Menino feierte 20. Jubiläum beim Weinkulturfestival
Brasilianische Rhythmen in den Weinbergen
Marienthal. Zum vierten Mal hatten drei Marienthaler Weingüter das Festival auf die Beine gestellt. Für die Band Menino war es ein besonderer Anlass: Mit ihren Fans, viele seit der ersten Stunde, feierten sie mit einem großen Jubiläumskonzert ihr 20-jähriges Bestehen.
Ein Abend voller Stimmung und Tanz wurde es aber erst, als mit 45-minütiger Verspätung die ersten Lieder der bekannten Band unter der Leitung von Stephan Maria Glöckner und Winni Schuld erklangen. Die Fans nahmen das lange Einstimmen und Hadern mit der Technik gelassen.
Die Formation um Frontmann Glöckner brauchte sich um den Support durch ihre Fans keine Sorgen zu machen. Es war kurz vor 22 Uhr, als die Band in voller Besetzung die ersten Töne anstimmte, und schon stand ein Gros eingefleischter Fans vor der Bühne und gab sich den elektrisierenden Rhythmen von Menino hin.
Junge und Jung-Gebliebene tummelten sich in dem großen Open-Air-Areal zwischen Wald und Weinbergen, doch nur die wenigsten hielt es an diesem lauen Sommerabend auf den Strohballen. Zu eingängig, zu animierend waren die Rhythmen bei „Lual“, „Sai“ und den anderen Hits von Menino. Hatten die Besucher beim Auftritt der Vorband „Lampenschirm“ aus der Grafschaft noch aufmerksam mitgesummt bei Hits wie „Radioactive“ von den Imagine Dragons und den deutschsprachigen Eigenkompositionen, war bei Menino ausgelassenes Feiern angesagt. Die Band nahm ihre Fans mit auf eine Reise an die brasilianische „Copa Cabana“, gab sich ganz „Innocent“ und beendete den Abend erst, als es schon Nacht war, mit einer dreifachen Zugabe.
Neben Stephan Glöckner und Winfried Schuld stand Gitarrenvirtuose Lulo Reinhard beim einzigen Konzert des Jahres in dieser großen Zusammensetzung, dazu gesellten sich Mika Schak am Bass, Christopher Kissel (Percussion), Uli Krämer an den Drums und Sergio Teran aus Chile am Saxophon. Viele Gäste hielt es nicht auf dem Stroh, sie strebten zur Tanzfläche vor der Bühne und gaben sich der Musik hin.
Auf der großen Wiese richteten sich die Musikfreunde auf Strohballen und an Stehtischen mit einer Flasche oder einem Glas Wein der drei organisierenden Weingüter gemütlich ein.
Die an starken Drähten über dem gesamten Tal hängenden weißen Tücher fielen derweil ins Auge: Sie zeigten zu späterer Stunde per Laser Muster und Figuren, grün-blaue Kelche, Girlanden und Friedenstauben, während so mancher wie ein Derwisch vor der Bühne umherwirbelte.
Die Gruppe Menino setzt ihr Projekt zugunsten von benachteiligten Straßenkindern in Brasilien fort. Am gesamten Wochenende informierte man über das Projekt und warb auch auf der Konzertwiese um Patenschaften.
Beim Jubiläumskonzert begeisterte die Band einmal mehr ihr Publikum.
