Allgemeine Berichte | 24.01.2014

Literaturkreis Frau und Kultur

Lesung - Ich und Kaminski

Donnerstag, 30. Januar, 16 Uhr

Bad Neuenahr. Ein brillant-witziges Spiel um Lebenslügen und Wahrheit, um Manipulation und Profit, Moral und Kunst: „Ich und Kaminski“ von Daniel Kehlmann.

Er wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren und studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Wien. Die Dissertation über „Kants Begriff des Erhabenen“ vollendete Kehlmann nicht. Er gab der literarischen Laufbahn den Vorzug und lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.

2003 veröffentlicht Kehlmann den satyrischen Roman „Ich und Kaminski“ und erlangt internationale Anerkennung. Nicht oft gibt es einen so unsympathischen Ich-Erzähler, einen, dem man wünscht, seine Unternehmungen mögen schiefgehen. Daniel Kehlmann hat ihn als Sebastian Zöllner erschaffen. Zöllner hat sein Studium der Kunstgeschichte abgeschlossen und versucht, im Kunstbetrieb Fuß zu fassen. Vergeblich, dann bietet sich ihm die Möglichkeit, eine Biographie über den alten, einstmals berühmten Maler Kaminski zu schreiben. Zöllner wittert die Chance seines Lebens. Würde dieser erst mal tot sein, der Erfolg würde wie von selbst auf Zöllner einprasseln ...

Dafür schreckt Zöllner vor nichts zurück: Er besticht die Haushälterin, um mit Kaminski allein zu sein, er durchsucht heimlich dessen Schränke und Schubladen, um mehr über den Maler herauszufinden. Dabei springen ein paar sehr treffende Betrachtungen über den Kunstbetrieb heraus. Aus dem Zusammentreffen von Zöllner und Kaminski ergibt sich eine wechselvolle Geschichte, die ihre Spannung - wie so oft bei Kehlmann - aus dem virtuosen Spiel mit dem Sein und Schein im Leben der Menschen zieht.

Ingeborg Heins wird am Donnerstag, 30. Januar, um 16 Uhr, in der Stadtbibliothek Bad Neuenahr, Willibrordusstraße, über dieses Buch referieren. Veranstalter: Literaturkreis Frau und Kultur, weitere Infos von Anke Linsa unter Tel. (0 26 43) 90 02 40, Interessierte sind immer herzlich willkommen.

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