Politik | 28.08.2015

Drogenbeauftragte der Bundesregierung besucht AHG Klinik Tönisstein

Doping im Job: Leistung um jeden Preis?

Von links: Klaus Terharn, Oliver Erven, Oliver Kreh, Mechthild Heil, Dr. Volker Weissinger, Marlene Mortler, Dr. Kirsten Reinhard und Dr. Hubert Buschmann. Vollrath Presse/Hans-Jürgen Vollrath

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, besuchte heute die AHG Klinik Tönisstein. Im Zentrum standen die aktuellen Themen ‚Doping im Beruf‘ und Lifestyledrogen. Aktuellen Studien zufolge ist der Anteil der Berufstätigen, die zur Leistungssteigerung im Beruf Medikamente einnehmen, deutlich angestiegen.

„Stress und Leistungsdruck lassen immer mehr Beschäftigte zu Pillen greifen. Die Gesundheitsrisiken reichen bis zur Abhängigkeit.

Hier brauchen wir wirksame Konzepte zur Prävention und Therapie“, erläuterte Marlene Mortler den Grund ihres Besuchs. Suchterkrankungen seien längst nicht mehr nur der Griff zu Alkohol, sondern betreffe mittlerweile auch Menschen, die erfolgreich im Beruf stünden, so Mortler weiter.

Mit ihrer einzigartigen, ganzheitlichen Kurzeittherapie bei Suchterkrankungen spricht die AHG Klinik Tönisstein insbesondere berufstätige Erkrankte an. Der Fokus liegt dabei auf dem Erhalt der vorhandenen Ressourcen und der Vorbereitung auf die Rückkehr in das gewohnte Umfeld. So sind etwa Angehörigenseminare zu den Auswirkungen von Suchterkrankungen auf Familie und Beziehung Bestandteil der Therapie. Berufsbezogene Maßnahmen thematisieren die Zusammenhänge von Arbeitsleben und Sucht, trainieren die Stressbewältigung und bereiten auf den Arbeitsalltag vor.

„Als Dienstleister in der medizinischen Rehabilitation ist uns der enge Kontakt mit der Lebenswirklichkeit der Patienten wichtig. Nur so können wir aktuellen Krankheitsbildern mit effizienten Therapien begegnen. Die Zunahme von Doping im Beruf zur Stressbewältigung und Leistungssteigerung ist Ausdruck der sich ständig wandelnden Erscheinungsformen von Suchterkrankungen. Daher arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung unserer Behandlungsmethoden und bieten gerade für diese Patientengruppe ein einzigartiges Therapiekonzept an“, erläuterte Dr. med. Hubert Buschmann, Chefarzt der AHG Klinik Tönisstein. Dazu stehe die Klinik im Dialog mit Betroffenen sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Einrichtungen der Selbsthilfe, Kostenträgern und Kooperationspartnern, so Buschmann weiter.

Neben dem Rundgang durch die Klinikräume stand die Diskussion aktueller Entwicklungen bei Suchterkrankungen auf dem Programm. Weitere Teilnehmer des Arbeitsbesuches waren Dr. Kirsten Reinhard, Bundesministerium für Gesundheit, Mechtild Heil, Mitglied des Bundestags und Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Dr. Volker Weissinger, Geschäftsführer des Fachverbands Sucht e.V., Bonn, Klaus Terharn, Verwaltungsdirektor, Oliver Erven, Oberarzt und Oliver Kreh, Leitender Psychologe der AHG Klinik Tönisstein.

Pressemitteilung

der AHG Klinik Tönisstein

Von links: Klaus Terharn, Oliver Erven, Oliver Kreh, Mechthild Heil, Dr. Volker Weissinger, Marlene Mortler, Dr. Kirsten Reinhard und Dr. Hubert Buschmann. Foto: Vollrath Presse/Hans-Jürgen Vollrath

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Titel - Alles für die Schule
Stellenanzeige Landschaftsgärtner und Hausmeister, 1.Anzeige "2+1 Aktion"
Nacht der Vulkane
Wir feiern 150 jährigen Geburtstag
150 Jahre Zeitungsgeschichte
Empfohlene Artikel
Bernd Giraths Christof Schmickler, Hubert Rößel und Christoph Scheuer
17

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Unter dem Motto „Handeln statt nur Hände schütteln“ setzt sich die Grüne Stadtratsfraktion Bad Neuenahr-Ahrweiler für eine zügige Sanierung des Feuerwehrhauses in Kirchdaun ein. Nach einem Besuch vor Ort, bei dem den Fraktionsmitgliedern mitgeteilt wurde, dass bestehende Mängel bereits vor längerer Zeit von der Stadtverwaltung erfasst worden seien, hat die Fraktion nun eine offizielle Anfrage an die CDU-geführte Stadtverwaltung gerichtet.

Weiterlesen

2021-07-18 130247
22

Anlässlich des 5. Jahrestages der Flutkatastrophe im Ahrtal fordert der Kreisverband Ahrweiler von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beim Umgang mit überschwemmungsgefährdeten Siedlungen konkrete Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen, um Menschenleben und Infrastruktur dauerhaft besser zu schützen. Der Kreisverband Ahrweiler begrüßt außerdem den aktuellen Vorstoß der Landrät*innen der Landkreise Euskirchen, Ahrweiler und Vulkaneifel für eine Anpassung des Wiederaufbaufonds.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Am Sasmtag 19.September heißt es wieder „Andernach tanzt“
715

„Anzeige“ Andernach. Die Andernacher Tanzparty geht in die vierte Runde. Unter dem Motto „Andernach tanzt“ wird es am Samstag, 19. September 2026 unter anderem wieder zahlreiche „Disco-Foxtrott Runden“ mit Musik der vergangenen 60 Jahre geben. Für beste Partystimmung sorgt der von den HR 1 Dancefloor bekannt Video-DJ Peter Baur mit alten und auch aktuellen Top Hits. Musikvideos auf Großleinwand, die Fotobox sowie eine Cocktailbar sind eingeplant.

Von Thomas Manstein aus Sinzig

Weiterlesen

Der „Hungerfelsen“ bei Kripp. Foto: Rolf Niemeyer
338

Wasserstandsmarkierung ist nur bei extremem Niedrigwasser im Flussbett zu sehen

11.07.: „Hungerfelsen“ bei Kripp ist wieder sichtbar

Kripp. Aufgrund der anhaltenden Dürre sinken die Pegelstände des Rheins momentan. Eine Folge der sinkenden Pegelstände hat BLICK aktuell-Leser Rolf Niemeyer festgehalten: Bei Kripp hat er den „Hungerfelsen“ im Flussbett abgelichtet – also eine Wasserstandsmarkierung, die nur bei extremem Niedrigwasser sichtbar wird und früher deshalb drohende Hungersnöte durch Dürre signalisierte. Rolf Niemeyer schreibt zu seinem Foto:

Weiterlesen