Politik | 25.05.2014

AWO diskutierte mit SPD-Mitgliedern der AG 60 plus über Pflegereform

"Es gibt weiter viel zu tun!"

Auf der Mitgliederversammlung der der Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD im Kreis Ahrweiler (v.li.): Bernd Lang, Kreisvorsitzender der SPD im Kreis Ahrweiler, Werner Jahr, Vorsitzender der AG 60 plus im Kreis Ahrweiler, Elisabeth Graff, Mitglied des Seniorenbeirates Bad Neuenahr, Rudi Frick, stellvertretender Bundesvorsitzender der AWO, Horst Zlobinski, stellvertretender Vorsitzender der AG 60 plus. privat

Kreis Ahrweiler. „Auch nach 20 Jahre Pflegeversicherung: Es ist weiter viel zu tun,“ so Rudi Frick, stellvertretender Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und Ortsvorsteherkandidat der SPD in Bad Neuenahr-Ahrweiler – Gimmigen auf der Mitgliederversammlung der der Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD im Kreis Ahrweiler. Die Mitgliederversammlung fand unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Werner Jahr in den Bahnhofstuben im Bahnhof Bad Neuenahr statt.

Individuelle Pflegebedürfnisse

„Der Bedarf an Pflege ist heutzutage immens, da ist es wichtig, dass trotz steigender Anzahl an Pflegebedürftigen nicht der Blick für den einzelnen Menschen verloren geht. Die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ist deshalb umso dringlicher“, unterstreicht der stellvertretende Bundesvorsitzende der AWO. Dieser sieht vor, dass realistische und gerechte individuelle Pflegebedürfnisse ermittelt werden, die dann mit entsprechenden Leistungen zu hinterlegen sind. Dabei ist verständlicherweise die Finanzierung der Pflegeversicherung ein wichtiger Baustein. „Die AWO fordert die Einführung eines nachhaltigen, solidarischen und generationengerechten Finanzierungssystems für die Pflege. Das ist nur mit der Pflege-Bürgerversicherung zu haben“, hebt Frick hervor. Frick kritisiert weiter, die rigide Trennung zwischen gesetzlicher und privater Kranken- und Pflegeversicherung. Diese ist einmalig in Europa und durch keine sachlichen Kriterien zu rechtfertigen.

Für eine Bürgerversicherung

Eine Bürgerversicherung ist gerechter als die derzeitige Beitragsfinanzierung, weil sie die Finanzierung von Kranken- und Pflegeversicherung konsequent am Grundsatz der Leistungsfähigkeit eines jeden Bürgers orientiert. „Wenn die Zukunft der Pflege solidarisch und gerecht gestaltet werden soll, ist die Einführung der Pflege-Bürgerversicherung der einzig gangbare Weg“, sagt Frick. Neben dem Reformbedarf hinsichtlich des Pflegebedürftigkeitsbegriffs und einer nachhaltigen Finanzierung ist es weiterhin notwendig den Sozialraum, als Ort an dem Pflege stattfindet, wieder stärker in den Fokus zu rücken. „Der Wunsch der Mehrzahl der Menschen zu Hause alt werden zu können, muss als Grundsatz für die kommunale Verantwortung bei der Planung und Gestaltung der dazu notwendigen Dienstleistungen und Hilfen gelten. Das muss auch soziale Teilhabe als Menschenrecht umfassen“, unterstreicht Frick die Position der AWO. Weiter lehnt die AWO die Einführung eines generalistischen Ausbildungsmodells in der Pflege ab“, so Frick. Das generalistische Modell würde eine Zusammenführung aller drei Pflegeberufe zu einem einheitlichen Berufsbild bedeuten. Stattdessen solle die Altenpflegeausbildung als eigenständiger Beruf erhalten und weiter qualifiziert werden. „Die Zukunft der Pflege muss an den Bedürfnissen einer immer älter werdenden Bevölkerung ausgerichtet werden. In einer Zeit, wo wir sowohl die Hochtechnisierung der Medizin und Pflege auf der einen Seite haben und auf der anderen Seite die wohnortnahe Arbeit im Quartier, ist es ein falscher Weg den Zugang zur Pflegeausbildung zu verengen“, beendete Frick seinen Vortrag. Nach einer lebhaften Diskussion mit den Mitgliedern bedankte sich der Kreisvorsitzende der AG 60 plus Werner Jahr mit einer Flasche echten römischen Wein und ein Buch über die Römer im Ahrtal bei Rudi Frick für seinen engagierten Vortrag mit den Worten „Die Mitglieder der AG 60 plus stehen hinter den Forderungen der AWO und werden sie in den politischen Ebenen vertreten, in denen die AG 60 plus-Mitglieder vertreten sind.“

Pressemitteilung der

SPD AG 60+

Auf der Mitgliederversammlung der der Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD im Kreis Ahrweiler (v.li.): Bernd Lang, Kreisvorsitzender der SPD im Kreis Ahrweiler, Werner Jahr, Vorsitzender der AG 60 plus im Kreis Ahrweiler, Elisabeth Graff, Mitglied des Seniorenbeirates Bad Neuenahr, Rudi Frick, stellvertretender Bundesvorsitzender der AWO, Horst Zlobinski, stellvertretender Vorsitzender der AG 60 plus. Foto: privat

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