hDie Kristall-Bäder AG will in die Bad Hönninger Rheinpark-Therme bis zu sechs Millionen Euro investieren
Von „Jungbrunnen“ bis Riesensauna
Bad Hönningen. Im Dezember vor zwölf Jahren hat die Kristall-Bädergruppe das damalige Bad Hönninger Freibad übernommen. „Eine der besten politischen Entscheidungen der Stadt angesichts des jährlichen Defizits des Bades, das sich der Millionengrenze bedrohlich näherte“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Kristall-Bäder AG, Heinz Steinhart, die aus den vielfältigen Tätigkeiten der Familie Steinhart im öffentlichen Bäderbereich entstanden ist. Zusammen mit Vorstandsmitglied Gerd Bittermann und Betriebsleiter Alexander Albrecht sowie Stadtbürgermeister Guido Job stellte er nun im Rheinpark-Thermen-Restaurant Erweiterungs- und Umbaupläne vor, die zuvor den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen zugegangen waren. „Dass die Kristall-Rheinpark-Therme die Stadt als anerkanntes Thermal-Mineral-Heilbad aufwertet, steht außer Frage“, so Heinz Steinhart. Jetzt sei es aber an der Zeit, erneut zu investieren, um anderen Bädern Paroli bieten zu können. „Mit der Kristall Rheinpark Therme verfügt Bad Hönningen über eine Oase inmitten der wunderschönen Natur unmittelbar am Rheinufer“, schwärmte Guido Job. Bei dem Ausbau rund um die dem Markusplatz von Venedig nachempfundene Saunawelt habe man vor allem in den Wellnessbereich investiert, sodass neben der medizinischen Betreuung mit Massagen im osmanischen Hamam, Saunieren in Gondeln, oder Spezialaufgüsse bei entspannender Musik oder beim Gesundbaden im Natrium-Magnesium-Hydrocarbonat-Chlorid-haltigem Thermal-Heilwasser.
Attraktives Verwöhnprogramm
Diese attraktiven Angebote haben sich längst herumgesprochen und entsprechend groß ist die Resonanz. „Wir haben viel zu wenig Platz. Unsere vier Innen- und die zwei Gondel-Außen-Saunen, die zwei Dampfbäder, der osmanische Hamam reichen bei Weitem nicht mehr, sodass wir zurzeit zwei Drittel unserer Gäste verärgern“, bedauerte Heinz Steinhart. Genau das aber widerspricht der Unternehmensphilosophie, bei der das Rundum-Wohlfühlen des Gastes in allen Bereichen an erster Stelle steht. Abhilfe sollen die Erweiterungs- und Umbaupläne schaffen in einer Größenordnung von drei bis sechs Millionen Euro, je nachdem, welchen baulichen Veränderungen der Stadtrat zustimmt. Umgestaltet wird zunächst das Foyer im ersten Obergeschoss. „Schon das Entrée als öffentlicher Bereich soll eine gediegene, bequeme Atmosphäre ausstrahlen, damit sich der Gast als etwas Besonderes empfindet“, so Heinz Steinhart, bevor Gerd Bittermann die weiteren Pläne erläuterte. Die sehen auf dieser Ebene im Süden das Therapiezentrum „Jungbrunnen“, in dem sich zwei Solebecken und ein Natronbecken mit Blick auf den Rhein befinden. An diese schließt sich in Richtung der Terrasse ein Ruhebereich an. „Dabei sind die Becken, von denen eines mit 12-prozentigem Solegehalt dem Toten Meer gleicht, als Pool-Bars gedacht“, erklärte Gerd Bittermann, bevor er sich dem geplanten Ruheraum, der „Edelstein-Grotte“ über der Sauna im Nordwesten des Gebäudes zuwandte. „Unser Unternehmenslogo ist ja der Bergkristall, der nach Hildegard von Bingen für Transparenz sowie für körperliche wie seelische Reinheit steht. Damit weist die Edelstein-Grotte neben ihrem therapeutischen Programm darauf hin, dass wir nicht nur Wasser für das leibliche Wohl anbieten, sondern auch auf Gesundheit für Körper, Geist und Seele Wert legen“, so Heinz Steinhart. Für die Gäste der wohl interessanteste Teil unserer Pläne dürfte die Megasauna für 200 Personen auf dem jetzigen Dach mit dem sich im Nordwesten des Gebäudes anschließenden Ruheraum mit umlaufendem Panoramabalkon sein, beide Komplexe natürlich mit Blick auf den Rhein, ergänzte Gerd Bittermann. Sollten die insgesamt 1.600 Quadratmeter umfassenden Anbauten samt aller geplanten Änderungen in Angriff genommen werden können, würde die Gesellschaft wohl die sechs Millionen Euro lockermachen müssen, wobei der Badebetrieb zu keiner Zeit der Bauphase beeinträchtigt würde. Drei Millionen Euro umfassende Investitionen hat die Bäder AG für die kommenden drei Jahre fest im Blick, angesichts der hervorragenden Besucherzahlen der Kristall-Rheinpark-Therme nur zu verständlich. Aber auch der benachbarte Campingplatz mit direktem Zugang zur Therme wird von Jahr zu Jahr beliebter. Über 2.000 Wohnmobile haben ihn im Vorjahr angefahren, während seine 450 Stellplätze bei steigenden Übernachtungen zu 80 Prozent ausgelastet waren, berichtete Heinz Steinhart.