Allgemeine Berichte | 28.10.2025

EIN-Spruch: Zeit - Umstellen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat

Es war wieder soweit: Die Uhrzeit wurde wieder umgestellt. Von der Sommer- in die Winterzeit; jedes Jahr das gleiche Spiel, im Frühjahr und im Herbst und dies seit dem Jahr 1981. Der rechte Sinn erschließt sich immer weniger Menschen, weswegen 2018 EU weit eine Abschaffung dieser Regelung beschlossen wurde, die Mitgliedsländer sich jedoch bis dato nicht einheitlich auf die Sommer- oder Winterzeit einigen konnten. Also geht das Spiel an der Uhr mit dem Vor- und Zurückstellen munter oder mit Verdruss weiter. Gleichwohl bietet dieses zweimal im Jahr stattfindende Ritual eine gute Gelegenheit nochmals innezuhalten und über unser Verhältnis zur Zeitlichkeit unseres Lebens nachzudenken. Keiner von uns kann seine eigene Lebenszeit einfach vor- oder zurückstellen. Wir blicken zurück auf gelebte Zeit und greifen in Gedanken und Plänen aus auf die noch nicht eingetretene Zukunft. Dass dies keineswegs immer in einem Gleichklang steht, veranschaulicht der Umstand, schon im September weihnachtliche Backwaren im Supermarkt kaufen zu können.

Wenngleich dieser Umstand einigen zum Schmunzeln oder zur Verärgerung reicht, offenbart sich doch darin ein nicht unwesentliches Problem: das Rechte-mit-der-Zeit-Gehen . Denn vielen ist das Leben zum Stress geworden, Gehetzt- und Ausgebrannt-Sein sind mittlerweile die Regel und bestimmen den Alttag, der nicht wenige ernsthaft erkranken lässt. In einer berühmten Achtsamkeitsgeschichte wird ein russischer Staretz nach dem Geheimnis seiner Weisheit und Ruhe befragt. Und er antwortet: Wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich stehe, dann stehe ich und wenn ich gehe, dann gehe ich. Darauf antworten die Fragesteller: „Das tun wir auch!“ „Nein!“, antwortet der Staretz. „wenn ihr sitzt, steht ihr schon und in dem Augenblick, wo ihr noch steht, seid ihr schon im Gehen begriffen.“ Achtsam im Augenblick leben, mit allen Sinnen - die Zeit nicht allein mechanisch und funktional verstehen, sondern als Ausdruck dessen, dass sich mein Leben in Wort und Tat darin vernehmbar macht, kann eine heilsame Gegenmaßnahme zum gängigen Zeiterleben sein.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir unseren Umgang mit der Zeit umstellen müssen - und dies nicht ritualisiert zweimal im Jahr.

Über PfarrerDr. Arno-Lutz Henkel

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel, Kooperator im Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler. Seit April 2019 in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler als Seelsorger tätig.

Dies ist ein Beitrag der katholischen Kirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel. Foto:privat

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