Gemütliche traditionelle Kirmes in Hemmessen
Festgottesdienst im „Hemmesser Dom“
Hemmessen ist das Bindeglied zum Westen der Stadt
Bad Neuenahr. Die traditionelle Kirmes in Hemmessen ist immer etwas anderes, wurde der Schultes der Bürgergesellschaft, Hans-Werner Helmrich, beim gemütlichen Kirmes-Frühschoppen nicht müde immer wieder zu betonen. Und sie ist immer auch etwas Karneval. Denn schließlich ist der Ursprung des Karnevals in der Badestadt in Hemmessen gelegen.
Auftakt der Hemmesser Kirmes war der Festgottesdienst im „Hemmesser Dom“, gehalten von Pfarrer Werner Heiliger. Er überraschte die Gläubigen, als er sie aufforderte das Lied der Höhner „Nimm mich so wie ich bin“ anzustimmen - und das Echo war kräftig.
Der anschließende Festumzug zur Kirmes führte zum Umtrunk zu zwei „Altärchen“, aufgebaut vor der Firma Gross und am Wohnsitz des Schultes und Vorsitzenden.
Hier und auch später im Vereinslokal unterhielten mit zünftiger Blasmusik die „Rheintaler“.
„Hemmessen ist das Bindeglied zum Westen der Stadt“
An der Spitze der Ehrengäste grüßte Stadtbürgermeister Guido Orthen. „Hemmessen ist das Bindeglied zum Westen der Stadt“ betonte Orthen, um dann ohne Umschweif zu sagen, das der Ortsteil durch das sogenannte braune Haus - ohne es so zu nennen - von sich Reden gemacht habe. Umso mehr sei es lobenswert, dass die Hemmessener dem Gebäude einen neuen Anstrich gegeben haben. „Hier wurde einmal mehr Farben bekannt“.
Hemmessen sei eben ein Stadtteil der Zusammenhält, so Orthen. 150 Euro stiftete der Bürgermeister den Helfern bei dieser Aktion.
Helmrichs Gruß galt den Ehrenmitgliedern der Bürgergesellschaft Maria Jäger, Altbürgermeister Rudolf Weltken, Rudi Kniel sen., Ernst Angsten sen., Dieter Heckenbach, Hans Stenzel und Josef Adams. Und unter anderen auch der Dame der Rose, Janine Ritella, die in Hemmessen lebt. Und nicht zu vergessen den Hutenmeister der Ahrweiler Niederhut, Michael Geschier.
Der Bürgermeister dankte der Bürgergesellschaft Hemmessen für die Bewirtschaftung der Hemmessener Hütte.
Und noch einmal stimmten die zahlreichen Gäste das „Nimm mich so wie ich bin“ an. Hans Werner Helmrich nannte die Zusammenarbeit der Bürgergesellschaften in der Stadt untereinander „wichtig und lebensnotwendig“.
Und: „Auch das Kümmern um die Mitmenschen, besonders der älteren Mitglieder ist und wichtig und lebensnotwendig. Denn sie haben den Verein mit gegründet, haben im Verein aktiv gearbeitet.
Nicht vergessen werden darf auch nicht die Suche nach jüngeren Mitgliedern, damit die Bürgergesellschaft weiterleben kann. Dies wird in der heutigen Zeit immer schwieriger, wo Ausbildung, Beruf und Familie die jungen Leute voll beanspruchen. Außerdem sinkt in der Gesellschaft die Bereitschaft sich für andere einzusetzen und was für Andere zu tun.
Die vollständige Digitalisierung der Welt führt zu Vereinsamung. Man lebt in der Computerwelt und nicht mehr in der realen Welt.
Deshalb muss die Bürgergesellschaft viele Veranstaltungen anbieten, damit man über die Geselligkeit und die Vereinszugehörigkeit zu neuen Erfahrungen kommt und wieder real mit Menschen zu tun hat. Wen überraschte es eigentlich noch, dass dem gemütlichen Frühschoppen auch das Dreigestirn der Karnevalsgesellschaft der Neuenahrer Schinnebröder, Prinz Heribert II. (Heribert Krahforst), Bauer Franky (Frank Kynast) und Jungfrau Hedelinde (Heinz Rech) seine Aufwartung machte und mit großem Beifall begrüßt wurde.
GMI
Hier die Kranzniederlegung durch den Vorsitzenden Hans Werner Helmrich (li.).
Bei dem Festumzug wurden zwei Altärchen aufgebaut, eins davon war auf der Sebastianstr. bei der Fam. Groß. Fotos: -FIX-
