Feierliche Bundespreisverleihung „Starke Schule“ in Berlin
Erich Kästner - Realschule plus ist unter den „Top Ten“
Bundespräsident Gauck übergab den Preis
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck hat gemeinsam mit den Partnern von „Starke Schule“ die Preise an die „Stärksten Schulen“ Deutschlands überreicht. Auch die Erich Kästner-Realschule plus konnte einen Preis entgegennehmen - sie war unter den „Top Ten“ von 650 Schulen, die am Wettbewerb teilgenommen hatten. Die Schülerin Rabiaa Khaled und Schülersprecher Christian Cramer hatten die Ehre, den Preis aus der Hand des Bundespräsidenten entgegenzunehmen. „Welchen Schulabschluss jemand schafft, welche Kompetenzen er erwirbt, welche Talente er entfaltet, das hängt in unserem Land noch immer viel zu stark davon ab, aus welchen familiären Verhältnissen er stammt“, führte Bundespräsident Gauck in seiner Festrede aus. „Das ist im Hinblick auf den Einzelnen zutiefst ungerecht. Und das können wir uns als Gesellschaft nicht erlauben. Wir brauchen qualifizierte Nachwuchskräfte, um unseren Wohlstand zu wahren, um Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Und wir müssen allen, die etwas leisten wollen, eine Perspektive bieten - nicht zuletzt auch, um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu stärken. Aus all diesen Gründen brauchen wir in Deutschland starke Schulen. Und wir brauchen Menschen, die sich in unserer Bürgergesellschaft für Bildung stark machen.
Die Sieger des diesjährigen Bundeswettbewerbs gehen mit gutem Beispiel voran. Sie zeigen, dass Unterricht auch in einem schwierigen Umfeld gelingen kann - und führen uns zugleich vor Augen, dass es kein Patentrezept gibt, das sich einfach übertragen lässt. Starke Schulen zeichnen sich durch Vielfalt aus, dadurch, dass sie ihre Angebote passgenau auf ihre Schülerinnen und Schüler zuschneiden. Aber sie haben doch eines gemeinsam: Sie sind offene, lernende und lebendige Institutionen, die in ihren Stadtteil oder ihre Gemeinde eingebunden sind. Genau darauf kommt es heute an: auf das Miteinander von Lehrern, Schülern, Eltern und engagierten Partnern.“ Beim größten Schulwettbewerb Deutschlands werden alle zwei Jahre Schulen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für ihre Schüler einsetzen und diese ausbildungsreif machen. Anschließend sind alle ausgezeichneten Schulen für vier Jahre in ein Netzwerk aufgenommen, in dem rund 200 Siegerschulen aus allen 16 Bundesländern von- und miteinander lernen.
Sie profitieren von Fortbildungen zu zentralen Themen der Organisations- und Unterrichtsentwicklung und lernen best practice und erfolgreiche Lösungsansätze zur Weiterentwicklung der eigenen Schule kennen.
Der Preis wurde übereicht (v.l.n.r.): Dr. h.c. Frank-J. Weise (Gemeinnützige Hertie-Stiftung), Gerhard Braun (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände), Barbara Lohmer (Schulleiterin), Rabiaa Khaled (Schülerin), Christian Cramer (Schülersprecher) und Dr. Clemens Börsig (Deutsche Bank Stiftung).Foto: privat
