Günter Grass in der Villa Sibilla
Geschichten aus dem deutschen Alltag
Mein Jahrhundert – ein Kaleidoskop ernster, tragischer und komischer Ereignisse am 11. Februar um 15.30 Uhr
Bad Neuenahr-Ahrweiler. 1999 blickte Günter Grass in seiner Chronik auf das 20. Jahrhundert deutscher Geschichte zurück und zieht eine sehr persönliche Bilanz. In 100 kurzen Geschichten, einige davon haben biografische Züge, geißelt er Kriege und Machtmissbrauch und erinnert in der ihm eigenen Sicht an die Arbeitskämpfe. In seinem Rückblick geht er auch auf die unterschiedlichsten Lebensbedingungen der „normalen“ Menschen ein und dies mit Empathie, manchmal auch deftig oder humorvoll. Gesellschaftliche Entwicklungen in den Bereichen Sport, Mode, Kunst und Technik sind weitere Themen, die Günter Grass mit leichter Eindringlichkeit schildert. Autobiografische Einblicke gewährt er, wenn er liebevoll auf seine Mutter oder seine drei Töchter zu sprechen kommt. Bewegend auch seine Schilderungen über seine Begegnungen mit Wolf Biermann. Eine Auswahl aus dieser Ansammlung von Geschichten aus dem deutschen Alltag des vergangenen Jahrhunderts stellt Friedel Besser in der Veranstaltung der LitGruppe am Donnerstag, 11. Februar um 15.30 Uhr in der Villa Sibilla vor. Günter Grass war sehr vielseitig: Schriftsteller, Lyriker, politisch Intellektueller, Maler, Grafiker und Bildhauer. Als Zeitzeuge ist der „unbekannte“ Günter Grass zu entdecken.
