„Das tägliche private Erdbeben“
Anwohner von Oeverich und Niederich wehren sich gegen Belastungen durch verstärkten LKW-Verkehr
Oeverich. Im Oktober wurden dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Udo Klein eine Petition von Bürgern aus Oeverich überreicht, die sich besorgt über den extrem angestiegenen LKW-Verkehr in den engen Ortsdurchfahrten von Oeverich und Niederich zeigten.
Über 20 Bürger haben die Liste unterschrieben. Sie bemängeln vor allem, dass die Großtransporte von und zur Tongrube in Leimersdorf mit zu hoher Geschwindigkeit durch die Ortschaften führen und der LKW-Verkehr von morgens 5.00 Uhr bis in die späten Abendstunden hinein eine extreme Belastung der Anwohner Landskronerstraße/Bellerstraße darstelle.
Besonders schlimm seien hierbei neben der hohen Geschwindigkeit die Erschütterungen, die von den Schwertransportern verursacht und in den Häusern spürbar registriert würden. „Das tägliche private Erdbeben“, so ein Anlieger.
Nach Rücksprache mit der Verwaltung wurde nun zunächst veranlasst, dass in der Ortsdurchfahrt eine Geschwindigkeits-Messanlage installiert wurde. Diese wird nun 14 Tage die Geschwindigkeit der Fahrzeuge in Richtung Ringen und anschließend 14 Tage in Richtung Leimersdorf aufzeichnen. Die Ergebnisse werden dann ausgewertet. Parallel ist von der Verwaltung ein Prüfantrag an das zuständige Landesamt gestellt worden, ob für den betroffenen Bereich die Einrichtung einer Tempo-30-Zone möglich werde. Dies würde die Verwaltung ausdrücklich befürworten.
„Wir nehmen die Sorgen der Anlieger sehr ernst und werden die Bürgerinitiative über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten. Gerade durch den vermehrten Abtransport großer Erdmengen aus der Tongrube ist die Belastung in den vergangenen Monaten extrem angestiegen. Diese Erdmengen sollten die Betreiber besser zum Verfüllen der Grube verwenden. Dann ist auch kein Platz mehr für Müll“, so die Grafschafter Sozialdemokraten.
Pressemitteilung
SPD Grafschaft
