Allgemeine Berichte | 09.07.2026, 09:50 Uhr

Andreas Geron, Bürgermeister der Stadt Sinzig, zieht Bilanz

Fünf Jahre nach der Flut: Was erreicht wurde – und was noch fehlt

Andreas Geron.  Foto: Martin Gaussmann
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Fünf Jahre sind seit der Flut vergangen. BLICK aktuell sprach mit Andreas Geron, Bürgermeister der Stadt Sinzig und fragte: Was ist in den vergangenen fünf Jahren gut gelaufen? Wo gibt es noch Nachholbedarf?

BLICK aktuell: Was waren für Sie die größten Meilensteine im Wiederaufbau?

Andreas Geron: Zu den Meilensteinen gehört die Wiederherstellung der Straßeninfrastruktur. Die Schäden haben in der Vergangenheit täglich alle Verkehrsteilnehmenden an die Katastrophe erinnert. Viele kleine Meilensteine stellen auch die Gespräche mit Flutgeschädigten dar, wenn mir berichtet wird, der private Wiederaufbau sei abgeschlossen. Gut funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Land als Fördermittelgeber für die kommunale Infrastruktur.

BLICK aktuell: Wo hätte es besser laufen können und was muss noch dringend erledigt werden?

Andreas Geron: Nicht zufrieden bin ich mit der Entwicklung hinsichtlich der Gründung eines Gewässerzweckverbands. Hier bedarf es einer entsprechenden Vereinbarung, um stark gegenüber möglichen Fördermittelgebern aufzutreten. Die Stadt Sinzig steht für die Gründung bereit; die entsprechenden politischen Beschlüsse liegen vor.

BLICK aktuell: Nach der Flut war der Zusammenhalt groß – spüren Sie diesen Zusammenhalt heute immer noch?

Andreas Geron: Der Zusammenhalt nach der Katastrophe war enorm – hier bin ich allen Helfenden und auch der kommunalen Familie für immer dankbar. Dass nach fünf Jahren der damalige Zusammenhalt in größter Not nicht mehr mit gleicher Intensität gelebt wird, ist nachvollziehbar. Ich bin aber davon überzeugt, dass bei vergleichbaren Notlagen in der Zukunft – auch in anderen Regionen - alle Beteiligten erneut ganz eng zusammenstehen.

ROB

Andreas Geron. Foto: Martin Gaussmann Foto: Martin Gausmann

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