Tausende von zufriedenen Besuchern bei der JetPower
Airbus schwebt über der Bengener Heide
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Airbus startet recht leise, hebt fast spielerisch ab und erhebt sich in die Lüfte. Fasziniert verfolgen Hunderte von Zuschauern den Start auf der Bahn des Flughafens Bengener Heide. Nach einer kunstvollen Wende schwebt der majestätische „Vogel“ dann fast lautlos über die Start- und Landebahn. Ein Erlebnis für alle Modellflugpiloten und Freunde des Modellfliegens.
Die JetPower-Messe hoch über der Kreisstadt hat sich zu einem Muss für alle die entwickelt, die zu Hause in mühsamer Kleinarbeit die aufwendigen Modelle bauen. Wer die Fingerfertigkeit, Geduld oder schlicht die Zeit für das Selbermachen nicht hat, der sollte sich den Termin für die nächste JetPower schon mal merken. Denn was da in den zwei gewaltigen Zelten und an ungezählten Ständen auf dem Freigelände angeboten wurde, das konnte sich sehen lassen.
Aussteller aus wirklich jedem europäischen Land, auch aus den USA und China, schätzen die größte Veranstaltung ihrer Art. Wer sich auf den kostenlosen Parkplätzen umsah, der entdeckte, wie international auch die Besucher sind, auch hier gab es einen Querschnitt durch ganz Europa. Winfried Ohlhardt stellt mit seinem Team und vielen Helfern das alljährliche Spektakel auf dem Flugplatzgelände auf die Beine. Im vergangenen Jahr war die Messe fast „abgesoffen“ bei starkem Regen.
So wurde die Messe 2015 „wetterfest“ gemacht - und bestand diese Prüfung mit Bravour. Bis auf ein paar Tröpfchen blieb es trocken, lediglich die Temperaturen ließen keine so rechte Wohlfühlatmosphäre aufkommen.
Was aber auf der Start- und Landebahn geboten wurde, das entschädigte für alles.
Nachdem der majestätische Airbus seine Runden gedreht hatte, ging ein sehr ungleiches Duo in die Luft. Ein F 104, besser bekannt als „Starfighter“, teilte sich den Himmel mit einer Messerschmitt, dem ersten Flugzeug mit Strahltriebwerk der Welt. Was der fast tragflächenlose F 104 in der Luft an Kapriolen vollführte, welche engen Kehren er flog und wie langsam er fast im Gleitflug an den Zuschauern vorbeischwebte, sorgte für Staunen. Die „krawallige“ Messerschmitt passte da hervorragend dazu: zwei Legenden, perfekt gestylt und mit so viel Liebe zum Detail nachempfunden.
Um Detailgenauigkeit geht es den Hobby-Modellfliegern natürlich. Um ihr Steckenpferd reiten zu können, hatte das JetPower-Team die zwei geräumigen Zelte aufgebaut. Dort erhielten die Freizeitpiloten wirklich alles, was zu ihrem Hobby gehört. Da es Modelle in allen verschiedenen Maßstäben gibt, müssen auch die Ersatzteile alle Größen aufweisen.
Bei den Ausstellern aus aller Welt häuften sich die kleinen Düsen, Benzinleitungen, und, und, und.
Einen Messetisch weiter gab es starke Triebwerke, die auch die Modelle elegant durch die Lüfte gleiten lassen, die ein paar Meter Spannbreite haben.
Und wer nicht selbst Hand anlegen wollte, der konnte an den meisten Ständen fertige Maschinen kaufen. Diese Sonderangebote zur Messe wurden gern genutzt, wie so mancher stolze Besitzer bewies, der sein neues Prunkstück nach Hause trug.
Nach vielen Informationen, Fachsimpeln, Preisvergleich und Ansehen neuer Modelle musste natürlich irgendwann mal ausgespannt werden: Dazu setzten sich die Profis, die ihre eigenen Stühle mitgebracht hatten, an die Start- und Landebahn oder stärkten sich an den gewohnt deftigen und gemütlichen Ständen.
Zwei Legenden gingen zusammen an den Start. Der Starfighter F 104 und die Messerschmitt haben Fluggeschichte geschrieben.
