Allgemeine Berichte | 28.06.2026

Erfolgreiche Rehkitzrettung 2026

Jäger ziehen positive Bilanz

Die beiden Rehkitz-Geschwister verbringen die Zeit der Mahd geschützt in einer Box, bevor sie an ihrem Fundort wieder freigelassen werden.

<div>Ahrweiler. Mit dem Ende der Frühjahrsmahd zieht die Kreisgruppe Ahrweiler im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz eine positive Bilanz der diesjährigen Rehkitzrettung. Dank des engagierten Einsatzes von Jägern, Drohnenteams und Helfern konnten auch 2026 zahlreiche Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter vor dem Mähtod bewahrt werden.

</div><div>In den frühen Morgenstunden, wenn die Temperaturen noch niedrig sind, werden die zu mähenden Flächen systematisch mit Wärmebilddrohnen abgeflogen. Die Wärmebildtechnik macht die im hohen Gras verborgenen Jungtiere sichtbar. Anschließend bergen die Helfer die Tiere vorsichtig und bringen sie vorübergehend außerhalb des Gefahrenbereichs in Sicherheit. Nach Abschluss der Mäharbeiten werden die Kitze wieder freigelassen, damit sie von ihren Muttertieren angenommen werden können.</div><div>„Der Erfolg der Rehkitzrettung im Kreis Ahrweiler beruht auf der bewährten Zusammenarbeit von Landwirten, Kitzrettungsvereinen und Jäger“, betont Christian Mildenberger, Pressesprecher der Kreisjägerschaft. „Da Mähtermine häufig kurzfristig und wetterabhängig festgelegt werden, sind eine gute Abstimmung und eine hohe Einsatzbereitschaft aller Beteiligten unverzichtbar“, so Mildenberger. Neben den Jagdpächtern, die in ihren Revieren eigenständig Flächen absuchen, leisten auch regionale Rettungsvereine einen enormen Beitrag. Diese ehrenamtlichen Teams verfügen über das notwendige Fachwissen und langjährige Erfahrung im Umgang mit Rehkitzen und anderen Wildtieren. An Spaziergänger und andere Naturbesucher richtet die Kreisjägerschaft den eindringlichen Appell, vermeintlich verwaiste Rehkitze niemals auf eigene Faust anzufassen oder mitzunehmen. Das kann nicht nur strafbar sein, sondern für die Jungtiere auch lebensgefährliche Folgen haben. Immer wieder sterben Rehkitze infolge gut gemeinter, aber unsachgemäßer Hilfe.</div><div>Die Wildtierrettung Eifel e.V. flog in dieser Saison bislang 384 Felder mit einer Gesamtfläche von 374 Hektar ab und konnte dabei 66 Rehkitze sichern, berichtet Jana Kröger, die sich als Jägerin im Verein engagiert. Auch die Rehkitzretter Rhein-Ahr blicken auf eine erfolgreiche Saison zurück: Das Team begleitete in Zusammenarbeit mit den örtlichen Jagdpächtern seine landwirtschaftlichen Partner sowohl bei der Silage- als auch bei der Heumahd und flog dabei über 700 Hektar Wiesenflächen ab. Bereits vor einigen Wochen wurde die Marke von mehr als 50 geretteten Rehkitzen überschritten. Zusammen mit den zahlreichen Einsätzen der örtlichen Jagdpächter ergibt sich eine beeindruckende Bilanz für den Landkreis Ahrweiler: Die Kreisgruppe geht davon aus, dass bereits jetzt mehr als 200 Rehkitze vor Verstümmelung oder Tod durch Mähwerke bewahrt werden konnten. Hinzu kommen zahlreiche weitere Wildtiere wie Junghasen und Bodenbrüter. </div><div>Die Kreisgruppe Ahrweiler bedankt sich bei ihren engagierten Mitgliedern sowie allen Helfern für den ehrenamtlichen Einsatz. Ihr Engagement zeigt, wie moderner Naturschutz und praktische Landwirtschaft durch partnerschaftliche Zusammenarbeit erfolgreich miteinander verbunden werden können.</div>

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Die beiden Rehkitz-Geschwister verbringen die Zeit der Mahd geschützt in einer Box, bevor sie an ihrem Fundort wieder freigelassen werden. Foto: Jan Kröger

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