Jahreshauptversammlung der Ahrweiler Karnevalsgesellschaft
Alle Wahlen einstimmig
Harmonisches Treffen im Sternchen, nur die Prunksitzung bereitet Probleme
Ahrweiler. Wenn die Ahrweiler Karnevalsgesellschaft zur Mitgliederversammlung einlädt, dann geht es lustig und harmonisch zu. So auch am vergangenen Dienstagabend im Sternchen. Vorsitzender Udo Willerscheid begrüßte gut 40 Mitglieder im Saal, unter ihnen auch erfreulich viele junge Karnevalsfreunde. Der knapp 400 Mitglieder zählende Verein präsentierte sich sehr geschlossen, was sich in der turnusmäßigen Neuwahl des halben Vorstands widerspiegelte. Ausschließlich einstimmig wurden die Verantwortlichen der AKG in ihren Ämtern bestätigt: der stellvertretende Vorsitzende Udo Groß, der stellvertretende Kassierer Kambiz Bardjasteh, die stellvertretende Geschäftsführerin Petra Zimmermann, der stellvertretende Sitzungspräsident Udo Willerscheid, Beisitzer Sebastian Jonas und Pressesprecher Dieter Zimmermann. Für den verstorbenen Alexander Klein rückte als 2. Beisitzerin Carolin Groß nach. Bereits vor einem Jahr hatte es bei der anderen Vorstandshälfte nur einstimmige Ergebnisse gegeben: Vorsitzender Udo Willerscheid, Kassiererin Annette Willerscheid, Geschäftsführerin Dagmar Platz, Sitzungspräsident Udo Groß, Schriftführerin Alexandra Bardjasteh, Chronistin Jaqueline Jonas und Zeugwart Gerd Gey.
Einen positiven Jahresbericht gab Chronistin Jaqueline Jonas und ließ noch einmal die vielen Aktivitäten der AKG Revue passieren. Doch auch schon in der vergangenen Session hatte es proppevolle Veranstaltungen, aber auch solche mit einem Minus in der Kasse gegeben. Die Literatin erzählte von vielen Sitzungen des Vorstands und dankte für die ehrenamtliche Arbeit. Wie die Schützen und andere Vereine haben sich die Karnevalisten in den Dienst des Brauchtums gestellt und dafür viel Freizeit geopfert. Benefizkonzert, Beteiligung am Weinfest, Rita Lauters Proklamation als Prinzessin der AKG, Neujahrsempfang, Herren-, Frauen-, Senioren- und Kindersitzung, die große Prunksitzung, ausgelassenes Möhnetreiben und als Höhepunkt der Rosenmontag waren nur einige der meist gut besuchten AKG-Termine. „AKG, ich bin stolz auf Euch. Macht weiter so“, endete der Bericht der Chronistin. Sie lobte noch ausdrücklich Prinzessin Rita für die tolle Session. Das gab den größten Applaus des Abends.
Kassiererin Annette Willerscheid berichtete von finanziellen Höhen und Tiefen in der Session. Während die Männersitzung ein vierstelliges Plus eingespielt hatte, musste die AKG bei der Prunksitzung mehr als 1.000 Euro zuschießen. „Weniger Besucher, das ist leider bei vielen Veranstaltungen ein trauriger Trend. Es ist generell schwierig, die Säle zu füllen“, meinte Annette Willerscheid. Positiv erwähnte die Kassiererin, dass die Gesellschaft nun über eine Halle mit Carport verfüge und der neue Festwagen der AKG auch in Zukunft zur Verfügung stehen werde.
Das Problem der Sitzungen sprach auch der Vorsitzende in einem eindringlichen Appell an. „Wir können nicht auf die Prunksitzung verzichten. Das ist der Höhepunkt der Session für das Prinzenpaar und natürlich ein Aushängeschild für unsere Gesellschaft. Deshalb müssen wir all unsere Freunde und Bekannten, Familienmitglieder und Nachbarn motivieren, zur Prunksitzung zu kommen. Hier werden Moderne und Tradition miteinander verbunden. Wir haben auch die Verantwortung Ahrweiler gegenüber, diese wichtige Veranstaltung durchzuführen. Wir wollen – und müssen – das heimische Brauchtum erhalten. Bitte helft alle mit, dass wir bald wieder eine volle Halle bei der Prunksitzung haben.“ Einige Denkmodelle habe der Vorstand schon gedanklich durchgespielt. So werde man 2017 diese Sitzung auf den Sonntagmorgen legen, dann sei es eher möglich, kölsche Spitzenkräfte zu bezahlbaren Preisen zu bekommen. Mit denen wolle die AKG die Sitzung beginnen, dass sie dann zu anderen Veranstaltungen fahren könnten. Der frühe Nachmittag solle dann mit den einheimischen Akteuren weiter laufen. Denkbar sei auch eine Kombikarte, ansonsten sei man für alle Vorschläge offen. „Auf dieser traditionellen Sitzung baut alles auf. Es ist schon traurig, dass wir da immer weniger Besucher haben. Aber mit vereinten Kräften kriegen wir das schon wieder hin“, schaute Vorsitzender Udo Willerscheid dennoch optimistisch in die Zukunft.
