Politik | 22.02.2013, 11:42 Uhr

Mittelrhein ’Modellregion‘ werden

CDU will Lärmschutz am Mittelrhein über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus mit höchster Priorität

Mechthild Heil mit Bahnchef Rüdiger Grube. privat
92

Kreis Ahrweiler, Kreis MYK. Die CDU-Kreisverbände und die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Partei entlang des Rheins setzen sich für die Einrichtung einer „Lärmschutz-Modellregion Mittelrhein“ ein. In dieser Region soll Lärmschutz über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus mit höchster Priorität umgesetzt werden. „Mit Blick auf die besondere Bedeutung des UNESCO-Welterbetals ‚Oberes Mittelrheintal‘ und aufgrund der durch die geografischen Gegebenheiten besonders belasteten Mittelrheinregion müssen die Lärmschutzmaßnahmen am gesamten Mittelrhein höchste Priorität genießen“, erklären der CDU-Kreisvorsitzende Horst Gies MdL, sein Landtagskollege Guido Ernst und Mechthild Heil MdB. „Vor allem die Menschen in unseren Wahlkreisen von Remagen bis Andernach,“ so Ernst und Heil, „leiden unter dem Lärm der Güterzüge“.

Eine besondere Region

Dazu streben die CDU-Kreisverbände Ahrweiler, Koblenz, Mainz, Mainz-Bingen, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rheingau-Taunus, Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn die Einrichtung einer besonderen „Lärmschutz-Modellregion Mittelrhein“ an. „Das Mittelrheintal stellt eine einzigartige Kulturlandschaft mit einem außergewöhnlichen Reichtum an kulturellen Zeugnissen dar. Daher verdient das Mittelrheintal einen besonderen Schutz“, so die heimischen Christdemokraten. Mit ihrer Initiative setzen die CDU-Kreisverbände entlang des Rheins ihre gemeinsamen Bemühungen zur Reduzierung des Bahnlärms fort. Denn bereits vor mehreren Wochen hatten sich die CDU-Kreisverbände entlang des Rheins in einer im Rahmen der „CDU-Bahnlärm-Konferenz“ verabschiedeten Resolution für ein „Lärmschutz-Gesamtkonzept“ eingesetzt, in dem Lärmschutz als Modellprojekt in einer besonders belasteten Region umgesetzt wird. „Diese Priorität in der Umsetzung zahlreicher Maßnahmen wollen wir nun mit der Einrichtung einer ‚Lärmschutz-Modellregion Mittelrhein‘ untermauern“, so Gies, Ernst und Heil.

Vorstellung deutlich machen

In einem von 24 CDU-Abgeordneten aus Europaparlament, Bundestag, den beiden Landtagen von Rheinland-Pfalz und Hessen sowie drei hessischen Staatssekretären unterstützen Schreiben an die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium machten die Christdemokraten ihre Vorstellung und den Willen zu einer schnellen Reduzierung des Bahnlärms am Mittelrhein deutlich. „Für uns steht außer Frage, dass der Gütertransport auf Schienen im Vergleich zum Güterverkehr auf der Straße grundsätzlich umweltfreundlicher und klimaschonender ist.

Eine Akzeptanzfrage

Doch während der Bau der Eisenbahn im Mittelrheintal vor über 150 Jahren von der Bevölkerung als fortschrittlich und zukunftsweisend begrüßt und gefeiert wurde, ist durch die Überfrachtung der Strecke mit Güterverkehr auf größtenteils veraltetem Wagenmaterial und der dadurch entstehenden unerträglichen Belastung der Menschen zu befürchten, dass die Akzeptanz der Schiene als Verkehrsträger bei den Anwohnern immer weiter abnimmt.

