Politik | 09.07.2026

Klimaschutz vor Ort

Noch städtische Fördermittel für Entsiegelung und Begrünung verfügbar

Versiegelte Flächen aus Beton, Asphalt oder Schotter heizen sich im Sommer besonders stark auf.

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die starke Hitzebelastung der vergangenen Wochen macht deutlich: Maßnahmen zur Klimaanpassung werden auch im privaten Umfeld immer wichtiger. Versiegelte Flächen aus Beton, Asphalt oder Schotter heizen sich im Sommer besonders stark auf und geben die gespeicherte Wärme oft bis tief in die Nacht wieder ab. Begrünte Gärten, entsiegelte Flächen sowie bepflanzte Dächer und Fassaden können das unmittelbare Wohnumfeld spürbar abkühlen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung leisten.

Um Bürgerinnen und Bürger bei solchen Maßnahmen zu unterstützen, fördert die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler seit Mai 2025 die Entsiegelung und naturnahe Begrünung von Flächen sowie die Begrünung von Dächern und Fassaden. Auch im laufenden Jahr konnten bereits zahlreiche private Projekte finanziell unterstützt werden: Von der Entsiegelung ehemaliger Schotterflächen bis hin zu begrünten Dächern und Fassaden. Für das Förderjahr stehen derzeit noch Restmittel zur Verfügung. Wer eine entsprechende Maßnahme plant, sollte daher nicht lange warten und seinen Förderantrag möglichst zeitnah stellen, um seine Chance auf eine städtische Förderung zu wahren. Für das laufende Haushaltsjahr 2026 können noch etwa sieben Begrünungs- und etwa fünfzehn Entsiegelungsmaßnahmen - je nach Förderhöhe der beantragten Maßnahmen - gefördert werden.

Gefördert werden unter anderem die Entfernung von Schotter-, Beton- oder Pflasterflächen mit anschließender naturnaher Begrünung, Dachbegrünungen sowie begrünte Hausfassaden auf Privatgrundstücken im Stadtgebiet. Die Stadt übernimmt dabei bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Für Entsiegelungsmaßnahmen beträgt die maximale Förderung 1.500 Euro pro Grundstück, für Dach- und Fassadenbegrünungen bis zu 2.000 Euro pro Vorhaben.

Die geförderten Maßnahmen wirken dabei weit über das eigene Grundstück hinaus: Sie verbessern das Mikroklima, fördern die natürliche Versickerung von Regenwasser, reduzieren die Aufheizung des Wohnumfelds und schaffen wertvollen Lebensraum für Insekten und andere Tiere. Viele kleine private Projekte leisten so gemeinsam einen wichtigen Beitrag dazu, Bad Neuenahr-Ahrweiler widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Die vollständigen Förderrichtlinien sowie die Antragsunterlagen stehen auf der städtischen Homepage unter https://www.bad-neuenahr-ahrweiler.de/die-stadt/klimaschutz/gefoerderte-projekte/ zur Verfügung.

Die Stadtverwaltung ruft alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die verbleibenden Fördermittel noch in diesem Jahr zu nutzen. Schnell sein lohnt sich, denn die Förderung kann nur gewährt werden, solange Mittel verfügbar sind. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass mit der Maßnahme erst nach Erhalt des entsprechenden Förderbescheids der Stadt begonnen wird. Bei einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn ist eine Förderung durch städtische Mittel leider nicht mehr möglich.

Für Fragen und weitere Informationen steht Sabina Efferz-Haxhiu unter Tel. 02641/87-334 oder per E-Mail an klima@bad-neuenahr-ahrweiler.de gerne zur Verfügung.

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Versiegelte Flächen aus Beton, Asphalt oder Schotter heizen sich im Sommer besonders stark auf. Foto: AdobeFirefly/Christoph Steinborn

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