Allgemeine Berichte | 16.07.2026

Gedenkfeier Ahrtal 2026

Gedenkveranstaltung zur Flutkatastrophe im Ahrtal in Altenburg

Zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Gedenken an die Flutkatastrophe 2021 mit ökumenischem Gottesdienst hatten die Verbandsgemeinde Altenahr und die Pfarrei St. Andreas Ahreifel nach Altenburg eingeladen. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann (Dritter v. rechts), Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer (Mitte) und Matthias Grüll von der evangelischen Kirche (rechts) gestalteten die Andacht. Zuvor gab es Grußworte von Bürgermeister Dominik Gieler (links), des rheinland-pfälzischen Innenministers Achim Schwickert (Zweiter v. rechts) und Landrätin Cornelia Weigand (Zweite v. links). Zu Gast waren neben Bürgerinnen und Bürgern auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik wie die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil (Dritte v. links).

Altenburg. Mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung haben die Verbandsgemeinde Altenahr und die Pfarrei St. Andreas Ahreifel am Dienstag, 14. Juli, in Altenburg an die Flutkatastrophe im Sommer 2021 erinnert. Fünf Jahre nach den verheerenden Ereignissen kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken, innezuhalten und zugleich den Blick auf den Weg des Wiederaufbaus und die Zukunft der Region zu richten.

„Wir betrauern die Toten, gedenken derer, die Haus und Heimat verloren haben und derer, die noch heute an inneren und äußeren Folgen leiden – wir vergessen sie nicht“, betonte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, der gemeinsam mit den Anwesenden und Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer und Matthias Grüll von der evangelischen Kirche einen ökumenischen Gottesdienst im Rahmen der Gedenkveranstaltung feierte. „Aber wir schauen auch darauf, was an Heilung entstehen konnte, auf das Gute, das entstanden ist“, sagte der Bischof in seiner Auslegung des Psalms 136, in dem Menschen ihre Klage, ihre Trauer, wie auch ihren Dank und ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen. Der Bibeltext benenne zugleich unterschiedliche Katastrophen ohne dabei die hellen Zeiten, Neuanfänge und Rettungen außen vor zu lassen. Dieser Auszug „sagt uns zu unserer Situation, dass Erinnern, Gedenken und der dankbare Blick auf die Solidarität, die Hilfe und Neuanfänge zusammengehören.“ Die Bibel ermutige dazu, „uns nicht durch den Blick auf das Schreckliche fesseln zu lassen, sondern uns auch dankbar des Guten zu erinnern. Aus der Kraft dieser größeren Erinnerung erwächst der Mut zur Zukunft.“

Ergänzend betonte Kremer-Breuer, dass es in Ordnung sei, auch fünf Jahre nach der Katastrophe immer wieder von unterschiedlichen Gefühlen überrannt zu werden, „Wir müssen gütig mit uns sein, unser Herz und unsere Seele dürfen sich Zeit nehmen, und ich lade dazu ein, achtsam im Für- und Miteinander zu sein.“ Grüll lenkte den Blick auf die Aktion „Herzensanliegen“ und lud dazu ein, nach der Veranstaltung Herzen mit den eigenen Gedanken zu beschriften und an das aufgestellte Ahrtalkreuz, das aus gesammelten Erinnerungsstücken in Pappmaché gestaltet wurde, zu legen „und damit Jesus Christus anzuvertrauen.“

Zum Abschluss der Andacht erinnerte Kremer-Breuer daran, „dass wir alle Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger sind und gemeinsam unseren Weg weitergehen werden.“

Vor dem Gottesdienst sprachen Bürgermeister Dominik Gieler, der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert und Landrätin Cornelia Weigand emotionale Grußworte, in denen sie unter anderem für die Solidarität der unzähligen Helferinnen und Helfer und der gesamten Blaulichtfamilie für ihren Einsatz dankten. Zugleich blickten sie auf die Fortschritte des Wiederaufbaus, mahnten aber auch die damit einhergehenden bürokratischen Hürden und Herausforderungen an.

Kreative Auseinandersetzung

Begleitend zur Veranstaltung wurden Beiträge einer kreativen Mitmachaktion präsentiert. Bürgerinnen und Bürger hatten in den vergangenen Wochen Texte, Bilder, Fotografien und andere Werke eingereicht, die persönliche Erinnerungen, Dankbarkeit, Hoffnung und Perspektiven für die Zukunft zum Ausdruck bringen.

Beim anschließenden offenen Ausklang nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Austausch. In Gesprächen wurde deutlich, dass die Ereignisse des Sommers 2021 auch fünf Jahre später weiterhin tief in den Erinnerungen der Menschen verankert sind. Gleichzeitig war spürbar, wie sehr Zusammenhalt, Engagement und gegenseitige Unterstützung die Region bis heute prägen.

Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkfeier durch das Trio Mayenspil und den Organisten Markus Thielen.

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Zu einer gemeinsamen Veranstaltung zum Gedenken an die Flutkatastrophe 2021 mit ökumenischem Gottesdienst hatten die Verbandsgemeinde Altenahr und die Pfarrei St. Andreas Ahreifel nach Altenburg eingeladen. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann (Dritter v. rechts), Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer (Mitte) und Matthias Grüll von der evangelischen Kirche (rechts) gestalteten die Andacht. Zuvor gab es Grußworte von Bürgermeister Dominik Gieler (links), des rheinland-pfälzischen Innenministers Achim Schwickert (Zweiter v. rechts) und Landrätin Cornelia Weigand (Zweite v. links). Zu Gast waren neben Bürgerinnen und Bürgern auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik wie die Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil (Dritte v. links). Foto: Julia Fröder / Bistum Trier

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