Allgemeine Berichte | 08.09.2015

In Kesseling wird das zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaute Alte Pfarrhaus eingeweiht

Ein lebendiger Dorfmittelpunkt für Kesseling

Ein lebendiger Dorfmittelpunkt für Kesseling

Kesseling. In Kesseling wurde das „Alte Pfarrhauses“ zum neuen Dorfgemeinschaftshaus mit den Ehrengästen und der Bevölkerung feierlich in einem Festakt eingeweiht und musikalisch von der Blaskapelle Kesseling untermalt. Die Moderation zum Festakt im neuen lichtdurchfluteten Saal hatte Tobias Paetz übernommen, dem die Ortsgemeinde für sein Engagement und den Einsatz bei der Mittelbeschaffung der Zuschüsse insbesondere beim Land Rheinland-Pfalz dankte. Als Gäste und auch Wegbegleiter des Projektes „Altes Pfarrhaus“ begrüßte der Beigeordnete der Ortsgemeinde Kesseling Klaus Winkler die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil, in Vertretung für den Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz den Staatssekretär Randolf Stich, die Landtagsabgeordnete Petra Elsner, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr Achim Haag, den Vorsitzenden des Fördervereins „Altes Pfarrhaus“ Werner Knebel, Pfarrer Volker Dupont und Pater Bernd Schrandt, die Mitglieder des Gemeinderates, den ehemaligen Innenminister Karl-Peter Bruch, den Vertreter der ADD Trier sowie die ehemalige Ortsbürgermeisterin und den Ortsbürgermeister. Die Begrüßung galt aber auch den Architekten, den ausführenden Baufirmen, den beteiligten Mitarbeitern der Verbandsgemeinde Altenahr, den Jagdpächtern, der Geschäftsstellenleiterin der Kreissparkasse Maria Bierfeld, dem Vertreter der Volksbank RheinAhrEifel Sven Gemein und Matthias Baltes von der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr.

Das wohl älteste Gebäude im Landkreis Ahrweiler

In seiner Festansprache beleuchtete der Beigeordnete Klaus Winkler die lange Geschichte um das wohl älteste Gebäude im Landkreis Ahrweiler, das endlich den Abschluss in der Fertigstellung zum attraktiven Dorfgemeinschaftshaus gefunden hat. Das alt ehrwürdige Gebäude aus dem 16. Jahrhundert spielt in der 1250-jährigen Geschichte der Ortsgemeinde Kesseling eine zentrale Rolle. Als 1971 der damalige Pfarrer Alfons Scholz aus dem Pfarrhaus auszog, begann der Verfall, so der Beigeordnete. Nachdem das Haus über viele Jahre leer stand und zwischenzeitlich sogar vom Abriss bedroht war, wurde es schließlich 1980 von der Kirche in Erbbaupacht an eine Kölner Familie verpachtet, die es für soziale Zwecke herrichten wollte. Allerdings ging der leise Verfall weiter und das änderte sich auch nicht, als das ehemalige Pfarrhaus 1985 als unterhaltungswürdiges Kulturdenkmal unter Schutz gestellt wurde. Im Jahre 2003 wagte die Ortsgemeinde im Rahmen der Dorfmoderation den Schritt das geschichtsträchtige Haus, das mittlerweile sogar zum Schandfleck geworden war, zu retten. Es dauerte allerdings noch bis zum Jahre 2008, als der Erbbaupachtvertrag in zähen Verhandlungen aufgelöst werden konnte und das Gebäude in den Besitz der Ortsgemeinde überging. Ab da stand der Wunsch der Restaurierung ganz oben an, der allerdings aus eigenen finanziellen Mitteln der Ortsgemeinde Kesseling nicht zu stemmen war. Es begann das Bohren an einem ganz dicken Brett an dem sich bereits seit dem Jahre 2006 die Landtagsabgeordnete Petra Elsner und Tobias Paetz beteiligt haben. Und als der damalige Innenminister Karl-Peter Bruch im August 2008 nach Kesseling kam und die Unterstützung des Landes zusicherte, konnte endlich die Sanierung beginnen, so Klaus Winkler mit besonderem Dank an die Landesregierung, die sich mit dem Höchstsatz der Förderung an dem rund 1,8 Millionen Projekt beteiligt hat. Die Arbeiten begannen 2009 mit einem Notsicherungsdach, das alleine bereits 140.000 Euro verursachte und auch da trug das Land die Hälfte der Kosten. Zu den eigentlichen Sanierungs- und Umbaukosten in Höhe von rund 1.730.000 Euro flossen im Laufe der Bauzeit die öffentlichen Zuschüsse von 1.200.000 Euro. Davon aus dem Dorferneuerungsprogramm 1.050.000 Euro und 150.000 Euro aus der Denkmalpflege. Durch den persönlichen Einsatz der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil floss hier die Hälfte aus Bundesmitteln der Denkmalpflege, wofür sich Klaus Winkler bei den anwesenden Ehrengästen herzlich bedankte. In seinen Dank schloss der Beigeordnete aber auch die ehemalige Ortsbürgermeisterin Maria Berschbach ein, in deren Amtszeit endlich Bewegung in das Vorhaben zum Erhalt des Alten Pfarrhauses kam, sowie dem Nachfolger Jürgen Flügge, der den Aus- und Umbau weiter trieb, so Winkler.

