Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bittet um Mithilfe
Ausbreitung der Asiatischen Hornisse – Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), eine invasive Hornissen-Art aus Südostasien, breitet sich derzeit in Deutschland und auch im Kreis Ahrweiler aus. Die Hornissenart stellt eine große Herausforderung für die Menschen und die Biodiversität in der Region dar. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger daher um Achtsamkeit und aktive Mithilfe bei der Früherkennung.
Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse besonders dann gefährlich, wenn man sich versehentlich einem Primärnest nähert. Diese Primärnester werden im Frühjahr und Frühsommer angelegt und befinden sich gewöhnlich in Fuß- bis Hüfthöhe in Sträuchern und Hecken oder im hohen Gras, sowie gelegentlich auch unter Carports, in Jagdkanzeln oder sogar in Kinderspielzeug. Sie sind häufig nur etwa faustgroß. Die größeren Sekundärnester sind dagegen eher in Baumkronen zu finden.
Das Verhalten der Asiatischen Hornisse rund um das Nest ist hoch risikoreich. Fühlen sich die Hornissen gestört, weil sich Menschen den Nestern – häufig unbemerkt – nähern, schwärmen sie aus und können insbesondere auch Kindern und älteren Menschen sowie Allergikern durch Massenangriffe mit zahlreichen Stiche gefährlich werden. Zudem bedroht die Asiatische Hornisse die Artenvielfalt, weil sie heimische Honigbienen und andere Insekten jagt und somit auch Obst- und Weinbau, Landwirtschaft sowie Imkerei gefährdet.
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die einheimische, Europäische Hornisse. Zu unterscheiden ist sie vor allem durch einen gelb-orangenen Streifen am Hinterleib sowie gelbe Beine. Während die Asiatische Hornisse grundsätzlich eher dunkel gefärbt ist, erscheint die europäische Variante heller mit einem hellgelben Hinterleib und schwarzen Beinen.
Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bittet Bürgerinnen und Bürger, die glauben, eine Asiatische Hornisse oder eines ihrer Nester entdeckt zu haben, niemals selbst einzugreifen oder gar eigenständig zu versuchen, ein Nest zu entfernen. Stattdessen werden sie gebeten, sich umgehend per E-Mail an sichtungen@hornissenwacht.de zu wenden. Ansässige Wespen- und Hornissenberater aus der Kreisstadt werden sich dann mit der Melderin oder dem Melder in Verbindung setzen, um das weitere Vorgehen fachgerecht abzustimmen.
Gemeinsam gegen die Ausbreitung
Die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger ist entscheidend, um die weitere Ausbreitung einzudämmen und Schäden für Mensch, Natur und Wirtschaft zu begrenzen. Dabei ist auch die Information von Nachbarinnen und Nachbarn, Freunden und Bekannten über die Risiken und das richtige Verhalten wichtig. Die Stadtverwaltung dankt den Bürgerinnen und Bürgern für ihren Beitrag zur Sicherheit und zur lokalen Artenvielfalt.
