Grafschafter SPD zum Antrag der Tongrube Rudolf
Nein zur Flächenerweiterung
Sozialdemokraten begründen Entscheidung mit Verweis auf die Ängste der Bürger
Ringen. Die SPD Grafschaft lehnt den Antrag auf eine Flächenerweiterung der Tongrube Rudolf in Ringen ab. Damit folgt die Fraktion sowohl der Empfehlung des Fachausschusses, der einer Erweiterung mit Mehrheit nicht zugestimmt hatte, als auch dem Votum des Ortsbeirates in Karweiler, der einstimmig die Erweiterung abgelehnt hatte. Hubert Münch, Fraktionschef der SPD erläutert dazu: „Wir nehmen die Angst der Bürgerinnen und Bürger ernst, dass der immer näher an die Wohnbebauung heranreichende Abbau die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner mindert. Dazu kommen natürlich auch Fragen auf, die die Zeit nach der Ausbeutung betreffen: Mit was wird die Grube später verfüllt? Wie wird sie rekultiviert? Wie lange wird dies dauern. Natürlich spielen auch die Vorkommnisse der Leimersdorfer Tongrube in den Köpfen der Mitbürger eine Rolle - wenngleich ein Vergleich der beiden heutigen Betreiber der Tongruben hier völlig falsch ist. Aber die Angst bleibt: Werden die Betreiber der Tongrube in Ringen später noch genauso verantwortungsvoll mit der Rekultivierung umgehen wie der heutige Eigentümer?“
Udo Klein, SPD-Vorsitzender ergänzt dazu: „Wir haben den Erweiterungsantrag in der Fraktion sehr intensiv diskutiert. Wir können und wollen die vorgebrachten Bedenken - vor allem aus Karweiler - nicht ignorieren. Hier ist das eindeutige Votum des OB Rates in Karweiler für uns entscheidend. Und wir möchten betonen, dass dies keine Entscheidung gegen den Betreiber der Tongrube ist, sondern eine Entscheidung für die Menschen, die für uns nachvollziehbare Ängste und Bedenken angemeldet haben.“
Die Mehrheit des Gemeinderates konnte sich der Position der SPD anschließen und die Erweiterung wurde auch in diesem Gremium abgelehnt. Pressemitteilung
SPD Grafschaft
