Neubau der Nepomukbrücke
Neubau der Nepomukbrücke in Rech: Gemeinderat entscheidet sich für pfeilerlose 1-Feldvariante
aus Dernau
Mittelahr. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Rech über die Planungsvarianten für den Neubau der Nepomukbrücke beraten. Magdalena Dimler und Jens Heckenbach vom Planungsbüro PlannIng GmbH, welches die Planung zusammen mit den Büros Werner Sobek und Doser Kempen Krause erarbeitet hat, stellten eine 1-Feldvariante mit Stahlverbundüberbau sowie eine 2-Feldvariante mit Spannbetonüberbau vor.
Nach eingehender Beratung hat sich der Gemeinderat mit großer Mehrheit dazu entschieden, die 1-Feldvariante ohne Stützpfeiler weiter zu verfolgen. Die Gründe hierfür liegen insbesondere in der höheren hydraulischen Sicherheit. Durch die pfeilerlose Bauweise der 1-Feld-Variante werden sowohl bauzeitlich die Beeinflussungen der Ahr reduziert als auch im Endzustand niedrigere Wasserspiegellagen bei Hochwasser erzeugt. Auch einer möglichen Verklausung wird vorgegriffen und somit der Hochwasserschutz erhöht.
In einer Bewertungsmatrix war daher auch die 1-Feldvariante der 2-Feldvariante deutlich überlegen. Hier flossen außer den hydraulischen Belangen unter anderem auch Faktoren wie Wirtschaftlichkeit, Ausführungssicherheit sowie Naturschutzbelange ein.
Um die Planungssicherheit zu gewährleisten, stehen die Projektsteuerer der Zukunft Mittelahr AöR in engem Kontakt mit den Genehmigungsbehörden SGD Nord und der Kreisverwaltung Ahrweiler.
Im weiteren Verlauf des Jahres sollen unter anderem Kampfmittelerkundungen, Tragwerksplanungen, sowie die Planungen für Verkehrs- und Uferanlagen erstellt werden. Die Genehmigungsplanung samt Bauantrag soll noch in diesem Jahr zur Genehmigung vorgelegt werden, so dass Mitte 2027 die Bauleistung vergeben werden könnte. Die reine Bauzeit beträgt etwa ein Jahr.
VORZUGSVARIANTE
Die nun weiter zu beplanende 1-Feldvariante besteht aus zwei seitlich angeordneten Längsträgern aus Stahlhohlkästen, die mit einem Betonüberbau aus Halbfertigteilen und Ortbeton ergänzt werden. Die Träger können weitgehend im Werk vorgefertigt, vor Ort zusammengeschweißt und dann eingehoben werden. Die Spannweite beträgt rund 60 Meter. Der Gemeinderat wird bezüglich gestalterischer Details eng eingebunden.
Die Ortsgemeinde Rech und die Zukunft Mittelahr AöR informieren die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über den weiteren Projektverlauf.
