Ahrhut gratulierte mit handgemachtem Glasbild
Eifelstube festlich geschmückt
Ahrweiler. Wenn die Eifelstube ihr 110-jähriges Bestehen feiert, dann begehen die Wirtsleute Manuela und Stefan Schumacher dieses Jubiläum mit vielen Freunden und Gästen des Hauses. Nicht nur, dass das schmucke Fachwerkhaus passend zum freudigen Ereignis festlich geschmückt war und ein großes Transparent über der Ahrhutstraße schon von Weitem das Ereignis ankündigte, auch auf dem Blankhartshof warteten einige Überraschungen auf die Besucher. Getränke, Deftiges vom Grill, Eis und Cocktails lockten viele Gäste unter die Zeltdächer, man saß gemütlich zusammen und plauderte über vergangene Zeiten oder aktuelle Themen. Mittendrin Seniorchef Bernd Wirtz, die glimmende Zigarre in der Hand. Der Vorgänger der aktuellen Wirtsleute durfte nicht fehlen. Er erzählte in seiner unnachahmlichen Art über die Geschichte der Eifelstube, aber auch über die Entwicklung Ahrweilers. Dass die älteste Familiengastronomie im Ort eine wechselhafte Geschichte erlebt hat vom Quartier für die Bauern aus der Eifel bis zum gehobenen Restaurant mit exquisiter Küche und feinsten Getränken, wusste der Senior zu berichten. „Ich bin der letzte Mohikaner hier in Ahrweiler, von meiner Generation ist ja kein Wirt mehr übrig“, erzählte der rüstige Ex-Gastronom, der auch heute zur Eifelstube gehört wie das gemütliche Ambiente, die Gaumenfreuden, die frischen Getränke und der hervorragende Service. „Wir wollten weniger ein großes Fest mit offiziellen Reden und Förmlichkeiten, wir wollten vielmehr mit Freunden und Gästen ein schönes Wochenende verbringen, nett zusammensitzen, lachen, singen, tanzen. Das haben wir auch geschafft, es waren zwei wunderbare Tage zum Jubiläum. Viele Gäste haben uns gratuliert und mit uns gefeiert“, erklärte Manuela Schumacher nach dem Fest. Im Café-Bistaurant, an den Ständen auf dem Platz sowie vor der und in der Eifelstube ging es Freitag und Samstag gemütlich zu. Viele Geschäftsfreunde nahmen sich die Zeit zum Gratulieren und Feiern, Lieferanten, Offizielle, angefangen von Bürgermeister Guido Orthen bis zur örtlichen Politik, Geldinstitute und Vereine gaben sich ein Stelldichein. „Ein tolles Fest“, sagte auch Jochen Ulrich, der Hutenmeister der Ahrhut. Nicht nur, dass die Ahrhut die Heimat der Eifelstube ist. Die Wirtsleute und ihr Team hatten zu ihrem Jubiläum auch an andere Menschen gedacht, die es vielleicht nicht so gut haben, die sich auf jeden Fall besonders über die Zuneigung der Huten freuen: die Senioren. Denn es ist schöne Tradition in Ahrweiler, dass sich die Stadtteile, also die Huten, liebevoll um die älteren Bewohner kümmern. Die Seniorenarbeit mit vielen gut besuchten Veranstaltungen steht ganz oben in den Statuten der Hutengemeinschaften. Deshalb lobte Jochen Ulrich, an seiner Seite Kassierer Peter Knieps, Nils Kampmann und Sven Stadtfeld, Manuela, Michael und Magdalena Schumacher, Bernd und Linde Wirtz, denn der Erlös des Festes geht an die Seniorenarbeit der Ahrweiler Huten. Ulrich übergab dem Senior ein handgemaltes Glasbild mit der Front der Eifelstube, für das Bernd Wirtz im Gastraum einen Ehrenplatz suchen wird. „Wir sind eng mit Ahrweiler und speziell der Ahrhut verbunden und wollten den Bürgern hier auch etwas zurück geben“, bekannte sich Stefan Schumacher wie alle in der Eifelstube zur gemeinsamen Heimat.
Alle Tische waren besetzt beim Jubiläum der Eifelstube am Samstag und Sonntag.
