Bad Neuenahrer Sportteufelchen gingen beim Bonn-Marathon an den Start
Debütanten und Bestzeiten auf der Halbmarathon-Strecke
Bad Neuenahr/Bonn. „Am Schönsten war es, mit meiner Mitläuferin Hand in Hand nach 21 Kilometern durchs Ziel zu laufen“, freute sich Hildegard Gies nach ihrem ersten Halbmarathon. Gleich sechs Debütanten gingen bei strahlend blauem Himmel in Bonn an den Start. „Ihr habt alle eure Hausaufgaben gemacht, es kann also nichts schief gehen“, meinte die Oberteufelin Uschi Oelke zu ihren aufgeregten Schützlingen. „Wahnsinn! Vor einem Jahr war mein Ziel, im August 5,4 Kilometer laufen zu können, heute habe ich schon einen Halbmarathon geschafft! Ein tolles Gefühl!“, meinte Silke Streit freudestrahlend. Auch Dr. Ulla Stüßer hätte es vor einem Jahr nicht für möglich gehalten, einen Halbmarathon so gut zu bewältigen. Da war auch ihr Mann stolz, der sie mit einem Augenzwinkern die weiße Kenianerin nannte. Ariane Thiebes lief in ihrem ersten Halbmarathon schon fantastische 1:45 h. Mit guter Zeit kamen auch Peter Heigl und Birgit Grötsch ins Ziel. „Das war wirklich ein einmaliges Erlebnis, die Musikbands, die Leute an der Straße und das Laufen. Toll!“, meinte sie nach dem Zieleinlauf glücklich.
Bestzeiten
Begeistert und voller Emotionen waren aber auch die anderen sieben Sportteufelchen. Denn es gab auch einige Bestzeiten zu feiern. Jens Peltzer verbesserte seine Zeit im Vergleich zum Vorjahr gleich um mehr als 15 Minuten auf sehr gute 1:36 h. „Ich bin total happy, es lief einfach alles perfekt“, meinte er überglücklich. Auch Renate Harder konnte ihr Bestzeit auf 1:44 h verbessern. „Das hätte ich nicht für möglich gehalten, denn eigentlich war ich nicht so gut drauf. Aber mit Christina und Ariane zusammen ging es super und hat richtig Spaß gemacht. Wir waren ein tolles Team!“ So empfand es auch Christina Willscheid, die mit 1:48 h ihre Bestzeit ebenfalls deutlich verbesserte. „Wir hatten uns in den ersten Startblock gemogelt, so hatten wir Platz und konnten gleich Gas geben. Das machen wir jetzt immer so“, meinte sie gut gelaunt. „Und dem Bergmarathon in Davos sehe ich jetzt auch gelassener entgegen nach dieser Erfahrung. Es ist wichtig, mit dem anderen gut zusammen laufen zu können. Es muss passen“. Bereits zum dritten Mal ging Gerhard Roth in Bonn an den Start. „Die Stimmung war toll, es war alles super organisiert. Ich bin wirklich immer wieder begeistert.“ Auch für Alfred Kriechel war es nicht der erste Start. Er konnte mit einer Zeit von 2:08 h mehr als zufrieden sein. Thomas Dörr hatte es sich nicht zum Ziel gesetzt, Bestzeit zu laufen, sondern seine Vereinskameradin Silke Streit bei ihrem Debüt zu begleiten. „Alleine zu laufen ist besonders beim ersten Mal wirklich schwierig. So konnte ich sie ein wenig motivieren. Mir hat es großen Spaß gemacht und nebenbei war es ein gutes Training für den Sahara Marathon, der nächste Woche ansteht“.
Trainer ging auch an den Start
Trainer Udo Oelke ging selbst mit an den Start. „Ich habe einige ganz langsame Vier-Stunden-Läufe gemacht. An der Grundlagenausdauer zu arbeiten ist enorm wichtig. So konnte ich eine Zeit von 2:28 h erreichen. Klasse!“, sagte er hinterher zufrieden. „Das langsame Laufen hat sich auch bei mir positiv bemerkbar gemacht“, berichtete Renate Harder. „Ab Kilometer 17 bekam ich noch mal einen richtigen Schub und konnte mein Tempo deutlich steigern.“ Am Abend traf man sich dann noch zum gemeinsamen Essen und Feiern und steckte dabei schon neue Ziele. Das nächste Großereignis ist jetzt der Swiss Alpine in Davos. Da stehen den Teufelchen noch einige harte Trainingswochen bevor.
