Kirmeswochenende in Heimersheim mit Musik, Tanz und Tradition
Bläck Fööss bringen Menge zum Toben
Heimersheim. Die Junggesellen haben es geschafft, die „Bläck Fööss“ in das beschauliche Weindorf Heimersheim zu holen – mal wieder, nachdem die „Fööss“ beim Jubiläumsfest der Junggesellen vor zwei Jahren einen famosen Auftritt hinlegten. Gefüllt bis zum letzten Stehplatz war die Landskroner Festhalle somit auch wieder am Freitagabend zum Auftakt der Heimersheimer Dorfkirmes, als die Kölner Kultformation die Bühne enterte.
Stimmung durch "Jeckediz"
Wie man die Besucher perfekt auf ein solches Stimmungsfeuerwerk einstimmen kann, dafür braucht man in Heimersheim nur eins: "Jeckediz". Das Duo: Andreas Hoss und Dirk Schoenmackers sorgte mit seinem eigenen Stimmungshits und gelungenen Adaptionen kölscher Musikcombos für die perfekte Einstimmung. Rund 700 begeisterte Gäste schwangen schließlich das Tanzbein, sangen lautstark mit und schunkelten Arm in Arm zu neuen und alten Stimmungskrachern der Bläck Fööss.
Klassiker brachten den Saal zum Kochen
Die illustren Geschichten vom „Bickendorfer Büdchen“, dem Wasser von „Kölle“ oder dem „Schützenfess“ begeistern Jung und Alt immer wieder aufs Neue. Sehr textsicher erwiesen sich einige Damen in der ersten Reihe, die Erry Stoklosa und seinen Bandkollegen eine gelegentliche Gesangspause verschafften. Besonders bei den Klassikern begann die Stimmung im festlich geschmückten Saal regelrecht zu kochen. Und die Bläck Fööss wären nicht die Bläck Fööss, hätten sie nicht noch eine ausgiebige Zugabe vorbereitet: Schließlich waren es drei an der Zahl, bevor mit „Bye Bye My Love“ zum letzten Kollektivgesang aufgerufen wurde.
Tradition und bayerische Spezialitäten
Es war ein gelungener Auftakt eines Feiermarathons, der mit dem traditionellen Fahnenschwenken auf dem Marktplatz, dem Festgottesdienst am Sonntag samt Totenehrung und dem Trinkzug der Junggesellen seine Fortsetzung finden sollte. Das sind Traditionen, die die Heimersheimer ungern begraben wollen. So gehört auch DJ Axel Schieding schon zum festen Inventar, der am Samstagabend der Herr über die Turntables war. Am Sonntag wurde es dann zunächst urgemütlich, als die Blaskapelle aus Niederheckenbach zum Frühschoppen traditionelles Liedgut zu Gehör brachte. Am Nachmittag starteten die Junggesellen zu ihrem Trinkzug durch den Ort und eskortierten sämtliche örtliche Tollitäten zur Festhalle. Zur besten Feierzeit trat noch einmal „DJ Axel“ dann aber mit einem Vinyl-Special auf. Am ganzen Wochenende bot die Metzgerei Effert echt bayerische Spezialitäten vom Leberkäse über den Krautsalat bis hin zum Würstl an. Die Fahrgeschäfte auf dem Parkplatz entfielen dieses Jahr. Stattdessen zeichneten kleine Buden ein eher mageres Bild einer Kirmes, die Jahre zuvor durch Autoscooter, Schmertterlingsbahn und anderen Fahrgeschäften immer wieder unter den Dorfkirmesveranstaltungen der Region hervorstach. Zum Abschluss der Vier-Tages-Kirmes lud der Junggesellenverein zum Endpunkt der Feierlichkeiten am Montag ein, bevor das bunte Treiben am Abend mit der obligatorischen Verbrennung des Kirmesmannes sein Ende fand und die Showband "Come on" zuvor das Feierabendbier mit Stimmungskrachern garnierte. Nicht nur aufgrund des großen Erfolges des Bläck-Fööss-Konzerts kann der JGV mit seinem Vorsitzenden Tim Ihmann mit dem Verlauf der Kirmes Wiesn mehr als zufrieden sein. Die Besucherzahlen verdeutlichen einmal mehr, welch besonderen Stellenwert der Junggesellenverein in der Ortsgemeinschaft besitzt.
... brachten die Menge zum Feiern! Fotos: RERE
