Allgemeine Berichte | 31.10.2015

Ausbau von kultursensibler Pädagogik, Fremdsprachenkompetenz und Personal für Kitas

Vielschichtig waren die Anliegen zur weiteren Unterstützung

Die besonderen Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Flüchtlingskindern in Kitas standen im Mittelpunkt einer Info-Veranstaltung des Kreisjugendamtes

Vertreterinnen der Kindertagesstätten des Landkreises Neuwied und Herbert Woidtke, Mitglied im Beirat für Integration und Migration, mit den Mitarbeiterinnen des zuständigen Referates sowie dem Dezernenten für Jugend und Familie, Achim Hallerbach. privat

Kreis Neuwied. Immer mehr Menschen suchen in Deutschland Schutz vor Krieg und Gewalt in ihrem Heimatland. Täglich kommen auch in den Landkreis Neuwied mehr (junge) Erwachsene und Kinder. Kinder, die durch die Aufnahme in eine Kindertagesstätte nicht nur Bildung, Erziehung und Betreuung erfahren sollen, sondern - vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben - ohne Angst gemeinsam mit anderen Kindern in einer geschützten Umgebung Kind sein können. „Seit Anfang 2015 sind mehr als 100 Flüchtlingskinder im Kindergartenalter in den Landkreis und die Stadt Neuwied gekommen, bis zum Jahresende wird noch einmal ein deutlicher Anstieg dieser Zahl erwartet“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete und Dezernent für Kinder und Familien, Achim Hallerbach. Die besonderen Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Flüchtlingskindern in die Kitas, die zur Zeit bereits bestehenden Unterstützungsangebote in und für die Kitas, aber auch etwaige „Hürden“ und offenen Fragen standen im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung, zu der das Kreisjugendamt die Leitungen und Träger der Kindertagesstätten eingeladen hatte. Zu Beginn stellte Kita-Referatsleiterin Kerstin Schwanbeck-Stephan die aktuellen Maßnahmen für die Einrichtungen vor. Im Weiteren zeigte sich zunächst einmal ein sehr differenziertes Bild. Während einige Kindertageseinrichtungen bereits seit geraumer Zeit Kinder aus Flüchtlingsfamilien betreuen, sind in anderen Kitas bisher keine Flüchtlingskinder angemeldet. Dementsprechend breit gefächert waren der Informationsbedarf auf der einen sowie die Hinweise auf vorhandene und „praxiserprobte“ Hilfsangebote auf der anderen Seite. Als besonders hilfreich beschreiben die Teilnehmerinnen etwa die Begleitung der Flüchtlingsfamilien durch Dolmetscher oder „Migrationslotsen“ vor Ort, die die Familien sogar zur Anmeldung in die Kita begleiten.

Großes Engagement im gesamten Landkreis

Wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für die Integration der Flüchtlingsfamilien mit ihren Kindern ist, betonte Achim Hallerbach gleich zu Beginn des Treffens. Ob Sachspenden oder Übersetzungstätigkeiten - im ganzen Landkreis helfen Bürgerinnen und Bürger unentgeltlich, um die Situation von Flüchtlingen zu verbessern. Stellvertretend für diese vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer konnte Achim Hallerbach Herbert Woidtke begrüßen, der neben der konkreten Hilfe vor Ort auch in den Beiräten für Migration und Integration in Stadt und Landkreis sich aktiv für die Flüchtlinge einsetzt. So konnte er auf viele Fragen Rede und Antwort stehen - angefangen beim Impf- und Krankenversicherungsschutz für die Kinder, über die Benennung von Ansprechpartnern in den Verbandsgemeinden bis hin zum Angebot, die Kitas persönlich aufzusuchen. Vielschichtig waren die Anliegen aus den Kitas zur weiteren Unterstützung: Sie reichen vom Wunsch nach spezifischen Fortbildungen - hier besonders zur kultursensiblen Pädagogik, aber auch zum Erwerb bzw. der Auffrischung der Fremd-Sprachenkompetenz für Erzieherinnen und Leitungen, über die Personalausstattung der einzelnen Kita bis hin zum Appell an die Politik, durch verstärkte Aufklärung und Information der Bevölkerung zu einer gelebten Willkommenskultur beizutragen.

Einig waren sich alle Teilnehmer in ihrem Resümee, in Folgeveranstaltungen einzelne Themen aufzugreifen und vertiefend zu bearbeiten.

Doris Eyl-Müller,

Gleichstellungsbeauftragte

Vertreterinnen der Kindertagesstätten des Landkreises Neuwied und Herbert Woidtke, Mitglied im Beirat für Integration und Migration, mit den Mitarbeiterinnen des zuständigen Referates sowie dem Dezernenten für Jugend und Familie, Achim Hallerbach. Foto: privat

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