Bund ließ sich das fehlende Teilstück zwischen Altenahr und Laach 3,9 Millionen Euro kosten
Lücke des Ahr-Radwegs ist geschlossen
Altenahr. In Altenahr wurde eine wichtige Lücke im Ahr-Radwegenetz geschlossen und nun offiziell den Radfahrern übergeben. Es hat sehr lange gedauert von den ersten Planungen bis zur Fertigstellung und in den rund 30 Jahren mit Clemens Boeder, Georg Knieps, Albrecht Kreiten und Rüdiger Fuhrmann insgesamt vier Ortsbürgermeister beschäftigt sowie mit Hermann Heiser und Achim Haag auch zwei Verbandsbürgermeister. Es hat sich aber gelohnt, wie alle jetzt beim Festakt feststellen konnten. Am Haus des Gastes direkt hinter dem Bahnhof von Altenahr beginnt der neue Fahrradweg und schließt mit 1,7 Kilometern Länge die Lücke von Altenahr nach Laach. Zur feierlichen Freigabe konnte der Leitende Baudirektor vom Landesbetrieb Mobilität. Bernd Cornely. Staatsminister Roger Lewentz vom Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur sowie den Ministerialrat Gerhard Rühmkorf vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, die Landtagsabgeordneten Petra Elsner, Horst Gies und Wolfgang Schlagwein, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Bürgermeister Achim Haag sowie Pfarrer Axel Spiller, Ortsbürgermeister, Mitglieder des Kreistags und des Verbandsgemeinderats begrüßen. Die Kosten von rund 3,9 Millionen Euro hat der Bund getragen, da der Radweg neben der Bundesstraße B267 geführt wird und der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gilt. Ministerialrat Rühmkorf vom Bundesverkehrsministerium bezifferte das Teilstück als etwas Besonderes, da es den gewohnten Kostenrahmen gesprengt habe. Dieser Radweg gehört zu den anspruchsvollen, so der Ministerialrat. Wie anspruchsvoll der Lückenschluss ist, machte Staatsminister Roger Lewentz bei seiner Ansprache deutlich. Nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit sind die 1,7 Kilometer auf der ehemaligen Bahntrasse gebaut. Mit drei Brücken, einem Tunnel und anspruchsvollen Hangkonstruktionen, die den Radweg nicht nur teuer, sondern auch überaus attraktiv gemacht haben, so der Minister. Bereits vor der offiziellen Eröffnung haben sich die Radfahrer für den Lückenschluss entschieden, der in Laach die Ahr mit der wunderschönen Brücke überquert. Der Ahrtalradweg ist mit seiner durchgängigen Breite von zweieinhalb Metern als Geh- und Radweg ausgelegt und somit ein Zugewinn an Verkehrssicherheit, da die Radfahrer nun nicht mehr auf die benachbarte Bundesstraße ausweichen müssen, hob Lewentz hervor. Der Minister stellte den Radtourismus als größten Wachstumsmarkt heraus, dem sich das Land gestellt hat und in Rheinland-Pfalz inzwischen ein Radwegenetz von rund 1850 Kilometern anbietet. Bürgermeister Achim Haag bedankte sich bei den Vertretern von Bund und Land für die Bauausführung und besonders bei der Bauleiterin Nicole Marzi von der Straßenmeisterei Sinzig, die hier überaus wichtige Arbeit geleistet habe. Zu den Kosten merkte Haag an, dass hier die Steuergelder richtig investiert wurden. Bevor das Band durchtrennt und die Lücke offiziell geschlossen wurde, erbat Pfarrer Axel Spiller den göttlichen Segen und wünschte den Radfahrern und Wanderern auf dem Weg Zeit zur Entschleunigung und die Muße, die wunderschöne Natur im Ahrtal zu genießen. Wenn dann auch noch die Lücke des insgesamt 77 Kilometer langen Ahr-Radwegs zwischen Fuchshofen und Schuld geschlossen wird, dann können die Radfahrer sicher die Landschaft und Natur genießen. Minister Lewentz machte Hoffnung, da für die fehlenden rund vier Kilometer derzeit bereits eine Vorstudie läuft.
