St. Laurentius Junggesellen-Schützengesellschaft lud zu einem lebendigen Festkommers ein
Der Vaterstadt zum Wohle
Ahrweiler. In Ahrweiler ist der Erhalt von Traditionen Teil des alltäglichen Lebens. Für manchen sind sind Glaube, Sitte und Heimat gar Lebensmittelpunkt und so ist es selbstverständlich, dass die zahlreichen Termine und Festivitäten im Jahreskalender lebendig erhalten und begangen werden.
Ein ordentlicher Schuss Humor
Und als besonders lebensfroh gestaltet sich Jahr für Jahr der Festkommers der St. Laurentius Junggesellen-Schützengesellschaft. Zu Ehren der Junggesellen-Schützenmajestät David Kortmann zelebrierten Junggesellen und Ehrengäste mit viel Charme all das, was das gelebte Miteinander in Ahrweiler auszeichnet: Leidenschaftliche Reden, schwungvolle Traditionsmusik und ein ordentlicher Schuss Humor bestimmte in gewohnter Manier den Kommers. Hauptmann Bastian Friedrich eröffnete mit einer kurzen Rede das Fest im Zelt gleich hinter der Ahrweiler Feuerwehrwache, dankte den zahlreichen Vertretern aus Kirche und Politik für ihr zahlreiches Erscheinen und überließ sogleich Kaplan Andreas Kern das Mikrofon. Kern bedankte sich bei den Anwesenden für die herzliche Aufnahme im Kreise der Ahrweiler Bevölkerung und ins Vereinsleben. Mit einer lockeren Rede ließ Bürgermeister Guido Orthen den historischen Trinkzug vor einer Woche Revue passieren und attestierte diesem einen reibungslosen Ablauf. „Es ist nichts Schlimmes passiert“, resümierte der Stadtchef und sorgte somit für Heiterkeit. Orthen bedankte sich für das Engagement der Junggesellen-Schützengesellschaft bezügliches ihrer wichtigen und Traditionen wahrenden Arbeit mit einem frei wählbaren Gastgeschenk: Bier oder Mineralwasser stand zur Auswahl und die Entscheidung der Junggesellen fiel lautstark, wie sollte es anders sein, auf die erstgenannte Option in Form eine 50-Liter-Fasses, welches von der Stadt gestiftet wird. Orthen wie auch die nachfolgenden Gäste beglückwünschten König David Kortmann aufs Herzlichste zum erfolgreichen Königsschuss. Alles andere als humorlos zeigten sich auch die anwesenden Delegationen der einzelnen Ahrweiler Junggesellenvereine. Ganz ohne Abnutzungserscheinungen stimmten sie auch im zehnten Durchgang „Hoch soll er leben“ an und enterten froh gelaunt die Bierbänke. Das „Wir“-Gefühl unterstrich Landrat Dr. Jürgen Pföhler in einem Grußwort. Die verschiedenen Traditionsvereine in Ahrweiler bezeichnet Pföhler treffend als „Mehrgenerationenhaus“ in welchem alle Altersklassen zusammen kommen. Auch Pföhler bedankte sich für den starken Zusammenhalt in der Stadt an der Ahr.
Vertrauensvolles Miteinander
Auch der neue König der St. Sebastianus Bürgerschützen-Gesellschaft, Willi Busch, der zusammen mit dem Verwaltungsrat der Bürgerschützen den Kommers besuchte, bedankte sich in seiner Rede für die harmonischen Beziehung zwischen der Schützengesellschaft und den Junggesellen-Schützen. Busch unterstrich besonders das vertrauensvolle Miteinander der zwei Gesellschaften. Als Vertreter der Nachwuchs-Riege der Schützen, der Aloisius-Jugend, wurde ebenfalls König Maximilian Münch auf die Festzelt-Bühne gebeten. Münch gab in seiner Rede einen Einblick in die turbulente Gefühlswelt kurz vor dem Königsschuss und die spannende und abwechslungsreiche Zeit danach und konnte sich somit bestens in die Lage von König David Kortmann hineinversetzen. Benedikt Queckenberg, König der Lantershofener Junggesellen-Schützen, lobte ebenfalls die harmonischen Beziehung der beiden Orte Lantershofen und Ahrweiler. Beide verbinde gleichsam die gelebte Liebe zur Tradition; somit gehöre der erneute Besuch des Kommers in Ahrweiler zum Pflichtprogramm.