Nun ist das dicke Brett endlich gebohrt und zusammen mit dem gegenüberliegenden Gemeindehaus hat Kesseling nun einen lebendigen Dorfmittelpunkt. Staatssekretär Randolf Stich war beeindruckt von dem Umbau und betonte das gerade auf dem Land solche Gebäude gebraucht werden, um dem Bevölkerungswegzug entgegen zu treten. Die Menschen müssen sich in ihrem Ort wohlfühlen und da dient die Dorferneuerung als Hilfe zur Selbsthilfe und da sind solche Projekte wichtig und die richtige Entscheidung, so der Staatssekretär. Dem beeindruckenden Gebäude, wo sich nach den Grundsätzen des Denkmalschutzes Neu und Alt zusammengefunden haben, wünschte der Staatssekretär ein lebendiges Leben als gemeinsames Haus für Jung und Alt, in dem alle in den nächsten Jahren viel Freude haben sollen, im wunderschönen Dorfgemeinschaftshaus.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler war nicht minder beeindruckt von dem, was aus dem alten ehrwürdigen Gemäuer entstanden ist und so wünschte er sich kein Museum, sondern ein Mehrgenerationenhaus für den kleinen Ort mit der großen Vergangenheit und einer sicheren Zukunft. Der Gemeinde gratulierte Landrat Pföhler zum neuen alten Pfarrhaus als ein großer Tag in der Geschichte der Ortsgemeinde Kesseling. Mit der Begleitung all der Förderanträge durch die Kreisverwaltung ist ein wahres Juwel entstanden, das über den Landkreis Ahrweiler hinaus bekannt ist und einen Vorzeigecharakter besitzt, so der Landrat. Hier haben jetzt die vielen aktiven Vereine eine feste Bleibe, für das überaus lebendige Vereins- und Dorfleben und mit dem Umzug ins neue Dorfgemeinschaftshaus ist auch ein wichtiger Eckpfeiler der Dorfentwicklung erreicht.

Ein wichtiger Eckpfeiler der Dorfentwicklung

Als Erinnerung, Anerkennung und Verbundenheit des Kreises überreichte Landrat Pföhler das Glaswappen des Kreises Ahrweiler an den Beigeordneten Klaus Winkler. Das Wappen der Verbandsgemeinde gab es von Bürgermeister Achim Haag, der treffend sagte, einfach kann jeder, wenn es schwierig wird, machen es die Kesselinger. So geht Dorfleben, mit dem Haus, das zum Lebensraum umgebaut wurde und an dem viele mitgewirkt haben, hierzu der Wunsch von Bürgermeister Haag an die Ortsgemeinde Kesseling und seine Bürger, bitte machen sie weiter so. Der Vorsitzende des Fördervereins Werner Knebel warb für die Mitgliedschaft im Förderverein, da in der Zukunft das „Alte Pfarrhaus“ und seine Aufgaben nicht alleine von der Ortsgemeinde getragen werden können, hilft jeder Euro an Mitgliedsbeiträgen sowie auch Spenden. Pater Bernd Schrandt erinnerte sich, von seiner Kindheit an, gerne den Blick vom Haus der Großeltern auf das Pfarrhaus gerichtet zu haben; er fühle sich als Kesselinger und freue sich über die Wiederherstellung des alten Pfarrhauses. Nach einem Gebet gab es dann den kirchlichen Segen für das neue Dorfgemeinschaftshaus von Pastor Volker Dupont und dann durfte auch den ganzen Tag über richtig gefeiert werden. Wer alle Räumlichkeiten anschauen wollte, der konnte sich den angebotenen Führungen anschließen. Und dafür kamen auch viele aus den Nachbarorten.

Nach einem Gebet gab es den kirchlichen Segen für das neue Dorfgemeinschaftshaus von Pastor Volker Dupont. Fotos: UM

Landrat Dr. Jürgen Pföhler zeigte sich beeindruckt von dem, was aus dem alten ehrwürdigen Gemäuer entstanden ist, und gratulierte in seiner Begrüßungsansprache der Gemeinde zum „neuen Alten Pfarrhaus“.

Ein lebendiger Dorfmittelpunkt für Kesseling
Ein lebendiger Dorfmittelpunkt für Kesseling

Die Unterstützer des Projektes erhielten das Glaswappen der Ortsgemeinde Kesseling.

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  • Graf: Ja, sehr GUT Ukraine, ist doch bekannt , dass koruptestes Land in Europa ist. Mit den Politiker, sind unsere bezahlt worden? Wunderbar !
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Ingo Materne: Der Artikel überzieht aus meiner Sicht deutlich. Ja: Lärm, Schattenwurf und konkrete Abstände müssen im Genehmigungsverfahren sauber geprüft werden. Aber aus der aktuellen Studienlage lässt sich keine...
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