Eigentum verpflichtet
Anmerkung zum Leserbrief von Hellmut Meinhof „Investitionen willkommen.“
Auf den Leserbrief von Hellmut Meinhof, Vorsitzender FDP-Stadtverband Bad Neuenahr-Ahrweiler („Investitionen willkommen.“. Blick aktuell vom 10.04.13, S. 11) kann man mit Hohn und Spott, oder mit Sarkasmus reagieren. Ich versuche es mal mit Sarkasmus. Herr Meinhof stellt fest: „Auch der Wohnungsmarkt in unserer Stadt befindet sich in einem Umbruch.“. Das ist richtig. Doch wohin führt uns dieser „Umbruch“- der in Bad Neuenahr weit eher mit „Abbruch“ alter, schöner Häuser gleichgesetzt wird? In Richtung teurer Luxussanierungen und dem Bau von ebenso teuren Eigentumswohnungen. Was fehlt sind bezahlbare Sozialwohnungen für viele- statt exklusive Eigentumswohnungen für wenige. Insbesondere für junge Familien, verarmte Rentnerinnen und Rentner und für junge Erwachsene, die es finanziell nicht „so dicke“ haben, wird das Leben in Bad Neuenahr-Ahrweiler immer unerschwinglicher. Sie wandern ab in andere Städte- oder kommen erst gar nicht in unsere Stadt. Nun soll auch noch das Jugendfreizeitheim an der Ahr aufgelöst bzw. an dem Meistbietenden verkauft werden. Für mich ein Signal in die falsche Richtung. „Die Lebensverhältnisse haben sich geändert und werden sich weiter grundlegend ändern (…)“. Wem sagen Sie das, Herr Meinhof. Das spüren viele Menschen täglich und überall in ihren Geldbörsen, nicht nur erst am Monatsende. Die Lebensverhältnisse verändern sich in der Tat immer weiter- und zwar hin zum Schlechteren. Die gelb-schwarze Regierung hat für „andere Lebensverhältnisse“ gesorgt. Herr Meinhof spricht sich in seinem Leserbrief gegen eine „Reglementierung des privaten Eigentums“ aus, ohne dabei an das Grundgesetz zu denken, in dem auch steht: „Eigentum verpflichtet!“.
Wolfgang Huste, DIE LINKE.,
Kreisverband Ahrweiler
