Politik | 08.03.2014

Sieben von elf Grafschafter Ortsbezirken sind mittlerweile mit schnellem Internet versorgt

„Echte Vorreiter in Sachen VDSL“

Jetzt wurden Bengen und Nierendorf angeschlossen - Bis zu 50 Mbit/s Bandbreite stehen zur Verfügung

Den Startschuss für schnelles DSL in Bengen gaben (von links) Ortsvorsteher Reiner Kratz, Nikolaus Pantios von bn:t, Bürgermeister Achim Juchem, Büroleiter Dieter Dismon und Fachbereichsleiter Friedhelm Moog von der Gemeinde Grafschaft sowie die Geschäftsführer von bn:t, Günther und Bettina Blatzheim.JOST

Bengen. Die Erfolgsgeschichte in Sachen DSL-Ausbau auf der Grafschaft geht weiter. Jetzt wurden Bengen und Nierendorf an das schnelle Internet angeschlossen. „Somit sind sieben von elf Ortsbezirken in der Gemeinde Grafschaft mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen versorgt“, freute sich Bürgermeister Achim Juchem bei der Inbetriebnahme der Anschlüsse. Kämpften viele andere ländliche Regionen noch um eine schnelle Breitbandversorgung, so schreite der Ausbau in der Gemeinde Grafschaft seit Ende 2009 unaufhaltsam voran, so Juchem. Mit der Inbetriebnahme der beiden von der Firma Blatzheim Networks Telecom (bn:t) und dem Bauhof der Gemeinde Grafschaft gemeinsam verlegten Leitungs-Trassen vom „Deutschen Eck“ bei Kirchdaun bis Bengen und von Bengen nach Nierendorf stehe nun nach den Ortsbezirken Eckendorf, Holzweiler, Vettelhoven, Leimersdorf und Birresdorf auch den Bürgern von Bengen und Nierendorf schnelles VDSL mit einer Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung.

Angebot wie in Großstädten

Ebenfalls gut versorgt sei der Ortsbezirk Ringen mit ADSL-Technik und einer Bandbreite von bis zu 16 Mbit/s. Aber nicht nur das. Den Unternehmen im Innovationspark Rheinland stünden Glasfaser-Hausanschlüsse zu Verfügung, die Highspeed-Datenraten von bis zu 10 Gbit/s zuließen. „Solche Glasfaser-Hausanschlüsse werden normalerweise nur in Großstädten und Ballungszentren angeboten“, so bn:t-Geschäftsführer Günther Blatzheim. Damit habe die Gemeinde Grafschaft das ambitionierte Ziel der Breitbandstrategie der Bundesregierung, bis Ende 2014 drei Viertel aller Haushalte einen Internetanschluss mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen, fast erreicht. „Hierauf können wir stolz sein“, sagte Juchem und dankte allen in der Sache engagierten Mitbürgern vor Ort, den Ortsvorstehern, den Mitarbeitern des Bauhofes sowie dem Unternehmen bn:t für die hervorragende Zusammenarbeit.

Flächengemeinde kann sich mit Ballungszentren messen

Bn:t sei seinerzeit der einzige Breitbandanbieter gewesen, der Interesse an den von der Gemeinde Grafschaft mit Fördermitteln aus dem Konjunkturprogramm II des Landes Rheinland-Pfalz verlegten Leerrohren gezeigt habe. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grafschaft werden wir hier auch weiterhin investieren“, so Geschäftsführer Blatzheim. „Ein besonderer Dank gilt aber auch unserer internen Projektgruppe in der Verwaltung mit Büroleiter Dieter Dismon und Fachbereichsleiter Friedhelm Moog, die durch unermüdlichen Einsatz und in vielen Gesprächsrunden dafür gesorgt haben, dass unsere ländlich strukturierte Flächengemeinde sich in Bezug auf den DSL-Ausbau mit vielen Städten und Ballungszentren messen kann“, so Bürgermeister Juchem. Auch für die Ortsbezirke Gelsdorf und Karweiler seien die Planungen bereits in die Wege geleitet, sodass, wenn alles glatt laufe, Ende 2014 auch hier VDSL zur Verfügung stehe. Sobald diese Ausbaumaßnahmen durchgeführt seien, werde man auch die Planungen für den DSL-Ausbau von Lantershofen in Angriff nehmen. „Vielleicht können wir 2015 schon die flächendeckende Versorgung der gesamten Gemeinde mit schnellem DSL vermelden. Dies wäre ein großer Vorteil für alle Bürger sowie für die Grafschafter Gewerbetreibenden“, so Juchem abschließend.

Den Startschuss für schnelles DSL in Bengen gaben (von links) Ortsvorsteher Reiner Kratz, Nikolaus Pantios von bn:t, Bürgermeister Achim Juchem, Büroleiter Dieter Dismon und Fachbereichsleiter Friedhelm Moog von der Gemeinde Grafschaft sowie die Geschäftsführer von bn:t, Günther und Bettina Blatzheim.Foto: JOST

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