Gerade auch vor diesem Hintergrund müssen alle vorhandenen Möglichkeiten zur Lärmminderung ausgeschöpft werden“, heißt es im Schreiben der Christdemokraten wörtlich. „Durch die Einrichtung einer ‚Lärmschutz-Modellregion Mittelrhein‘ wird der Arbeit des Projektbeirates ‚Leiseres Mittelrheintal‘ ein besonderer Stellenwert eingeräumt und den Menschen sowie den Städten und Gemeinden am Mittelrhein eine Entwicklungs- und Zukunftsperspektive gegeben“. Mechthild Heil betont abschließend, dass das Thema auch im parlamentarischen Berlin hohe Aktualität genießt; so wird der Chef der Bahn AG, Rüdiger Grube, am kommenden Montag Gast in der CDU-Landesgruppe in Berlin sein. Mit ihm wollen die Parlamentarier diese Frage dann auch diskutieren.

Pressemitteilung Büro des MdB

Mechthild Heil (CDU)

Mechthild Heil mit Bahnchef Rüdiger Grube. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Essen auf Rädern
Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Heizung
Zukunft trifft Tradition KW 42
Stellenausschreibung 2026/078 IT-Systemadministrator (w/m/d)
Stellenanzeige Erzieherin und Bundesfreiwilligendienst
Empfohlene Artikel
IHK-Regionalgeschäftsführerin Andrea Stenz, SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller und IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel setzten den politischen Dialog fort.
24

Ahrweiler. Nach der gemeinsamen Podiumsdiskussion der regionalen Wirtschaft mit den Landtagskandidatinnen und -kandidaten vor der Landtagswahl setzt die IHK Koblenz den wirtschaftspolitischen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Regierungsfraktionen fort. Im Rahmen eines Austauschs mit der SPD-Landtagsabgeordneten Susanne Müller standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen für den Wirtschaftsstandort Landkreis Ahrweiler im Mittelpunkt.

Weiterlesen

Hochwasserschutz im Ahrtal braucht koordiniertes Vorgehen statt offener Briefe
119

Altenahr und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Mit großem Verwundern haben die CDU-Fraktionen im Verbandsgemeinderat Altenahr und Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler, vertreten durch die Fraktionsvorsitzenden Ute Gabriel, Julius Knieps und Peter Ropertz, nun den erneuten Brief von Landrätin Weigand an Bundeskanzler Merz zur Frage der Finanzierung der geplanten Regenrückhaltebecken im Ahrtal aufgenommen.

Weiterlesen

Mechthild Heil MdB (CDU)
187

Kreis Ahrweiler. Mit Kritik reagiert die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil auf den erneuten Vorstoß von Landrätin Cornelia Weigand, Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem offenen Brief zur alleinigen Finanzierung der geplanten Hochwasserrückhaltebecken im Ahrtal zu bewegen. „Der Hochwasserschutz im Ahrtal ist viel zu wichtig, um ihn für politische Alleingänge und öffentliche Inszenierungen zu missbrauchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Man traf sich vor der Kirche, um „unter Tage“ zu gehen.
354

Es ging ganz tief nach unten...

Kolping-Mitglieder wurden zu „Kellerkindern“

Lahnstein. Es ging dahin, wo die meisten noch nie waren: In die ehemalige kurfürstliche Salkellerei unter der Hochstraße in Oberlahnstein. Die Salkellerei unter der ehemaligen Druckerei Schickel gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Die Exkursion war fast geheim, grundsätzlich nur Kolping-Mitgliedern vorbehalten, „denn wir wollten nicht, dass halb Lahnstein im Untergrund verschwindet“, so Benedikt Hanke aus dem Kolping-Sprecherteam mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Von Thomas Schneider aus Lahnstein

Weiterlesen

An der Swisttalhütte Holzweiler
692

Eifelverein Remagen unterwegs

Grafschafter Wald und Dernauer Weinberge

Remagen/Marienthal. Bei herrlichem Wanderwetter startete die Wandergruppe in der Nähe des Marienthaler Klosters die 13 Kilometer Tour. Relikte des ehemaligen Regierungsbunkers und auch die Gedenkstätte Lager Rebstock informierten nachdenklich über Deutschlands jüngste Vergangenheit. Dem Kratzenbach folgend und dem anschließenden Tal erreichte man das sogenannte Holzweiler Kreuz. Nun von Waldwegen...

Von Eifelverein Remagen aus Grafschaft-Ringen

Weiterlesen