Schülerwettbewerb „loopING“ mit fast 300 Teilnehmern wieder erfolgreich
Nachwuchstüftler für Modellachterbahn ausgezeichnet
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sieben Schüler der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler sind beim Schülerwettbewerb „loopING“ der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz für ihre Modelle einer Achterbahn ausgezeichnet worden. Tim Hoischer, David Neiß und Leo Nietgen belegten den sechsten, Jessica Frühauf den zehnten Platz. Zudem kamen Tim aus der Wieschen, Eike Nachtsheim und Philipp Schartner auf den zwölften Platz. Alle drei Gruppen konnten sich jeweils über ein Preisgeld von 50 Euro freuen. Aufgabe des Wettbewerbs war es, eine Modellachterbahn zu bauen, die über eine Fahrbahn und eine Tragkonstruktion verfügt. Die Nachwuchsingenieure durften nur einfachste Materialien verwenden, die sie ohne Spezialwerkzeug bearbeiten können.
Außerdem musste eine Kugel das Modell von Anfang bis Ende durchrollen können. Bei der siebten Auflage des Schülerwettbewerbs nahmen rund 300 Schüler teil und reichten 87 Modelle ein.
Gute Resonanz
„Wir freuen uns über die gute Resonanz, auf die unser Wettbewerb wieder einmal gestoßen ist“, sagte Dr.-Ing. Horst Lenz, Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz. Das zeige, wie gut die Veranstaltung konzipiert sei und wie attraktiv sie als Unterrichtsergänzung auf die Schulen wirke. Lenz sagte: „Wir beobachten, dass viele Schulen, und auch einzelne Schüler, regelmäßig an dem Wettbewerb teilnehmen.“ Viele Lehrer integrierten die aktuelle Aufgabenstellung in den Unterricht. „Genau das ist es, was wir wollen“, sagte Lenz. „Wir wollen die naturwissenschaftlichen Fächer ergänzen und dabei helfen, ihre Inhalte auf anschauliche Weise zu vermitteln.“
Mehr Raum für MINT-Fächer
Trotz des Engagements der Schulen appellierte der Kammerpräsident an das rheinland-pfälzische Bildungsministerium, den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) mehr Raum zu geben. „Der herkömmliche Frontalunterricht alleine reicht nicht aus.“ In Arbeitsgruppen, Wahlpflichtfächern und Projektgruppen könnten Schüler das gelernte Wissen vertiefen, besser verstehen und ungeahnte Fähigkeiten entdecken. Technisches Verständnis müsse in den Schulen schon früh gefördert werden. Mit dem Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen steht, soll der Nachwuchs spielerisch an klassische Inhalte des Ingenieurberufs herangeführt werden, um einem Fachkräftemangel frühzeitig vorzubeugen. Denn, wie Lenz betonte, sei es für die Gesellschaft enorm wichtig, dass es im technischen Bereich genügend Fachkräfte gibt. „Vom Straßenbau, über die Technik zur Energiegewinnung bis hin zu einer Achterbahn – hinter allen Konstruktionen, die uns umgeben, stecken der Erfindergeist und das Know-how eines Ingenieurs.“
Ein Beruf mit Zukunft
Dass der Ingenieurberuf ein Beruf mit Zukunft ist, unterstrich Johannes Claes vom ZDF, indem er auf ein weiteres Arbeitsfeld von Ingenieuren hinwies: die neuen Technologien im Medienumfeld. Der Diplom-Ingenieur und IT-Chef beim ZDF betonte: „Nichts ist so interessant wie dieser Bereich und damit er sich in den nächsten Jahren stetig weiterentwickelt, bedarf es vieler kluger Köpfe mit guten Ideen.“ Im Anschluss gab Claes eine kleine Kostprobe der neuen Technologien: Er zeigte einen Film, der unter anderem das ZDF-Sendezentrum und die Mediathek vorstellte, auf die man mittlerweile auch per App zugreifen kann.
Pressemitteilung
Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz
Der Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Dr.-Ing. Horst Lenz (2.v.r.), gratuliert gemeinsam mit den Jurymitgliedern Prof. Dr.-Ing. Michael Küchler (2.v.l.) und Uwe Angnes, Vorstandsmitglied der Kammer (5.v.l.), den Schülern Philipp Schartner, Leo Nietgen, Tim aus der Wieschen, David Neiß und Jessica Frühauf (v.l.n.r.) zu ihren gelungenen Modellen. Foto: INGRLP/Kristina Schäfer
