Ahrtal Kunst in Köln
Künstler aus Ahrtal präsentiert Flutschlamm-Kunst in Köln
aus Bad Neuenahr-Ahrweiler
Köln. Künstler aus Ahrtal stellt in Kirche St. Gertrud in Köln aus St. Gertrud, Krefelder Str. 57, 50670 Köln. Agnesviertel, Nähe U-Bahn Ebertplatz.
Sondern: nackter Beton. Eine Festung. Abweisend. Hart. Kalt.
Wer sie einmal betreten hat, vergisst sie nicht. So viel ist sicher.
Und jetzt der Szenenwechsel. Fünfzig Kilometer weiter südlich.
Ein Atelier auf einer ehemaligen Industriebrache im Ahrtal bei Ahrweiler. Dort sitzt ein Künstler und zerkleinert, was niemand mehr anfassen will: verfestigte Schlammbrocken. Er siebt die groben Bestandteile ab. Staubige Arbeit. Aber es ist nicht irgendein Schlamm.
Es ist Flutschlamm. Der Schlamm der Ahrtalflut. Der Schlamm, der sein Haus zerstörte. Sein Atelier. Sein Arbeitszimmer. Seine Wohnräume. Der Schlamm, durch den seine Familie tage-, wochenlang knöchelhoch watete, bis die gröbsten Räumarbeiten getan waren. Nicht der ganze Schlamm wurde beseitigt. Ein Rest blieb. Absichtlich.
Warum? Weil aus diesem Staub etwas entstehen sollte. Etwas Dauerhaftes. Etwas, das bleibt, wenn die Erinnerung verblasst.
2025 war es soweit.
Zuerst: Bilder, gemalt mit feinem Schlamm als Pigment. Dann: schwere Gemälde aus dickem, verfestigtem Flutschlamm. Und dann der entscheidende Schritt: Diese vergänglichen Bilder wurden in mehreren Schritten umgegossen – zu Bronzereliefs.
Und nun, im Oktober, kommen sie zusammen. Der Beton von St. Gertrud und der Flutschlamm, die Bronze aus dem Ahrtal.
Ein starkes Zeichen für eine hoffnungsvolle Zukunft des Ahrtals mitten in Köln.
Konzept, Organisation und Kuratierung von Peter Mück und Christiane Rath unter Beteiligung von Menschen aus dem Projekt „In Zukunft kreativ“ (Wohnungslose, Obdachlose, Menschen aus Arbeitsmaßnahmen des Jobcenters) und Künstler*innen aus dem Künstlernetzwerk „crossart international“.
Herzlich eingeladen zu dieser Gemeinschaftsausstellung mit Arbeiten von wohnungs- und obdachlosen Menschen aus dem sozialen Kunstprojekt „In Zukunft kreativ“, Schülern und professionellen Künstlern des Künstlernetzwerkes „crossart international“ sind insbesondere Menschen aus dem Ahrtal.
Es werden Werke zum Thema „HOME SWEET HOME“ gezeigt.
Eröffnung: 16.10. 2026 um 18 Uhr
Grußwort: Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend
Dauer : 16.10. – 20.10. 2026
Öffnungszeiten: täglich 13– 19 Uhr
Ort: Kirche St. Gertrud, Krefelder Str. 57, 50670 Köln
Sollten Sie keine Zeit haben nach Köln zu kommen; Sie können diese und ähnliche Werke in der Rhine-Ahrt Galerie auf dem ehemaligen Rekofagelände (Zugang Gildenstr. 32 in Walporzheim) bestaunen. (www.ahrthal.de)
Gemälde mit dickem Flutschlamm Foto: Matthias Bertram
ehemalige Synagoge Dernau. Hochwassermarken 1804,1910,2021 mit Flutschlamm Foto: Matthias Bertram
Bronze-Modell einer Fisch-Skulptur für das Ahrtal Foto: Matthias Bertram
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Fisch über der Flutwelle, das gibt Hoffnung Foto: Matthias Bertram