Walderlebnis-Tage des Eifelverein Altenahr
Mittendrin, statt nur dabei
Altenahr. Aufregende Tage erlebten 24 Wanderfalken und ihre Freunde von vier bis zehn Jahren auf der schön gelegenen Hütte Eifelblick oberhalb von Altenahr. Am Nachmittag machten sich die Kinder unter Begleitung der Betreuer auf den Weg vom Parkplatz des Winzerverein Altenahr auf den Weg hinauf zur Hütte. Dort hatten bereits am Morgen die größeren Vorbereitungen für dieses Familienangebot begonnen. Trotz starkem Regen errichteten fleißige Helfer das notwendige Gemeinschaftszelt, das als Nachtlager diente, sowie das Küchenzelt und viele weitere kleinere und größere Anlagen, um den Kindern fast zwei erlebnisreiche Tage mitten in der Natur zu ermöglichen. Nach der Ankunft im Lager wurde sich erst einmal bei erfrischendem Obst und kühlen Getränken vom Aufstieg bei schwülen Temperaturen erholt. Anschließend errichteten alle gemeinsam das Nachtlager. Bei freiem Spiel im angrenzenden Wald und angeleiteten Workshops konnten alle Wanderfalken der Kreativität freien Lauf lassen. So entstanden im Wald aus Todholz errichtete Häuser mit einzelnen Wohnbereichen und in den Workshops wurden Baupläne besprochen, gebohrt und Skulpturen aus Naturmaterialien errichtet. Ein weiteres Angebot war filzen.
Mit reichlich Ausdauer und viel Fantasie entwarfen die Jungen und Mädchen Schnecken aus Filzwolle, ein echtes Schneckenhaus zierte zum Schluss den gewalkten Filzkörper. Wer noch nicht genug vom Filzen hatte, konnte sich ein schönes Armband entwerfen und mit Holzperlen verzieren. Zum Abendessen gab es für alle großen und kleinen Wanderfalken leckere Nudeln mit Bolognesensoße. Nachdem alle satt, aber noch nicht müde waren, wurde gekickt und im Wald gebaut. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit hörten die Kinder die Geschichte „Das größte Haus der Welt“. Danach brach man, teilweise laut singend zur Nachtwanderung auf. Zurück im Lager, wartete bereits das lodernde Lagerfeuer und der frische Stockbrotteig. Müde waren die Kinder immer noch nicht, aber letztlich hatten sie doch ein Einsehen und gingen langsam und nacheinander schlafen. Nach einer kurzen und unruhigen Nacht für einige Betreuer kamen am nächsten Morgen die Küchenfeen wieder. Bei ausgiebigem Frühstück, mit anschließender Katzenwäsche machten sich die Kinder, nach dem Einräumen des Nachtlagers wieder auf den Weg in den Wald, um dort weiter zu bauen und zu spielen. Am Vormittag stattete spontan ein Jäger der Kindergruppe einen Besuch ab. Im Gepäck allerlei Interessantes rund um und aus der heimischen Tierwelt. Gebannt folgten die Kinder den Berichten des Waidmannes.
Im Anschluss folgte das Mittagessen. Bei gegrillten Würstchen im Brötchen ließ man die letzte Stunde ausklingen, bevor sich alle auf den Abstieg vorbereiteten. Erschöpft, etwas schmutzig, gesund, müde aber doch mit etwas Wehmut, weil es schon vorbei war, kamen alle im Tal wieder an. An dieser Stelle sei Familie Conrady aus Altenahr und Familie Carnott vom Hotel Ruland in Altenahr ein großes Lob ausgesprochen für das Sponsern des Abend- und Mittagessens, sowie der Paradies Apotheke in Altenahr, die Leinenbeutel zur Verfügung stellte. In welchen alle Kinder kleine naturverbundene Andenken mit nach Hause nehmen konnten. Aber auch allen anderen großen Helfern im Hintergrund sei ein Lob ausgesprochen, denn nur durch das gemeinsame Zutun kann ein solches Angebot gelingen. Dieses sehr aufwendige Angebot hat wieder einmal gezeigt, das wenig manchmal einfach mehr sein kann. Denn die Kinder, egal ob vier oder zehn Jahre, hatten die meiste Freude am gemeinsamen freien Spiel in der Natur.
