Dagernova-Weinmanufaktur lud in die Vinothek ein
Großer Geburtstagsempfang für Friedhelm Nelles und Günter Schüller
Dernau. Kürzlich konnten zwei Vorstandsmitglieder der Dagernova ihren runden Geburtstag feiern: Kellermeister Günter Schüller wurde vor wenigen Tagen 50 Jahre alt, Geschäftsführer Friedhelm Nelles im Februar 60. Aus diesem Anlass hatten Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Großgarten sowie Vorstandsmitglied Thomas Monreal zu einem Empfang in der Dernauer Vinothek der Dagernova eingeladen. Hierzu waren neben den Familien und zahlreichen Ehrengästen auch die Mitarbeiter des Unternehmens eingeladen. Dieter Großgarten beleuchtete in seinen Ausführungen zunächst den beruflichen Werdegang der beiden Jubilare.
Am 1. Januar 1979 nahm Friedhelm Nelles seine Tätigkeit als Angestellter in der kaufmännischen Verwaltung der Winzergenossenschaft Dernau auf. Im Jahr 1989 wurde Nelles Vertriebsleiter für den gesamten Weinverkauf der Genossenschaft. „Dabei warst Du ständig daran interessiert, in allen Vertriebskanälen die Weine unserer Genossenschaft zu platzieren und somit die Popularität unseres Produktes in Deutschland voranzutreiben. In dieser Zeit wurde Friedhelm Nelles auch zum hauptamtlichen Mitglied in den Vorstand der Genossenschaft berufen und übernahm damit, zusammen mit Ernst Bender, Wilhelm-Josef Sebastian sowie dem damaligen Kellermeister Helmut Hartmann eine erste leitende Funktion in unserem Hause,“ führte Dieter Großgarten weiter aus. Dieser berufliche Meilenstein war schließlich mit ausschlaggebend dafür, dass Friedhelm Nelles im Jahr 2005 als Nachfolger von Ernst Bender zum Geschäftsführer der heutigen Dagernova-Weinmanufaktur berufen wurde. „Es galt, neuen Vermarktungsstrategien und Trends nachzugehen sowie den Veränderungen am Weinmarkt und der immer größer werdenden Konkurrenz Stand zu halten,“ stellte Dieter Großgarten die Weitsicht von Friedhelm Nelles für das Unternehmen heraus. Als „bemerkenswerte Leistung“ stellte Großgarten schließlich den Umbau der Dagernova-Vinothek in Dernau sowie die komplette Sanierung des Restaurants - dem heutigen Culinarium - dar.
Ebenfalls im Jahr 1979, unmittelbar nach seiner Schulausbildung, absolvierte Günter Schüller in der damaligen Winzergenossenschaft Dernau eine Ausbildung zum Weinküfer. Auch nach Verlagerung des Kelterbetriebes von Dernau nach Bad Neuenahr gehörte Schüller diesem Unternehmen weiterhin an. In den Jahren 1982 bis 1985 besuchte er die Weinbauschule in Bad Kreuznach mit dem Abschluss als Wirtschafter und Techniker. „Dann verschlug es Dich an die renommierte Sektkellerei Deinhard nach Koblenz, um Dich neuen Herausforderungen zu stellen und neue Wege zu gehen,“ so Großgarten.
Mit positiven Erfahrungen zog es Günter Schüller aber bereits nach einem Jahr wieder zurück zur „Vereinigten Ahrwinzergenossenschaft.“ Hier übernahm er im Jahr 1992 das Labor, danach fungierte er als „Rechte Hand“ von Helmut Hartmann.
Als Hartmann in den Ruhestand ging, übertrag ihm der Aufsichtsrat im Jahr 2001 die Gesamtverantwortung für den Weinkeller. „Ihm und seiner Fachkenntnis verdanken wir den heutigen Stellenwert unserer Weine,“ betonte Dieter Großgarten. In diesem Zusammenhang verwies dieser auch auf die zahlreichen Auszeichnungen, zuletzt zum besten Spätburgunder international. „Du identifizierst Dich - mit viel Enthusiasmus - mit unserer Winzergenossenschaft und deren Philosophie,“ betonte Großgarten abschließend. Eine von Schüllers Spezialitäten ist der Frühburgunder, der heute vielfach eine Renaissance erlebt. Mit einem Präsent gratulierte Dieter Großgarten beiden zur Vollendung eines weiteren Lebensjahrzehnts.
Die Dagernova beschäftigt derzeit in Dernau und Bad Neuenahr insgesamt 35 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Dieter Großgarten. Den Vorstand bilden Friedhelm Nelles (Vorstandsvorsitzender), Günter Schüller sowie Thomas Monreal. Im vergangenen Jahr konnte die Genossenschaft auf eine 140-jährige Erfolgsgeschichte zurück blicken. Denn im Jahre 1873 wurde der Grundstein zur heutigen Dagernova-Weinmanufaktur in Dernau gelegt. Mit vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen unterstreicht die Genossenschaft immer wieder ihr Qualitätsstreben, welches durch die 600 Mitglieder bei der Arbeit im Weinberg gelebt wird. Durch zukunftsorientierte Investitionen in den vergangenen Jahren sieht sich die Genossenschaft heute gerüstet, diesen Qualitätsgedanken auch zukünftig umzusetzen.
