50 Jahre Lohrsdorfer Kaninchenzuchtverein RN 105
Jungtierschau zum Jubiläum
Insgesamt 80 Rassetiere wurden im Dorfgemeinschaftshaus ausgestellt
Lohrsdorf. Es duftet nach frischem Stroh im Hof des Lohrsdorfer Dorfgemeinschaftshauses. Die Hauptakteure, die zahlreiche Gäste in die große Halle locken, heißen Deutsche Riesen, Blaue Wiener, Thüringer, Großchinchilla oder Rheinische Schecken. Sie mümmeln genüsslich vor sich hin, scharren ein bisschen auf dem Boden oder beobachten scheinbar vor sich hin dösend das Treiben um sie herum. Überall werden Finger durch die Gitterstäbe gestreckt, um das weiche Fell der Tiere zu streicheln. Ganz unterschiedlich präsentieren sich die Rassen.
Manche sind groß, langhaarig und bringen mehr als vier Kilo auf die Waage, andere sind nur halb so schwer und haben schwarze und braune Tupfen auf ihrem sonst schneeweißen Fell. Insgesamt 80 Tiere zogen sämtliche Blicke auf sich beim Jubiläumsfest des Kaninchenzuchtverein RN 105. Die zehn Freunde der Kaninchenzucht feierten mit einer Jungtierschau ihr 50-jähriges Bestehen.
Die Schau fand am Freitagabend statt: Züchter aus dem Kreis Ahrweiler stellten sich mit ihren langohrigen Freunden den strengen Blicken der Fachjury Annette Trepper und Hans-Günther Krebs, die unter anderem Gewicht und Körperbau, Fell und Unterwolle, Typ und Körperform der Tiere in Augenschein nahmen und unter strengen Gesichtspunkten bewerteten. Prämiert wurden die drei besten Zuchtgruppen. Das können Geschwistertiere, aber auch Kaninchen aus zwei verschiedenen Würfen sein.
Am Samstag luden die Züchter aus Lohrsdorf anlässlich ihres Jubiläums zum Sommerfest ein. Herzhaftes vom Grill schmeckte nicht nur Ortsvorsteher Hans-Jürgen Juchem, dem Vorsitzenden des Heimat- und Fördervereins Lohrsdorf/Green, sondern auch Horst Gies in Vertretung für den Landrat.
Der Kaninchenzuchtverein RN 105 Lohrsdorf besteht seit dem Jahr 1964. Den Vorsitz hat seit vielen Jahren Christel Schlechtriemen inne. Der Verein zählt zehn Mitglieder. Zu den Aktivitäten gehört der regelmäßige Austausch unter den Vereinsmitgliedern, der Besuch von Ausstellungen in ganz Deutschland und natürlich die Pflege der Tiere. Für Christel Schlechtriemen ist die Hauptmotivation die Liebe zum Tier.
„Der Umgang mit den Tieren bietet einen wunderbaren Ausgleich zum oftmals hektischen Arbeitsalltag“, erklärt die Züchterin, die mit den Tieren groß geworden ist. Nur fürchtet sie sich um den Fortbestand ihres Hobbys: „Wir haben große Probleme, junge Leute für die Kaninchenzucht zu begeistern. Da geht es uns nicht anders als den vielen anderen Vereinen.“ Das laufe meist nach einem Schema ab. „Wenn irgendwann mal die richtige Freundin oder der Freund ins Leben tritt, hört die Freundschaft zu den Vierbeinern meist aus“, beobachtet sie. Aber die Hoffnung gibt sie trotzdem nicht auf.
Ehrungen
Für ihr 50-jähriges Engagement im Verein wurden Christel und Rudi Schlechtriemen mit der Ehrenurkunde des Landes- und des Kreisverbandes geehrt. Beide sind seit der Gründung des Lohrsdorfer Kaninchenzuchtvereins aktiv. Gratulationen erhielten sie vom Landesvorsitzenden Jürgen Bartz und dem Kreisverbandsvorsitzenden Erwin Nachtsheim.