Eine unvergessliche Zeit
Gleich drei Weinmajestäten machten David Kortmann die Aufwartung: Burgundia Theresa Friedrich, die Walporzheimer Weinkönigin Laura Witthaus und natürlich Ahrweinkönigin Michelle Skruth. Skruth unterstrich die Gemeinsamkeiten zwischen dem Amt der Ahrweinkönigin und dem des Junggesellen-Schützenkönigs. Beides verspricht eine unvergessliche Zeit mit vielen interessanten Eindrücken und abwechslungsreichen Festivitäten zu werden. „Ich kann es immer noch nicht fassen“, sagte schließlich David Kortmann in seiner Rede, welche den Höhepunkt des Kommers darstellte. Kortmann dankte seinen Freunden aus der Junggesellen-Schützgesellschaft, allen weiteren Unterstützern und erntete tosenden Applaus und Jubelrufe, als er den Weinkelch erhob um mit den Anwesenden auf das Wohl der Vaterstadt Ahrweiler anzustoßen. Als musikalische Krönung gab der Junggesellen-Tambourcorps noch ein Abschlussständchen mit eigens kreierten „David-Kortmann“-T-Shirts. Weiterhin galt der Dank natürlich der flotten und herzlichen Bewirtung der Brötchesmädche, welche wieder alles gaben, um die Kommers-Gäste zufrieden zustimmen. Natürlich gab es etwas handfestes: Um Punkt 13 Uhr wurde nach einem Tischgebet und einem Moment des Innehaltens das Mittagessen serviert, welches angesichts der weiteren Tagesplanung eine wilkommene Grundlage darstellte.
Ehrung der Jubilare
Ein besonders wichtiger Teil des Kommers war wie in jedem Jahr die Ehrung der Jubilare, welche zwischen den verschiedenen Grußworten der Gäste vorgenommen worden. Hauptmann Bastian Friedrich und König David Kortmann ehrten die Anwesenden dabei feierlich mit der entsprechenden Ehrenplakette.
Diamantenes Jubiläum
Besonders im Mittelpunkt der Ehrungen stand als einziger Diamantjubilar Michael Geschier. Geschier bekleidete im Geschäftsjahr 1955/1965 den Rang des Zugführers der Unterstadt, also der Adenbachhut und Niederhut.
Goldenes Jubiläum
15 Goldjubilare aus den Jahren 1955/1965 konnten im Festzelt hinter der Feuerwehr begrüßt werden. Während der Zeremonie wurde besonders dem im Jahre 2009 verstorbenen Ex-König Peter-Josef Monreal gedacht. Die Goldjubilare sind: Jürgen Kokerols, Walter Mies, Bert Flohe, Josef Ulrich, Theo Lingen, Paul Bünnagel, Hans-Josef Kreuer, H.-Peter Breidenbach, Karl-August Groß, Rudi Dauben, Paul Monreal, Franz-Josef Coels, Albert Knieps, Hans-Ewald Flohe und Franz Graf.
Silbernes Jubiläum
Aus dem Geschäftsjahr 1990/1991 waren zur feierlichen Ehrung 25 Jubilare anwesend: Heinz-Kelter, Horst Jakobs, Jürgen Schumacher, Marc Adeneuer, Udo Groß, Heinz-Peter Hoppe, Uwe-Schüller, Uwe Müller, Herms Wittkopf, Volker Siefke, Michael Seeliger, Reinhold Kurth, Jürgen Schmitz, Dominik Klein, Gerd Gey, Dirk Böhm, Miguel Maestro, Heinz-Peter Bier, Udo Eudenbach, Peter Terporten, Peter-Josef Geller, Gerd Reuter, Rolf Groß, Uwe Beu und Stefan Kurth. ROB
