Fünf Jahre Ahrtal-Werke
Mit ökologischer Ausrichtung auf einem guten Weg
Kommunales Energieunternehmen macht mit nur acht Mitarbeitern wird einen Umsatz von 8 Millionen Euro
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre jung sind die Ahrtal-Werke. Das kommunale Energieunternehmen mit ökologischer Ausrichtung muss sich immer wieder neu erfinden und einem ständigen Wechsel trotzen. Die ersten fünf Jahre seien anstrengend und schwierig gewesen, wusste Bürgermeister Guido Orthen bei der Jubiläumsfeier im Bad Neuenahrer Rathaus, doch mit dem großartigen Engagements aller Mitarbeiter habe man die Anfangszeit hervorragend geschafft. Es gebe nur wenige Unternehmen, die mit nur acht Mitarbeitern einen Umsatz von acht Millionen Euro machten, das gebe auch Hoffnung für eine erfolgreiche Zukunft. Die Bereitschaft der Bürger, diesem heimischen Unternehmen zu vertrauen und Kunde zu werden, zeige, dass man wettbewerbsfähige Produkte zu bieten habe. Orthen appellierte an alle Menschen in der Region: „Bleiben Sie diesem Unternehmen, das immer noch im Aufbau ist, treu – es gehört ein Stück weit uns allen.“
Ein Stück weit selbst Energiepolitik gestalten
Es sei eine gute Entscheidung des Stadtrates gewesen, im Juli 2010 ein eigenes Energieunternehmen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Schwäbisch-Hall zu gründen. Damit sei man in der Lage, eine eigene Infrastruktur aufzubauen, die es ermögliche, ein Stück weit selbst Energiepolitik zu gestalten und die Energieversorgung der Heimat zu beeinflussen. Die zukünftige Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie des gesamten Ahrtals könne man so selbst bestimmen und die Versorgungssicherheit für Bürger und Unternehmen gewährleisten. Zumal der Beschluss der Bundesregierung zur Energiewende mit dem Ausstieg aus dem Atomstrom dafür gesorgt habe, dass der lokalen Ebene eine besondere Verantwortung zufalle.
Die Ahrtal-Werke hätten die Herausforderung angenommen und seien dabei, neben einem ökologischen Stromnetz auch ein modernes Fernwärmenetz aufzubauen. Mittlerweile habe man bereits 20 Millionen Euro in der Region investiert, was überwiegend der heimischen Wirtschaft zugute gekommen sei. Denn nach wie vor spiele die regionale Verantwortung eine zentrale Rolle im Verständnis des Unternehmens, das zu 51 Prozent der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und zu 49 Prozent den Stadtwerken Schwäbisch-Hall gehört. „Die großen Energieunternehmen sind weit weg und haben ihre eigenen Probleme, wir können uns perspektivisch nur auf die Energieversorgung vor Ort verlassen“, wusste der Bürgermeister. Und die sei bei den Ahrtal-Werken in guten Händen.
Getrieben von dem Wunsch, die Nummer Eins zu sein
Geschäftsführerin Susanne Strauch zeigte sich stolz, dass man mit den engagierten Mitarbeiter schon da stehe, wo man jetzt sei. „Wir sind getrieben von dem Wunsch, Ihre Nummer Eins zu sein“, machte sie deutlich, dass man in erster Linie die Interessen der Kunden im Auge habe. Als „Allrounder“ der Energieversorgung biete man Privat- und Geschäftskunden vielfältige Vorteile für eine professionelle und seriöse Energieversorgung. Aber das wichtigste Argument für einen Wechsel zu den Ahrtal-Werken sei, dass man sich lokal engagiere und Rahmenbedingungen schaffe, die für den Wirtschaftsstandort bedeutend seien. Man wolle auch in Zukunft Arbeitsplätze schaffen und erhalten, Investitionen in die Infrastruktur vornehmen sowie mit Steuern und Abgaben, Einnahmen und lokalen Ausgaben zum stabilen Gemeinwesen beitragen.
Darüber hinaus stehe man mit beiden Füßen fest in der Region und plane auf lange Zeit. „Deshalb sind uns neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch die Wohn- und Lebensverhältnisse in unserer Heimat wichtig. Die Energieversorgung und ihre Strukturen sollen sich auch in die Landschaft einpassen und zu den Menschen passen: nachhaltig, umweltfreundlich und landschaftsschonend – Energie zum Wohle der Region“, so Strauch. Als kommunale Stadtwerke vor Ort setze man daher auf umweltschonende und zukunftsfähige Energiekonzepte. Strom zu 100 Prozent aus Wasserkraft, CO2-neutrales Erdgas und effiziente Fernwärme bildeten die Basis der Produktpalette.
