Platz am Ortseingang Richtung Marienthal wurde nach Franz Trarbach benannt
„Gemeinschaftsleistung ist in Dernau sichtbare Wirklichkeit“
Dernau. Er ist überaus bescheiden, außerordentlich engagiert, stets gut gelaunt und immer irgendwie in Bewegung. Doch das ist nicht der Grund, warum die Gemeinde Dernau den Platz am Ortseingang Richtung Marienthal nach Franz Trarbach benannt hat. Ingrid Näkel-Surges, Vorsitzende des Verkehrsvereins, zählte nur einige seiner herausragenden Aktivitäten für die Dorfverschönerung und den Tourismus auf: Trarbach habe nicht nur die beiden Dorfeinfahrten Richtung Marienthal und Richtung Rech neu und ansehnlich gestaltet, sondern darüber hinaus auch noch die öffentliche Toilettenanlage sowie den Verkaufsraum auf dem Weinbrunnenplatz gebaut.
„Als im vergangenen Jahr die Idee aufkam, den Platz nach Dir zu benennen, warst Du zunächst richtig erschrocken und gar nicht damit einverstanden“, erinnerte sich Näkel-Surges, „doch Du hast Dich überzeugen lassen und kannst heute ganz entspannt unseren Dank entgegennehmen“. Damit werde Trarbachs vielseitiges Engagement für Dernau schon zu Lebzeiten gewürdigt, was nicht nur auf die Initiative des Verkehrsvereins zurückzuführen sei, sondern auch vom Gemeinderat einstimmig abgesegnet wurde. „Schließlich hast Du mit diesem neuen Dorfplatz bewiesen, dass Gemeinschaftsleistung in Dernau keine Floskel ist, sondern sichtbare Wirklichkeit“, freute sich Näkel-Surges.
Zumal der 73-jährige immer zahlreiche Mitstreiter aktivieren könne. Sie dankte auch den Helfern aus dem Verkehrsverein, den rührigen Wanderfreunden und den rüstigen Rentnern, die immer da seien und fleißig mit anpackten, wenn Franz Trabach rufe.
Daher solle der Platz, der nun seinen Namen trage, seinen Einsatz für das Dorf noch lange vergegenwärtigen - auch für seine zahlreichen Nachkommen, denn immerhin hat Trarbach mit seiner Frau Gerlinde zusammen drei Kinder, sechs Enkel und drei Urenkel, die es sich natürlich nicht nehmen ließen, der Platzwidmung beizuwohnen.
Und natürlich fehlte auch seine Mutter Anna Trarbach nicht, die mit ihren fast 95 Jahren nicht nur die derzeit älteste Dernauerin, sondern auch noch topfit ist.
Ortsbürgermeister Alfred Sebastian stellte fest, die neu gestalteten Ortseingänge seien hervorragende Visitenkarten des Ortes, was vor allem Franz Trarbach und seinem Helferteam zu verdanken sei. „Natürlich hat er nicht alles alleine gemacht, aber er hat die Sache in die Hand genommen und alle Mitstreiter dazu motiviert, am Ball zu bleiben und etwas Schönes, Bleibendes für den Ort zu schaffen“.
Sebastian erinnerte daran, dass allein für den Bau der öffentlichen Toilettenanlage 1.250 ehrenamtliche Stunden von den freiwilligen Helfern geleistet worden seien, und bei den anderen Projekten seien es nicht viel weniger gewesen. Darüber hinaus sei Trarbach als „Tunnelbeauftragter“ auch noch für die Instandhaltung des alten Tunnels oberhalb von Dernau verantwortlich, in dem die Vereine ihre Weinfest-Wagen bauen. Daher ist das nächste Projekt des gelernten Stuckateurs die Instandsetzung der rund 100 Jahre alten Tunnelwände, die dringend befestigt werden müssten.
Einen besonderen Auftritt hatte anschließend Weinprinzessin Linda Trarbach, die Enkelin des Geehrten, die sich dem Dank von Weinkönigin Lisa Bell anschloss und in einer rührenden Ansprache feststellte: „Ich bin sehr stolz auf meinen Opa“. Denn der tue nicht nur für seinen Heimatort alles, sondern auch für seine kleine Familie, die ihm viel zu verdanken habe. Als Stimmungskanone mit der Gitarre sorgt die Frohnatur darüber hinaus seit fünf Jahrzehnten auch noch bei so manchem Fest für gute Laune.
Für den neuen Franz-Trarbach-Platz am Ortseingang wurden zunächst die wild gewachsenen Hecken entfernt, anschließend wurde die gesamte Vegetationsfläche mittels Bagger umgeschaufelt. Auf neuem Feinplanum verlegten die fleißigen Helfer etwa 140 Quadratmeter Rollrasen und bauten Kalksteingemisch ein.
Außerdem wurden 150 Bodendecker neu gepflanzt, zwei neue Sitzbänke von Schreinermeister Thomas Nelles gesponsert und aufgestellt. Ein gespendeter Findling sowie eine alte Weinkelter zieren ebenfalls den kleinen Dorfeingangsplatz und zwei Fahnenmasten sorgen bei allen Vorbeifahrenden und Gästen für einen guten ersten Eindruck des Weinkulturdorfes.
