Haribo-Baustelle Ringen: SPD-Vorsitzender Udo Klein überreichte roten Bauhelm
Bauamtsleiter Friedhelm Moog stellte das Großprojekt vor
„Mit diesen Erdmassen hätten die alten Ägypter früher Pyramiden gebaut“
Ringen. „Mit den Erdmassen, die hier bewegt werden, hätte man früher Pyramiden gebaut“, schmunzelte der Grafschafter Bauamtsleiter Friedhelm Moog. Er stellte die rheinland-pfälzischen Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) die derzeit laufenden Bodenvorbereitungsarbeiten für den Bau des neuen Haribo-Werkes im Innovationspark Rheinland vor. Stolze 630.000 Kubikmeter Erdmasse seien dort seit 11. August bewegt und abtransportiert worden, damit sei die Terrassierung schon zu 90 Prozent abgeschlossen. „Wir sind dreieinhalb Monate vor dem Zeitplan, Ende November dürften die Erdarbeiten erledigt sein“, berichtete Moog nicht ohne Stolz. Etwa 130 Menschen seien täglich auf der Baustelle aktiv, um mit über 100 Fahrzeugen die Terrassierung des knapp 30 Hektar großen Geländes voranzutreiben. „So ein Projekt darf man in einer Gemeinde wie der Grafschaft nur einmal im Leben betreuen“, freute er sich über die Herausforderung.
Wichtig für das ganze Land
Lewentz war auf Einladung der Grafschafter SPD an die Baustelle bekommen, um sich über den Fortschritt der „für das ganze Land Rheinland-Pfalz wichtigen Ansiedlung“ zu informieren. Vom Ortsvereinsvorsitzenden Udo Klein erhielt er zur Erinnerung einen roten Bauhelm mit SPD-Logo, der einen Platz im Ministerbüro erhalten soll. Schließlich habe Lewentz einen nicht unerheblichen Anteil an der erfolgreichen Ansiedlungsgeschichte, denn er habe viele wichtige Gespräche mit dem einstigen Firmenpatriarchen Hans Riegel geführt.
Haribo am "richtigen Standort"
„Haribo hat sich jedenfalls den richtigen Standort ausgesucht, und dazu haben viele Menschen in ihrer jeweiligen Funktion einiges beigetragen“, so Klein. Der direkte Draht nach Mainz sei jedenfalls sehr wichtig gewesen, denn so hat man jede Menge Probleme auf dem „kurzen Dienstweg“ zu allseitigen Zufriedenheit lösen können. Lewentz selbst gab zu, ihm habe lange der Glaube an den Haribo-Coup gefehlt – „aber die Gemeinde Grafschaft hat die Sache mit Vehemenz realisiert. Das ist alles -, nur keine Selbstverständlichkeit..“
Autobahnanschluss an die A 61
Er werde sich deshalb auch gerne bei Bundesverkehrsminister Dobrindt dafür einsetzen, dass der zusätzliche Autobahnanschluss an die A 61 verwirklicht werden könne, obwohl er eigentlich den Richtlinien wegen des zu kurzen Abstands zu den Nachbar-Ausfahrten nicht entsprechen. Der Landesbetrieb Mobilität sei bereits von ihm angewiesen worden, entsprechende Pläne auszuarbeiten. Er freut sich aber auch, dass er erst jüngst, am Rande eines anderen Termines erfahren habe, dass der Haribo-Konzern sehr zufrieden sei mit dem Miteinander in der Gemeinde Grafschaft, „das läuft so, wie es sein soll.“
Gute Zusammenarbeit
Bürgermeister Achim Juchem ist zwar Christdemokrat, kam dennoch gern zum Minister-Termin, denn man habe in der Vergangenheit immer hervorragend zusammengearbeitet. Gemeinsam sei es gelungen, Vertrauen zu schaffen und Zuverlässigkeit zu dokumentieren. Die harten Fakten hätten in der Gemeinde Grafschaft ohnehin immer gestimmt, doch letztlich hätten auch die weichen Faktoren den Ausschlag für den Zuschlag gegeben. „Ich bin froh, dass ich hieran ein wenig mitarbeiten durfte“, sagte Minister Lewentz, der insbesondere über die Logistik und Organisation der Erdarbeiten staunte. Genau wie die Landtagsabgeordneten Peter Elstner und Marcel Hürter sowie SPD-Kreisgeschäftsführer Jörn Kampmann und die Beigeordnete Martina Münch.
