Bessere Arbeitsbedingungen für Ärzte auf dem Land
„Verlässliche Strukturen beim ärztlichen Notdienst“
Neuwied. Der heimische Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel wird vor Ort mehrfach von besorgten Bürgern auf die Umstrukturierung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes angesprochen. „Bei der Neuordnung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes kam es entscheidend darauf an, die besondere Lebens- und Verkehrssituation in den Städten und Dörfern des Kreises zu berücksichtigen. Wir müssen Strukturen schaffen, die eine gute flächendeckende medizinische Versorgung sicherstellen“, erklärte der Gesundheitsexperte. Der ärztliche Bereitschaftsdienst, der über die einheitliche Rufnummer 116 117 zu erreichen ist, wurde umstrukturiert. Die Neuerungen sind Anfang 2014 in Kraft getreten. Für die ärztliche Notversorgung in Neuwied gibt es nun sowohl einen mit zwei Ärzten besetzen „Sitzdienst“ in Neuwied als auch einen „Fahrdienst“ - ebenfalls bestehend aus zwei Ärzten - der Hausbesuche macht. Dieser ist dann dauerhaft mit dem Auto unterwegs. Bei dem Anruf der 116 117 wird abgeklärt, ob man den „Sitzdienst“ anfährt oder ob ein Arzt zu dem Patienten nach Hause kommt. „Zudem habe ich mich dafür eingesetzt, dass Patienten aus den Gemeinden Asbach und Buchholz auch nach Altenkirchen fahren können, während Patienten aus Windhagen oder der Verbandsgemeinde Unkel später nach Honnef fahren können, wenn sie nicht auf den „Fahrdienst“ warten möchten“. Zudem gäbe es nach wie vor die Möglichkeit, die Ambulanzen in den Krankenhäusern anzufahren, erklärt der Gesundheitspolitiker die unterschiedlichen Optionen. Bislang gab es für den Bereitschaftsdienst unterschiedlich stark mit Ärzten versorgte Bezirke. Das bedeutete: Während in der Stadt Neuwied jeder Arzt in der Regel nur an einem Wochenende im Jahr Bereitschaftsdienst hatte, leisteten Ärzte in ländlichen Bezirken eher einmal im Monat oder sogar öfter Bereitschaftsdienst. „Wenn wir in fünf bis zehn Jahren noch Ärzte im ländlichen Raum haben wollen, müssen wir heute deren Arbeitsbedingungen verbessern“, spricht der Abgeordnete Klartext. „Das Versorgungsstrukturgesetz der letzten Legislaturperiode schafft hier zwar eine verbesserte Grundlage, aber das allein wird nicht ausreichen, um unsere ländlichen Regionen optimal zu versorgen, zumal über 70 Prozent der heutigen Medizinstudenten weiblich sind und nicht unbedingt das Berufsziel Landärztin haben, da sie ja meist Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen“, erklärte Rüddel. Auch eine bessere Bezahlung allein werde nicht ausreichen, sagte er weiter. „Wir brauchen deshalb neue Strukturen.“ Pressemitteilung Büro
Erwin Rüddel, MdB (CDU)
