Stadtportal wird ein Jahr alt
Kreisstadt als Einkaufsziel mit viel Zusatznutzen vermarktet
Im ersten Jahr wurde die Internetseite bereits von 283.647 Besucher angeklickt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum ersten Geburtstag gab es eine leckere Torte, die kein Geringerer als Bürgermeister Guido Orthen anschnitt. Gab es doch genügend Grund zum Feiern, denn das Stadtportal Bad Neuenahr-Ahrweiler hat die Erwartungen bei Weitem übertroffen. Die Internetseite www.bad-neuenahr-ahrweiler.de wurde im ersten Jahr von 283.647 Besuchern angeklickt - erwartet hat man gerade mal 200.000 Nutzer pro Jahr. „Angesichts der Größe der Stadt ist das ein enormes Interesse“, wusste Frank Mies, Vorstand der Werbeagentur Shapefruit, die das Stadtportal technisch betreut, zu berichten.
Aus der Taufe gehoben wurde das Projekt von der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, den Werbegemeinschaften Ahrweiler und Bad Neuenahr, der Grüncard nebst Q-Stadt sowie dem Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zu den bisherigen Partnern kamen jüngst noch die beiden örtlichen Kreditinstitute, die Volksbank RheinAhrEifel und die Kreissparkasse Ahrweiler, hinzu. Damit ruhe das Projekt auf vielen Schultern und könne so jede Menge Synergie-Effekte hervorrufen, freute sich Orthen: „Es handelt sich um ein Vorzeigeprojekt, das täglich verbessert wird“. Hier habe man sämtliche Angebote, die es in der Kreisstadt gebe, gebündelt auf einem Blick - oder sollte man besser sagen: auf einen Klick.
Platz eins der Trefferliste
Wer nämlich bei der bekannten Suchmaschine im Internet die Stichworte „Bad Neuenahr-Ahrweiler“, „Ahrweiler“ oder „Bad Neuenahr“ eingeht, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Internetseite des Stadtportals, denn die belegt Platz eins der Trefferliste. Überaus erfreulich habe sich auch die Zahl der täglichen Zugriffe entwickelt, die von anfangs 500 auf bis zu 1.200 Klicks pro Tag gestiegen ist. Vor allem in der Zeit, als es Probleme mit dem Trinkwasser gab, informierten sich viele Bürger auf dem Stadtportal. Für die Größe der Stadt sei die Zahl der Besucher überaus erfreulich, wusste Mies. Für das kommende Jahr schraube er die Erwartungen auf 300.000 Besucher hoch - hoffe aber insgeheim auf 400.000. Überaus erfreulich sei auch die durchschnittliche Verweildauer 3:33 Minuten auf der Webseite. Es sei jedenfalls ein stetiger Aufwärtstrend zu erkennen, und schon bald werde man die 1.000 Besucher pro Tag übertreffen.
Kontinuierlich steigt auch die Zahl der Smartphone-Benutzer an, was darauf schließen lasse, dass zahlreiche Besucher vor Ort den Service nutzen. Vor allem das Thema „Einkaufen“ werde gesucht und arbeite sich immer mehr nach vorne. „So können wir Bad Neuenahr-Ahrweiler sowohl als Einkaufsziel als auch als touristische Destination sinnvoll vermarkten und der noch eine Reihe von Zusatznutzen darüber hinaus anbieten“, freute sich der Bürgermeister. Dass das Portal eine Art virtueller Ansprechpartner sei für alle Interessenten zu so gut wie jedem Thema, dass es in der Stadt gebe, biete einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Standorten „auf der grünen Wiese“.
Möglichst alle Gewerbetreibenden erfassen
Deshalb sei es umso wichtiger, möglichst alle knapp 1.500 Gewerbetreibende der Stadt zu erfassen und ihnen eine Plattform zu geben. Das Gastgewerbe und die touristischen Anbieter sind bereits so gut wie komplett vertreten, was der Tatsache zu verdanken ist, dass der Ahrtal-Tourismus seine komplette Datenbank zur Verfügung stellte. Gut sieht es auch beim Einzelhandel aus, zumal die Mitglieder der beiden Werbegemeinschaften automatisch und mit Premiumauftritt in die Datenbank aufgenommen werden. Und die beiden Werbegemeinschaften freuen sich über insgesamt 16 neue Mitglieder, die nur deshalb beigetreten seien, weil sie die Chancen der gemeinsamen Internet-Vermarktung erkannt hätten, so Hendrik Geschier von der Werbegemeinschaft Ahrweiler. Darüber hinaus hätten sämtliche Mitglieder der Trägerorganisationen zahlreiche Vorteile und könnten sich an der richtigen Stelle optimal präsentieren. Etwas weniger gut sieht es im Bereich des Handwerks aus, wo erst ein knappes Viertel der Betriebe vertreten ist. Doch gerade für die Betriebe, die bislang überhaupt noch nicht im Internet zu finden sind, sei es besonders wichtig, in dieser Datenbank erfasst zu sein, damit sie im Internet überhaupt gefunden werden, findet Wirtschaftsförderer Thomas Spitz. Doch das Stadtportal bietet noch weitaus mehr, vom Veranstaltungskalender über Parkplatzangebote bis hin zu Schutzhütten sind zahlreiche interessante Dinge aufgeführt. Schließlich suchten die Benutzer regelmäßig nach solchen Angeboten, so Frank Mies. Mit solchen handfesten Informationen könne man die Nutzer nicht zuletzt auch von der Attraktivität der Stadt überzeugen. Und dabei werde auch den Einheimischen oftmals erst so richtig klar, welch ein hohes Maß an öffentlicher Infrastruktur es in der Kreisstadt gebe.
Kompletter ÖPNV benutzerfreundlich integriert
Besonders stolz ist Mies aber darauf, dass man mittlerweile den kompletten öffentlichen Personennahverkehr der Kreisstadt auf dem Stadtportal integriert habe. Sämtliche Haltestellen und Abfahrtszeiten von Bus und Bahn kann man hier komfortabel abrufen. Mies ist überzeugt davon, dass dieses Angebot transparenter und für die potenziellen Kunden einfacher nutzbar ist als das, was die Verkehrsunternehmen zu anbieten. Und das auch noch minutenaktuell und mit Vorschlägen, die auf dem eigenen momentanen Standort beruhen. „Letztlich ist das Stadtportal als zentrales Medium des Stadtmarketings zugleich eine Information- und Imageplattform und somit eine wesentliche Verbesserung in Sachen Bürgerservice auch für die Bürger der Stadt“, freute sich Bürgermeister Orthen. Und dass dieses Angebot auch andernorts gewürdigt werde, zeige die Verleihung des Innovationspreis IT der Initiative Mittelstand als „Best Off 2015“ wegen der herausragenden Nutzerfreundlichkeit.
Doch auch für die Zukunft hat man wieder einige Ideen und Neuerungen parat, so soll es demnächst einen eigenen Newsletter geben mit Informationen aus der Kreisstadt, und auch ein Verzeichnis ist geplant, in dem jeder Verein im Stadtgebiet eine kleine Homepage erstellen kann. Auch hier ist der Anfang bereits gemacht. Verbessert wurde auch die Suchfunktion, die jetzt auch nach aktueller Öffnungszeit forscht. „Wir sind immer dabei, sinnvolle Neuerungen zu integrieren, und das macht auch Menge Spaß“, so Mies.
