ist die Forderung, im Rheintal einschließlich der umliegenden Höhenzüge sowie der Sichtachsen Windräder zu verbieten. „Hintergrund ist die Tatsache, dass sowohl auf der rechten Rheinseite oberhalb von Unkel, aber auch auf der linken Rheinseite oberhalb von Remagen Windräder geplant sind beziehungsweise darüber nachgedacht wird“, erläutert die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Christina Steinheuer. Das Rheintal sei eine historisch gewachsene Kulturlandschaft, die auch für den Tourismus von erheblicher Bedeutung sei. Diese werde durch Windräder zerstört.
Darüber hinaus sollen in den anderen Gebieten die Abstände zu Siedlungsbereichen erhöht werden, da die Windräder selber ebenfalls immer größere Höhen erreichten. Ebenso fordern die Liberalen eine stärkere und frühzeitigere Bürgerbeteiligung. Häufig erführen die Bürger erst dann von den Planungen, wenn diese bereits sehr weit fortgeschritten seien. Um dies zu vermeiden, wollen die Liberalen in Sachen Windkraft jetzt in die Offensive gehen und frühzeitigere Informationen der Bürger einfordern.
Die FDP-Bundestagskandidaten Sandra Weeser und Michael Salzmann forderten, dass die Landesregierung sich endlich ihrer Verantwortung stellen soll und die von Allen gewollte Umsteuerung hinzu erneuerbaren Energien, zentral über das Landesentwicklungsprogramm und die regionalen Raumordnungspläne, gewährleist.
Mit ihren Forderungen stehen die rheinland-pfälzischen Liberalen nicht alleine. Auch der Kreisverband der FDP im Rhein-Sieg-Kreis sieht länderübergreifend die Ausbaupläne in Unkel kritisch und will mittels einer Resolution im Kreistag an ihre Nachbarn zur Aufgabe der Pläne appellieren. Zudem haben sich mittlerweile mehrere Bürgerinitiativen mit ähnlichen Belangen entlang der Rheinschiene formiert.
Pressemitteilung
FDP-Kreisverband Neuwied
