Politik | 26.11.2014

Initiativen aus Rhens und Bad Hönningen mit Elisabethpreis ausgezeichnet

Vorbildliches Engagement

Die Gewinner des Elisabethpreises 2014 mit Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel und Prälat Franz Josef Gebert (4. und 5. von links)

Trier/Rhens/Bad Hönningen. Ferienmaßnahmen für Kinder aus Tschernobyl, Hilfen im Alltag für Flüchtlinge und Unterstützung beim Schulbau in Tansania: Drei vorbildliche Initiativen aus dem Norden des Bistums Trier vor Kurzem den Elisabethpreis des Diözesan-Caritasverbandes Trier erhalten. Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel überreichte den Vertretern der Projekte je 5.000 Euro als Preisgeld. Sie würdigte den zum großen Teil von Ehrenamtlichen getragenen Einsatz: „Ihr Engagement trägt dazu bei, dass Caritas als Teil der Kirche ganz nah bei den Menschen und ihren vielfältigen Nöten ist.“

„Weit weg ist näher, als du denkst“

Der Elisabethpreis stand in diesem Jahr unter dem Motto der Caritas-Kampagne „Weit weg ist näher, als du denkst“ und zeichnete Projekte aus, die sich auf dem Feld der internationalen Verantwortung engagieren.

„Nachbarn in Not e.V.“

Die Mitglieder des Vereins „Nachbarn in Not e.V.“ aus der Pfarreiengemeinschaft Bad Hönningen-Rheinbrohl setzten sich bereits seit Anfang der 90er Jahre unter anderem für Flüchtlingskinder aus dem ehemaligen Jugoslawien und Waisenkinder in Nairobi ein. Jetzt helfen sie tatkräftig in Afrika: Das aktuelle Projekt, der Bau einer Schule in der Diözese Moshi in Tansania, überzeugte die Jury, weil der hier realisierte Ansatz der Inklusion behinderter Kinder für Afrika revolutionär sei. In der neuen Schule werden Albino-Kinder gemeinsam mit anderen Kindern unterrichtet und betreut. Diese Kinder, die in Afrika aufgrund ihres Anders-Seins bedroht und ausgestoßen sind, erhalten damit eine Chance auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben. „Wir möchten Ungleichheit beseitigen, jeder dort, wo er kann“, fasste Geschäftsführer Josef Honnef das Engagement des Vereins zusammen. Zusammen mit der Vorsitzenden des Vereins, Marianne Runkel, nahm er den Preis entgegen.

Ökumenischen Arbeitskreis „Hilfe für Flüchtlinge“

Ein weiterer Preisträger ist der Ökumenischen Arbeitskreis „Hilfe für Flüchtlinge“ der Pfarreiengemeinschaft Rhens. Hier unterstützen vorwiegend Ehrenamtliche seit 15 Jahren Flüchtlinge dabei, sich in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden: Sie erleichtern ihnen die Integration durch praktische Hilfe und verbessern die Kontakte zwischen Einheimischen und Migranten. Die Jury hob den „langen Atem“ des Projektes hervor, dessen Arbeit heute mit dem vermehrten Zustrom von Flüchtlingen besonders wertvoll sei. Der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, Prälat Franz Josef Gebert, sagte zu dem Motto „Weit weg ist näher, als du denkst“: „Durch die vielen Flüchtlinge, die derzeit bei uns Sicherheit und Freiheit suchen, kommt uns das ‚weit weg‘ auf sehr konkrete Weise ganz nahe. Beim Aufbau einer Willkommenskultur sind die vielen Initiativen, die es bereits im Bistum gibt, beispielhaft und eine Ermutigung, selbst aktiv zu werden“.

Tschernobyl-Nothilfegruppe der Caritas Betzdorf

Der dritte Preisträger war die Tschernobyl-Nothilfegruppe der Caritas Betzdorf, die seit 21 Jahren Erholungsmaßnahmen für Kinder aus der Region um Tschernobyl organisiert. Den Preisträgern und allen Bewerbern sprach Gebert seinen Dank aus. Die Vielzahl von herausragenden Projekten aus Caritasverbänden, Pfarreien und Dekanaten zeige, wie viel Engagement es im Bistum Trier auf dem Feld der weltweiten Verantwortung gebe.

Weitere Infos

Weitere Informationen zum Elisabethpreis gibt es beim Diözesancaritasverband, Tel. (06 51) 9 49 31 11, E-Mail: jacquemoth-g@caritas-trier.de und unter www.caritas-trier.de im Internet.

Pressemitteilung der

Bischöflichen Pressestelle Trier

Die Gewinner des Elisabethpreises 2014 mit Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel und Prälat Franz Josef Gebert (4. und 5. von links)

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