Allgemeine Berichte | 14.12.2015

Weihnachtsgruß der beiden Kirchen

„… weil in der Herberge kein Platz für sie war …“

„… weil in der Herberge kein Platz für sie war …“

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Diese nüchterne Feststellung hören wir jedes Jahr in den Weihnachtsgottesdiensten, kein Krippenspiel kommt ohne die Szene aus, in der die Wirtsleute dem armseligen Paar, das ein Kind erwartet, die Tür verweigert.

- weil sie nicht von hier kommen…

- weil sie anders sind…

- weil man doch nicht für alles zuständig sein kann…

- weil sie uns nur Kosten verursachen…

- weil…, weil…, weil…

Weil Menschen so waren, kam Gott in die Welt. Weil Menschen so sind, brauchen wir Weihnachten. Damit es anders wird. Die Geburt Jesu und seine Kindheit sind eine Geschichte der Armut, der Obdachlosigkeit, der Gewalt, des Terrors, der Flucht und des Abgeschobenwerdens. Es ist eine Geschichte, die auch in unseren Tagen spielt. Die Welt unserer Tage kennt noch viel mehr Terror als das Israel vor 2.000 Jahren unter dem kindermordenden Herodes. Unsere Welt ist unsicher geworden, unüberschaubar, scheint unstabil.

Das löst Angst aus. Weihnachten sagt: Unser Gott hält sich nicht raus, wenn es um den Menschen und sein Leben und seine Würde geht. Er ergreift Partei und bezieht Stellung, - und das anders als wir das vielleicht tun würden. Statt mit Gewalt und Macht kommt er in Gestalt eines kleinen Kindes, solidarisch mit den Armen, Kleinen, Schwachen, Übersehenen. Im Kind in der Krippe streckt Gott uns seine Arme entgegen. Und er lädt uns ein, bei ihm Aufnahme, Asyl, Frieden, Ansehen, Geborgenheit zu finden. Wir wollen an diesem Weihnachtsfest allen danken, die sich der Flüchtlinge und aller Schwachen, Armen annehmen. Es sind so viele Ehren- und Hauptamtliche: In den Verwaltungen bei Stadt, Gemeinden und Kreis, als Unterstützer aus Ökumenischer Flüchtlingshilfe, Caritas, Senioren- und Flüchtlingsnetzwerk, in den Überlegungen bei den Runden Tischen, als Begleiter der Familien, in den Deutschkursen, bei Rotem Kreuz und THW, in den Kindergärten und Schulen, in den Kleiderkammern und bei LISA, auf der AKNZ und im Mehrgenerationenhaus, bei der Tafel, im Jobcenter und bei der Agentur für Arbeit, in den Geschäften, dem Krankenhaus … und an so vielen Stellen des Alltags: DANKE! Was wir von Gott empfangen, das dürfen und sollen wir weitergeben, gerade im Jahr der Barmherzigkeit. Im Namen aller Seelsorgerinnen und Seelsorger, aller Verantwortlichen in den Leitungsgremien der Gemeinden rufen wir in unsere Stadt:

Frohe Weihnachten!

Pfarrer Dr. Wilfried Glabach,

stellvertretender Vorsitzender

des Presbyteriums der

Evangelischen

Kirchengemeinde

Bad Neuenahr

Dechant Jörg Meyrer,

Dekanat Ahr-Eifel

Dechant Jörg Meyrer.

Pfarrer Dr. Wilfried Glabach.

Fotos: FIX

„… weil in der Herberge kein Platz für sie war …“

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Dauerauftrag
Wir helfen im Trauerfall
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
108

Jugendliche um drei Uhr nachts von Polizei angehalten

11.04.: Bad Ems: 15- und 13-Jähriger unternehmen nächtliche Spritztour mit Auto

Bad Ems. In den frühen Morgenstunden des 11.04.2026, gegen 03:00 Uhr, wurde durch eine Streifenwagenbesatzung nach einem Hinweis von Zeugen ein Pkw im Stadtgebiet Bad Ems, im Bereich der Straße Am Weißen Stein, kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer erst 15 Jahre alt und demnach nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Sein Beifahrer war nochmals zwei Jahre jünger.

Weiterlesen

Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Titelanzeige
Titelanzeige KW 15
Kleinanzeigen
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Wohnträume
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Blütenfest
Blütenfest in Meckenheim
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Blütenfest
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür