Allgemeine Berichte | 04.02.2014

Adenbachhut in Ahrweiler feiert zu Ehren der heiligen Muttergottes

Auszeichnung mit Innovationspreis

Zu Ehren der Schutzheiligen, der heiligen Muttergottes Maria, wird das Patronatsfest seit jeher mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius eröffnet. FIX

Ahrweiler. Ob sie nun die ersten oder die letzten sind, darüber wird gerne diskutiert. Fest steht nur, dass die Adenbachhut die erste im neuen Jahr aber die letzte im Reigen der Ahrweiler Hutenfeste ist. Zu Ehren der Schutzheiligen, der heiligen Muttergottes Maria, wird das Patronatsfest seit jeher mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius eröffnet. So auch in diesem Jahr. Anschließend konnte Hutenmeister Bernd Koll im Hotel „Zum Stern“ zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Vergangenes und Zukünftiges war Bestandteil vieler Reden, wirklich brisante Themen kamen indes nicht zur Sprache.

Bürger bürgen mit ihrem Geld

Bernd Koll erinnerte in seinen Begrüßungsworten an die Zeit des Bürgergeldes, als jeder Neubürger 10 Gulden zu bezahlen hatte. In seinen Worten berichtete er über das „Bürger sein“ und das „Bürger werden“ in Ahrweiler. Wer Ahrweiler Bürger sein wollte, der musste auch immer mit der Zahlung von Bürgergeld rechnen. Und heute? „Heute wird man kostenlos Ahrweiler Bürger und wir sind froh über jeden neuen Mitbürger“, witzelte Koll. Chronist Karl Heinen blickte indes auf das verflossene letzte Jahr mit seinen kleinen und großen Geschehnissen – vom Maibaumaufstellen über die traditionelle Seniorenfahrt bis hin zur Krönung des „Addemechshöde Mädche“ Carina Mombauer zur neuen Burgundia.

Apropos Burgundia

Mit dem letztjährigen Fackelbild hatten die Junggesellen aus der Adenbachhut „ihrer“ Burgundia Carina Mombauer gratuliert. „Wenn ich daran denke, bekomme ich heute noch eine Gänsehaut“, schwelgte die Weinmajestät in ihren schönsten Erinnerungen. Als echtes „Addemechshöde Mädche“ setzt sie die aktuelle Tradition der „Königshut“ fort. Vor ihr erlangten bereits drei huteneigene Junggesellen-Schützenkönige die Königswürde.

Die Zeit wandelt alles

Dass sich in der Gesellschaft die Zeiten ändern, zog sich als Thema durch viele Reden. So musste Kaplan Andreas Kern feststellen, dass die Zahl der Kommunionkinder und Firmbewerber weiter zurückgegangen sei und prognostizierte, dass die Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler in nicht allzu langer Zeit mit zwei statt bisher drei Priestern auskommen müsse. Zum Valentinstag soll es in der Kreisstadt ein Angebot moderner Gottesdienste geben, kündigte Kern an. Bürgermeister Guido Orthen richtete sein Augenmerk auf den „Weißen Turm“ und animierte dazu, die positiven Synergieeffekt nach dem Einzug der Malschule Roos zu betrachten. „Dadurch wird der Weiße Turm mehr Besucher sehen“, so das Stadtoberhaupt. Die Dauerausstellung des Stadtteils Ahrweiler soll ebenso erhalten bleiben wie die Möglichkeit zur standesamtlichen Hochzeit. Das Bund-Länder-Programm „historischen Stadtbereiche“ bietet viele Möglichkeiten, Bürgermeister Guido Orthen zeigte weitere Beispiele auf, die nach Möglichkeit Schule machen sollten. So regte er an, nebeneinander liegende Ladenlokale, denen Leerstand drohe, zu verbinden, um so attraktive Einzelhandelsflächen zu schaffen. Ebenso kündigte er eine intensivere Zusammenarbeit der lokalen Kulturveranstalter unter einer Dachmarke an. Anklang fand auch die von Dechant Jörg Meyrer vorgebrachte Idee eines offenen Bücherschrankes.

Zwei Überraschungen

Horst Gies – letztmalig in der Funktion des Ortsvorstehers - lobte das Engagement der Oberhut in Sachen Sanierung der Deo-Kapelle, hob den maroden Zustand der Alten Kapelle auf dem Ahrtor-Friedhof hervor und sprach sich für einen adäquaten Fußgängerüberweg nach Beendigung der Arbeiten am Verkehrskreisel am Niedertor aus, womit nicht vor Mitte Februar zu rechnen sei. Dr. Wilbert Herschbach vom Heimatverein Alt-Ahrweiler berichtete, dass das Bunkermuseum im vergangenen Jahr von rund 79.000 Menschen besucht wurde. Er freut sich derweil auf den 500.000 Besucher der Dokumentationsstätte Regierungsbunker noch in diesem Jahr. Herschbach hatte für die Hut auch zwei Überraschungen in der Tasche. Die Beschriftung des neuen Marienplatzes am Adenbachtor fördert der Verein mit 500 und die Seniorenarbeit der Hut mit 600 Euro. Bevor Burgundia Carina Mombauer, die Vertreter der Ahrweiler Schützengesellschaften und der Karnevalisten die Arbeit der Hut in ihren Grußworten lobend erwähnten, überreichte Landrat Jürgen Pföhler den Innovationspreis 2013 des Kreises an die Hutengemeinschaft, die wie alle vier Ahrweiler Huten, für ihre vorbildliche Seniorenarbeit ausgezeichnet wurde.

Auszeichnung mit Innovationspreis

Landrat Pföhler zeichnet die Hutengemeinschaft mit dem Innovationspreis 2013 des Kreises aus. Foto: RERE

Zu Ehren der Schutzheiligen, der heiligen Muttergottes Maria, wird das Patronatsfest seit jeher mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius eröffnet. Foto: FIX

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