„Wuppertaler Puppenspiele“ gastierten in der Grundschule Bad Neuenahr
Abenteuerliche Reise mit Rudi, Hermann und dem Froschkönig
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Märchen „Der Froschkönig“ gehört zweifellos zu den bekanntesten Erzählungen der Gebrüder Grimm.
Eine im Handlungskern zwar identische, aber vom „Drumherum“ her stark bearbeitete Version brachten nun die „Wuppertaler Puppenspiele“ auf die Bühne der Bad Neuenahrer Grundschule. Die Bearbeitungen der Puppenspieler Thomas und Stefan Labbé trafen dabei genau auf den Geschmack der 160 Zuschauer, die sich aus Vorschulkindern der umliegenden Kindergärten, Erstklässlern der Grundschule Ahrweiler sowie Schülern der Grundschule Bad Neuenahr zusammensetzten. Dabei führten der Rabe „Rudi“ und dessen Kumpel „Hermann“ auf rasante Weise durch das Stück, sodass im Saal fast permanent lautes Gelächter zu hören war.
Natürlich betrat auch der Prinz die Bühne, der durch einen unglücklichen Zufall von der Hexe in einen Frosch verzaubert wurde. Als Zeugen dabei, wie sollte es anders sein, Rudi und Hermann, die dem armen Prinzen von nun an bei der Wiedererlangung seiner menschlichen Gestalt mehr oder weniger hilfreich zur Seite standen. Kurzweile kam nie auf, denn das Wuppertaler Zwei-Mann-Ensemble verstand es auf geschickte Weise, die Kinder immer wieder in das Stück einzubeziehen. Ob beim Suchen der im Bett versteckten Prinzessin oder der Froschflucht vor dem hungrigen Klapperstorch – in ohrenbetäubender Lautstärke versuchte das Publikum Einfluss auf die Handlung zu nehmen. Es kam schließlich zum „Meeting“ mit dem König und irgendwie landete der Frosch glücklicherweise im Bett der Prinzessin. Kaum war aus dem Frosch wieder ein Prinz geworden, „drohte“ die etwas irritierte Prinzessin mit umgehender Hochzeit. Derart überrumpelt, setzten alle Beteiligten zum Schlusstanz an. Zu guter Letzt gab es für Thomas und Stefan Labbé lang anhaltenden Applaus.
Verantwortlich für die ausverkaufte Veranstaltung war auch in diesem Jahr die Stadtbibliothek Bad Neuenahr, die mit den „Wuppertaler Puppenspielen“ eines der ältesten Puppentheater Nordrhein-Westfalens verpflichten konnte. Das Traditionsunternehmen existiert bereits seit 1935 und tritt im gesamten Bundesgebiet auf. Sämtliche Puppen und Requisiten werden selbst in Handarbeit hergestellt.
