20 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit in Mayschoß
Engagement für die Bürger von morgen
Viele Gäste gratulierten Anneliese Baltes in einer sehr persönlichen Feier
Mayschoß. Ihre Augen funkelten, die Überraschung war gelungen, viele Jugendliche und junge Erwachsene gratulierten und brachten ihre Wertschätzung mit bewegenden Worten zum Ausdruck. Im Mittelpunkt der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Jugendarbeit in Mayschoß stand Anneliese Baltes, die diese Jugendarbeit seit 20 Jahren durchführt. Die Gratulanten hatten je eine Rose und einen kurzen Spruch mitgebracht, um die Leiterin des engagierten Einsatzes für den Nachwuchs in den Arm zu nehmen und noch einmal die zurückliegenden zwei Jahrzehnte Revue passieren zu lassen. Wie anerkannt die Jugendarbeit im Dorf und vor allem auch der „Kopf“ dieser Einrichtung ist, bewies der große Zuspruch an der Alten Schule mit einer Feier, die mit einem Gottesdienst begann.
Jugendpfleger Werner Söller vom Büro für Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Altenahr betonte in seiner Rede: „Um 20 Jahre Jugendtreff Mayschoß feiern zu können, brauchte es gute Zutaten wie motivierte Jugendliche, begleitende Eltern, eine unterstützende Gemeinde mit einem mutigen Bürgermeister, Geld und Sponsoren, einen Jugendraum und Ideen. Die Würze kam durch die Jugendtreffleitung, die für Kontinuität, Power, Begeisterungsfähigkeit, Offenheit, Zivilcourage und eine hohe Ehrenamtlichkeit steht. Es ist unsere Anneliese Baltes, die erste ’Jugendtreffoma‘ in der Geschichte der Verbandsgemeinde.“
Raum für die Jugend
Unerschrockene Kämpfer und Lobbyisten hätten sich an der Seite von Anneliese Baltes für die Jugendarbeit eingesetzt, hob Werner Söller hervor. „Die Jugendlichen konnten sich ausprobieren und Verantwortung übernehmen. Viele Betreuer haben sich in diesen Jahren der gleichen Verantwortung gestellt und mitgewirkt, dass Jugendliche einen Raum finden, einen Experimentierraum, einen Kunstraum, einen Lebensraum, einen Raum zum Chillen. Anneliese war es immer wichtig, junge Erwachsene mit in die Leitungsarbeit zu integrieren, um von Generation zu Generation dem Treff neues Leben einzuhauchen.“ Dank der Unterstützung vieler Sponsoren und öffentlicher Förderungen wurden unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Kutzner mit den Künstlern Rainer Hess, Gudrun Näkel, Gerd Schreiner, Karin Meiner und Dustin Schenk zahlreiche Wandgemälde, Mauergestaltungen sowie Stein- und Eisenskulpturen in Mayschoß geschaffen, die jetzt den Jugend-Kultur-Pfad bestimmen. Ein neu herausgegebener Flyer weist auf diesen sehenswerten Weg hin, der so deutlich das Engagement im Dorf widerspiegelt.
Viele Aktivitäten bestimmten das Programm des Jugendtreffs. Dabei zeigten die jungen Leute ihre enge Beziehung zum Ort und ihrer Heimat. Ingrid Näkel-Surges, die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, zeigte sich bei Anneliese Baltes für ihre Arbeit erkenntlich. Sie habe die Jugendlichen motiviert und mit ihnen sehr viel bewegt im Dorf. Kreisbeigeordneter und CDU-MdL Horst Gies betonte, 20 Jahre Jugendtreff bedeuteten auch Beständigkeit und Engagement. „Ebenfalls beachtenswert ist, dass in Mayschoß junge Menschen über Jahre hin bereit waren und sind, Verantwortung für ihr Gemeinwesen zu übernehmen und dieses bereichern. Die kontinuierliche Arbeit ’Moderne Kunst im Dorf‘ wurde 2014 beim Wettbewerb ’Unser Dorf hat Zukunft‘ mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.“ Auch Bürgermeister Uli Jonas reihte sich in die Gratulanten ein, der Jugendtreff habe es stets verstanden, die Jugendlichen zusammenzuhalten und ihnen Heimatverbundenheit zu vermitteln: „Anneliese Baltes war immer ansprechbar und hat Zeit gefunden für die Fragen der Jugendlichen.“
Die so Gelobte und Ausgezeichnete hielt sich bescheiden zurück und freute sich nach den Reden, mit den Mayschossern ein wenig zu feiern. In der Alten Schule konnten die Besucher in vielen Stationen noch einmal auf die Arbeit des Jugendtreffs zurückblicken. -WM-
